Alija (Zionismus)
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Alija (hebr. עליה, mehrz. Alijot, wörtl. Aufstieg, Aufruf) bedeutete im Hebräisch der Antike Hinaufziehen zum Tempel in Jerusalem im Sinne einer Wallfahrt. In der jüngeren Geschichte Israels gewann der Ausdruck eine neue Bedeutung und bezeichnet heute die jüdischen (zionistischen) Immigrationswellen nach Palästina beziehungsweise nach Israel.
[Bearbeiten] Alijot bis 1948
- erste Alija (1882–1903): 20–30.000 Einwanderer
- zweite Alija (1904–1914): 35–40.000 Einwanderer, vor allem aus Russland und Polen
- dritte Alija (1919–1923): 35.000 Einwanderer, vor allem aus Russland
- vierte Alija (1924–1931): etwa 80.000 Einwanderer, vor allem aus Polen und der Sowjetunion
- fünfte Alija (1932–1938): nach der Machtübernahme Hitlers; etwa 200.000 Einwanderer vor allem aus Deutschland.
- Alija Bet (1939–1947): Einwanderung von Verfolgten aus Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus – trotz Hürden der britischen Regierung.
[Bearbeiten] Alijot seit der Gründung des Staates Israel
- 1948–1951: jüdische Masseneinwanderung aus arabischen Ländern (Ägypten, Irak, Jemen), Polen und Rumänien (etwa 690.000 Einwanderer)
- 1955–1957: jüdische Einwanderung aus arabischen Ländern in Nordafrika (Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen) (etwa 100.000 Einwanderer)
- 1984–1985: Die Operation Moses (Miwtza Mosche) bringt etwa 10.000 äthiopische Juden nach Israel
- 1989: Beginn der Masseneinwanderung aus Sowjetunion/GUS (bis 1995 etwa 600.000)
- 1991: Die Operation Salomon bringt weitere Juden aus Äthiopien