Ferde Grofé
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ferde Grofé (* 27. März 1892 in New York; † 3. April 1972 in Santa Monica, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Komponist, Arrangeur und Dirigent französisch-hugenottischer Abstammung.
Er wurde als Ferdinand Rudolph von Grofé in eine musikalische Familie geboren, wuchs in Los Angeles auf, lernte Klavier- und Geigespielen, verdiente zunächst Geld als Liftboy, Zeitungsjunge, Buchbinder und mit ähnlichen Jobs, mit 15 aber zunehmend auch als Musiker, spielte zu Tanz, Paraden und Picknicks. Er spielte auch Althorn in Brass Bands und Bratsche beim Los Angeles Philharmonic Orchestra. 1909 schrieb er seine erste Komposition, The Grand Reunion March für ein Treffen der Elks Clubs. Er spielte auch in Nachtclubs von Los Angeles, wo er populär wurde für seine Arrangements und Improvisationen. Dort lernte ihn 1917 Paul Whiteman kennen, für dessen Band er dann Pianist, Arrangeur, Co-Dirigent und Notenbibliothekar wurde.
Für Whiteman orchestrierte er 1924 die Rhapsody in Blue von George Gershwin. Von da an begann er mit größeren Kompositionen für Orchester, manche davon mit einer Prise Humor. Besonders äußert sich das bei seinen der Fahrradluftpumpe gewidmeten Werken Theme and Variations on Noises from a Garage (1926) und Free Air (1929). Grofés wichtigste Kompositionen sind
- Mississippi: A Journey in Tones (1925) eine Suite mit den Sätzen Father of Waters, Huckleberry Finn, Old Creole Days und Mardi Gras
- Metropolis: A Fantasie in Blue (1928)
- Grand Canyon Suite (1929-1931) mit den Sätzen Sunrise, The Painted Desert, On the Trail, Sunset und Cloudburst (Analogaufnahme in Vinyl mit dem London Festival Orchestra unter Leitung von Stanley Black: Liner SPC 21002.)
- Niagara Suite (1961) mit den Sätzen Thunder of the Waves, Devil's Hole Massacre, The Honeymooners und Power of Niagara - 1961
alle vier Werke musikalische Reisebilder aus den USA. Vor allem die Mississippi Suite und die Grand Canyon Suite wurden später noch von berühmten Dirigenten und Orchestern aufgeführt. 2002 wurde bei den Schwetzinger Festspielen von der SWR-Big Band, dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Klarinettisten Pierre Paquette unter der Leitung des Pianisten Dennis Russell Davies Gershwin's Rhapsodie In Blue in der Originalinstrumentierung von Ferde Grofé wiederaufgeführt.
Personendaten | |
---|---|
NAME | Grofé, Ferde |
KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Komponist, Arrangeur und Dirigent französisch-hugenottischer Abstammung |
GEBURTSDATUM | 27. März 1892 |
GEBURTSORT | New York City |
STERBEDATUM | 3. April 1972 |
STERBEORT | Santa Monica, Kalifornien |