Fritz W. Kramer
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Fritz W. Kramer (*19. Oktober 1941 in Bad Salzuflen) ist ein deutscher Ethnologe.
Kramer studierte Ethnologie, Soziologie und Germanistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und war von 1969 bis 1971 wissenschaftlicher Assistent in Heidelberg. 1970 Dr. phil., von 1979 bis 1983 Professor für Ethnologie an der Freien Universität Berlin, danach von 1983 bis 1989 freiberuflicher Publizist. Heute lehrt er an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.
Er forschte unter anderem über die Bewohner des Bikini-Atolls und ihre Reaktion auf die Atomwaffentests der USA, den Sudan, in Kenia, Indien und Neuguinea. Er habilitierte sich mit einer Arbeit über die imaginäre Ethnographie des 19. Jahrhunderts.
Kramer war Herausgeber und ist heute Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Zeitschrift Historische Anthropologie.
[Bearbeiten] Werke
- Verkehrte Welten. Zur imaginären Ethnographie des 19. Jahrhunderts. Frankfurt, Syndikat 1977, 1981
- Bikini oder die Bombardierung der Engel. Auch eine Ethnographie. Mit Beitr. von Annegret Bentert u.a. Frankfurt/M.: Syndikat 1983
- Der rote Fes. Frankfurt/M. 1987; engl. Übers. 1993
- Bikini. Atomares Testgebiet im Pazifik. Berlin, Wagenbach 2000.
[Bearbeiten] Festschrift für Fritz Kramer
Heike Behrend(Hg.) Geist, Bild und Narr. Zu einer Ethnologie kultureller Konversionen. Fritz W. Kramer zum 60. Geburtstag. Berlin/Wien: Philo, 2001.