Heinrich Wild I
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Heinrich Wild (* 17. Dezember 1833 in Uster, Zürich; † 5. September 1902 in Zürich) war ein schweizer Physiker und Meteorologe.
[Bearbeiten] Leben
Wild studierte Physik in Zürich und in Königsberg und habilitierte sich an der Zürcher Universität und am Polytechnikum (1857), wurde aber noch im gleichen Jahr als Professor der Physik und Direktor der Sternwarte nach Bern gerufen.
Als der Bundesrat 1861 ihm die Inspektion der Maß- und Gewichtsanstalten (Eichämter) übertrug, nahm Wild dies zum Anlass, nach der Durchführung der Reformen bis 1867 eine Normaleich-Einrichtung aufzubauen, deren Direktor er auch wurde.
1868 wurde Wild als Mitglied der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften und Direktor des physikalischen Zentral-Observatoriums nach Sankt Petersburg berufen, wo er die Anstalt und das meteorologische Beobachtungsnetz in ganz Russland reformierte. 1877 veranlasste Wild die Gründung des meteorologisch-magnetischen Observatoriums in Pawlowsk, später auch in Irkutsk.
1895 zog sich Wild ins Privatleben zurück und starb am 5. September 1902 in Zürich.
[Bearbeiten] Werk
Wild betätigte sich hauptsächlich auf den Gebieten der Optik, der Elektrizitätslehre und des Erdmagnetismus. Auch trug er zu Fragen der Meteorologie und der Messlehre bei.
Heinrich Wild erfand unter anderem das Polaristrobometer, das z. B. in der Saccharimetrie benutzt wurde. In der Elektrizitätslehre hat sich Wild durch die Neubestimmung der absoluten elektrischen Widerstandseinheit Ohm verdient gemacht. Als Präsident der Polarkommission gab er die regelmäßigen Mitteilungen der Gesellschaft heraus, die in den Achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts wichtige Beiträge zur Polarforschung herausgab.
Personendaten | |
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NAME | Wild, Heinrich |
KURZBESCHREIBUNG | schweizer Physiker und Meteorologe |
GEBURTSDATUM | 17. Dezember 1833 |
GEBURTSORT | Uster |
STERBEDATUM | 5. September 1902 |
STERBEORT | Zürich |