Jacob Alberts
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Jacob Alberts (* 30. Juni 1860 in Westerhever; † 7. November 1941 in Lübeck) war ein deutscher Maler. Die Wahl seiner Motive verschaffte ihm bereits zu Lebzeiten den Beinamen Maler der Halligen.
[Bearbeiten] Leben
Nach der gymnasialen Ausbildung an der Domschule in Schleswig (er sollte zunächst Pfarrer werden) besuchte Alberts von 1880 bis 1882 eine Zeichenklasse bei Johann Peter Theodor Janssen in Düsseldorf, danach bei Wilhelm von Diez in München. Von München aus unternahm er Studienreisen nach Ungarn und Florenz, wo er im Atelier von Francesco Vinea arbeitete. In den Jahren 1886 bis 1890 besuchte Alberts die Académie Julian in Paris und wurde dort u.a. von Jules-Joseph Lefebvre unterrichtet. Der Aufenthalt ermöglichte ihm Begegnungen mit Manet, Renoir, Monet und Pissarro. Ab 1890 lebte der Künstler in Berlin, wo er als Lehrer an einer Kunstschule tätig war. Alberts zählt zu den Gründungsmitgliedern der Berliner Künstlergruppe Vereinigung der XI, die sich 1892 als Gegenbewegung zur vorherrschenden Stilrichtung des Historismus formierte. In der Sommerzeit arbeitete er regelmäßig in seiner nordfriesischen Heimat. In Berlin wurde ihm durch den preußischen Kultusminister der Professorentitel verliehen. Alberts ist auf dem Friedhof der Kirche St. Stephanus in Westerhever bestattet, die er auf einem seiner in Paris ausgestellten Werke dargestellt hat.
[Bearbeiten] Werke (Auswahl)
- "Beichte auf der Hallig Oland" (1891), Nordfriesisches Museum Husum
- "Predigt auf Hallig Gröde" (1892), verschollen
- "Königspesel" (1893), Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Schloß Gottorf, Schleswig
- "Die Kapitänswitwe"
[Bearbeiten] Literatur
Jacob Alberts : 1860 - 1941 ; Retrospektive ; Nordfriesisches Museum Ludwig-Nissen-Haus, Husum, 11. Juli bis 19. September 1999 / Museumsverbund Nordfriesland. Mit einem Werkverz. von Hans-Jürgen Krähe, ISBN 3-7793-6908-7
Personendaten | |
---|---|
NAME | Alberts, Jacob |
KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler, Maler der Halligen |
GEBURTSDATUM | 30. Juni 1860 |
GEBURTSORT | Westerhever |
STERBEDATUM | 7. November 1941 |
STERBEORT | Lübeck |