Körrenzig
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Körrenzig ist ein Ortsteil der Stadt Linnich an der nördlichen Grenze des Kreises Düren (NRW). Das Dorf liegt östlich der Rur an der B 57 zwischen Linnich und Rurich. Körrenzig war früher bekannt für sein Korbmacherhandwerk.
Der Ort hat ca. 1.400 Einwohner und eine Fläche von 439 ha.
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[Bearbeiten] Gewässer
Der Malefinkbach durchfließt das Dorf in Richtung Rurich. Eine Brücke überquert die Rur in Richtung Brachelen. Im Rahmen des von der EU geförderten RIPARIA-Projekt wurde die Rur im Körrenziger Gebiet Ende der 1990er Jahre als Hochwasserschutzmaßnahme renaturiert und ein Altarm angebunden.
[Bearbeiten] Geschichte

Der Ortsname gehört zur Gruppe der vordeutschen -(i)acum-Namen aus der gallo-römischen Epoche und deutet vieleicht auf ein römisches Landgut eines "Cornicius" zurück.
Eine erste urkundliche Erwähnung findet sich in einer Schenkungsurkunde Konrads II., der 1029 das Landgut Cornizich der Abtei Burtscheid vermachte.
Ab dem 14. Jahrhundert lag Körrenzig im Amt Boslar des Herzogtums Jülich.
Der Ort gehörte von 1816 bis 1936 zum Landkreis Erkelenz und wurde dann dem Kreis Jülich zugeteilt. Seit 1972 liegt Körrenzig im Kreis Düren.
1911 erhielt der Ort Anschluss an das Eisenbahnnetz und einen Bahnhof an der Bahnstrecke Jülich–Dalheim. Der Personenverkehr wurde 1968 eingestellt und die Strecke wurde 1974 endgültig demontiert. Der Bahndamm dient heute teilweise als Fahrrad und Fußpfad.
Die Einwohnerzahlen des Ortes sanken von 1925 bis 1933 von 1457 auf 1091 Einwohner. [1]
Einige jüdische Familien lebten im 19. und 20. Jahrhundert im Dorf. Sie gehörten zur Synagogengemeinde Linnich. In der NS-Zeit emigrierten sie oder wurden deportiert.
Am Ende des des 2. Weltkrieges war der Ort eine stark umkämpfte Frontlinie entlang der Rurfront. Das Dorf wurde am 23. Februar 1945, als amerikanische Truppen die Rur überschritten, eingenommen.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Alte Dorfkirche
Das Kirchengebäude in der Nähe der neuen Pfarrkirche St. Peter stammt aus dem 15. Jahrhundert und zeigt in der Westfront Reste einer romanischen Vorgängerkirche. Es ist von einem ummauerten Friedhof umgeben. Von 1962 bis 1990 diente das Bauwerk nur noch als Leichenhalle. Schwere Bauschäden erforderten schließlich umfangreiche Restaurierungsarbeiten, deren sich ein Förderverein annahm. 2005 konnte das restaurierte Baudenkmal in Anwesenheit u.a. Otto von Habsburgs eingeweiht werden.
[Bearbeiten] Verkehr
- Körrenzig liegt an der B57 zwischen den Anschlussstellen Erkelenz und Puffendorf.
- Der Ort hatte bis 1968 einen Haltepunkt an der ehemaligen Bahnstrecke Jülich–Dalheim.
- Der nächstgelegene im regulären SPNV befahrene Bahnhof befindet sich ca. 1,5 km südlich von Körrenzig entfernt in Linnich, wo mit der Rurtalbahn eine gute Verbindung nach Düren besteht. Zu diesem Bahnhof besteht mit der DKB-Linie 295 (Baal - Rurich - Körrenzig - Linnich SIG Combibloc) eine Verbindung im Busverkehr.
[Bearbeiten] Vereine
Es gibt im Ort diverse Vereine, die sich in den Vereinigten Vereinen zusammengeschlossen haben. Hierzu gehören z.B. die historische St.Antonius-Schützenbruderschaft, der Instrumentalverein, Trommler- & Pfeifercorps, Junggesellenverein, Sportverein und Geschichtsverein.
[Bearbeiten] Literatur
- Peter Hansen: Körrenzig. Dorf an der Rur. Eigenverlag Linnich 1987
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
Koordinaten: 51° 00' 00" N, 06° 16' 50" O