Kurt Henkels
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Kurt Henkels (* 17. Dezember 1910 in Solingen; † 12. Juli 1986 in Hamburg) war ein deutscher Musiker und Bandleader.
Er studierte zunächst Violine in Solingen, Wuppertal und Köln. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte er als Bandleader in Leipzig und erhielt 1947 von der damals sowjetischen Intendanz des Senders Leipzig den Auftrag zur Zusammenstellung einer Big Band. Ab 1. September 1947 leitete er das Tanzorchester des Senders Leipzig, das zeitweise die griffige Bezeichnung "Tanzorchester Leipzig des Staatlichen Rundfunkkomitees der Deutschen Demokratischen Republik" trug,später dann aber in Rundfunktanzorchester Leipzig umbenannt wurde. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten solch namhafte Musiker wie Rolf Kühn (cl, sax), Werner Baumgart (tsax), Walter Eichenberg (tp), Günter Oppenheimer (p) und Fips Fleischer (dr), für einige Jahre war auch der Trompeter Horst "Hackel" Fischer Mitglied des Orchesters. Die Leipziger Big Band wurde schnell zu einer der bekanntesten und beliebtesten im Osten Deutschlands, war aber auch im Westen des geteilten Landes populär und machte in Fachkreisen auch international von sich reden.
Im Sommer 1959 übersiedelte Henkels von Leipzig nach Hamburg. Er begründete seine Entscheidung mit zunehmenden Diskrepanzen mit der staatlichen Leitung des DDR-Rundfunks über Funktion und Repertoire der Band. In Hamburg leitete Henkels zunächst ein Fernsehorchester beim NDR. 1963 gründete er ein eigenes Orchester beim ZDF. In den 70er Jahren zog er sich von der Bühne zurück.
Personendaten | |
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NAME | Henkels, Kurt |
KURZBESCHREIBUNG | deutscher Musiker und Bandleader |
GEBURTSDATUM | 17. Dezember 1910 |
GEBURTSORT | Solingen |
STERBEDATUM | 12. Juli 1986 |
STERBEORT | Hamburg |