Necropoli di Montessu
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Die Necropoli di Montessu, abgeleitet vom Berg Monte Essu, ist eine gut erschlossene Ansammlung von etwa 40 Domus de Janas auf Sardinien. Sie erstreckt sich über einem Kilometer und liegt im Hinterland von Villaperùccio im Südwesten der Provinz Carbonia-Iglesias in einem weiten Talkessel. Das Dorf der Ozieri-Kultur, deren Leute für die Erbauer und ersten Nutzer der kupferzeitlichen Felsengräber gehalten werden, wurde in der Ebene entdeckt. In der Folge wurden die Anlagen, wie die Ausgrabungen zeigen, von den Kulturen von Abealzu-Filigosa, Monte Claro, der Glockenbecherkultur und der Bonnanaro Kultur in chronologischer Folge genutzt und ggf. um- bzw. ausgebaut.
Die glatten Frontseiten sind großzügig aus dem Fels gehauen und gegenüber den kleinen Zugängen und einigen fensterartigen Öffnungen riesenhaft. Einige der in dem weiten, vom Rio Palmas durchflossenen Talkessel liegenden Anlagen haben Bemalungen und die typischen eindrucksvollen Verzierungen aus Stiergehörnen, geometrischen Motiven, Scheintüren und konzentrischen Kreisen. In manchen der oben offenen Kammern sammelt sich Regenwasser.
Abgrenzende Temenoi und kleinere Menhire sowie Baityloi sind vertreten und beim nahen Dörfchen Terrazzu stehen die Luxia Arrabiosa, die größten Menhire der Insel. Die Funde aus Montessu zeigt das Museum in Santadi. In der Nähe liegt die Tropfsteinhöhle „Grotta is Zuddas“ und die punische Nekropole Pani Loriga.