Nummernkonto
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Ein Nummernkonto ist ein Konto, das zu Zahlungsverkehrsvorgängen und zum Sparen von Geldsummen eingesetzt werden kann.
Bei einem Nummernkonto oder Nummerndepot wird anstelle eines Namens für den Empfänger lediglich eine Nummer eingesetzt.
Die Anlage oder die Führung eines Nummernkontos ist in Deutschland aufgrund von Gesetzen nicht erlaubt, weswegen Kunden, die ein solches Konto wünschen, ins Ausland ausweichen müssen. Besonders bekannt für die Führung von Nummernkonten sind die Länder:
- Schweiz
- Liechtenstein
- Österreich
- Kanalinseln
- Andorra
- Länder der Karibik, u. a.
Häufig ist die Führung eines Nummernkontos nur noch nach außen hin anonym, da aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen zunehmend Daten von den Kunden gefordert werden. Hintergrund ist die Eignung von (insbesondere anonymen) Nummernkonten für Steuerhinterziehung und Geldwäsche.
Vor allem auf Bestreben der USA und EU und besonders seit dem 11. September 2001 ist der Druck auf die genannten Länder erhöht, verpflichtend Legitimationsprüfungen ihrer Kunden vorzunehmen ("Know your customer rules").
Die Führung eines solchen Kontos ist außerdem häufig mit dem Besitz einer Mindestmenge an Bargeld verbunden. Häufig scheuen die Banken den Aufwand, für Kunden mit einem Kapital unter einer bankabhängigen Mindestsumme ein Konto zu führen.
Auch steuerlich sind die Konten teilweise von Nachteil. Die Konten in der Schweiz beispielsweise werden, wenn sie anonym sind, automatisch belastet durch den Abzug von Kapitalertragsteuer. Hat ein ausländischer Kontoinhaber z. B. eine Anlage in Obligationen, deren Schuldner nicht in der Schweiz domiziliert ist, entfällt die Quellensteuer.