Rudolf Lasarewitsch Samoilowitsch
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Rudolf Lasarewitsch Samoilowitsch (russisch Рудольф Лазаревич Самойлович, wiss. Transliteration Rudol'f Lazarevič Samojlovič; * 1. September/13. September 1881 in Asow; † 4. März 1939 in Leningrad) war ein russisch-sowjetischer Polarforscher und Geologe.
Er nahm an der Revolution von 1905 in Russland teil und wurde dafür nach Sibirien verbannt. Nach der Rückkehr aus der Verbannung widmete er sich der Arktisforschung. Von 1912 bis 1915 führte Samoilowitsch Untersuchungen auf Spitzbergen durch.
In der jungen Sowjetunion leitete er 1920 eine Expedition, die sich mit den Möglichkeiten der Fischerei in den sibirischen Meeresgewässern beschäftigte. 1928 leitete Samoilowitsch die Rettungsexpedition auf dem Eisbrecher „Krassin“ für die Überlebenden des abgestürzten italienische Luftschiffs „Italia“ des Umberto Nobile. Im Jahr 1930 war er einer der Gründer des Arktischen Instituts in Leningrad und wurde dessen erster Direktor. 1931 übernahm er die wissenschaftliche Leitung der Arktisfahrt des deutschen Luftschiffs „Graf Zeppelin“. Von 1934 bis 1938 führte Samoilowitsch weitere Forschungsreisen in die Arktis durch. Am 24. Juli 1938 wurde Samoilowitsch verhaftet, er verstarb in der Haft.
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Rudolf Lasarewitsch Samoilowitsch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Personendaten | |
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NAME | Samoilowitsch, Rudolf Lasarewitsch |
KURZBESCHREIBUNG | Russisch-sowjetischer Polarforscher und Geologe |
GEBURTSDATUM | 13. September 1881 |
GEBURTSORT | Asow |
STERBEDATUM | 4. März 1939 |
STERBEORT | Leningrad |