Salamander
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
Der Begriff Salamander kennzeichnet - wie der Begriff Molch - keine systematische Gruppe, sondern einfach einen Vertreter aus der Amphibien-Ordnung der Schwanzlurche, der keine Flossensäume erkennen lässt. Die Bezeichnung Salamander kann synonym für Schwanzlurche im Allgemeinen gebraucht werden: Jeder Molch ist auch ein Salamander - umgekehrt gilt dies allerdings nicht! Somit können in der systematischen Klassifizierung manche Arten mit "Salamander" im Namen näher mit bestimmten "Molchen" verwandt sein als mit Salamandern anderer Familien.
Es handelt sich um langgestreckte, geschwänzte Amphibien mit nackter Haut. Zur Gruppe gehören ständig im Wasser lebende Arten wie beispielsweise der Japanische Riesensalamander oder auch ständig an Land lebende Arten wie etwa der Feuersalamander.
Salamander sind bezüglich ihrer Regenerationsfähigkeit bemerkenswerte Lebewesen. Besonders interessant ist in dieser Hinsicht der Axolotl. Verlieren diese Tiere einen Körperteil, wächst er wieder nach. Diese Regenerationsfähigkeit sorgt für vollständigen und vollwertigen Ersatz der Gliedmaße und ist auch bei erwachsenen (allerdings neotenen) Tieren gegeben.
Aus der Familie Echte Salamander und Molche (Salamandridae) kommen folgende Arten autochthon im deutschsprachigen Mitteleuropa vor:
- Alpensalamander (Salamandra atra)
- Feuersalamander (Salamandra salamandra)
- Bergmolch (Triturus alpestris)
- Alpen-Kammmolch (Triturus carnifex)
- Nördlicher Kammmolch (Triturus cristatus)
- Donau-Kammmolch (Triturus dobrogicus)
- Fadenmolch (Triturus helveticus)
- Teichmolch (Triturus vulgaris)
Zur weiteren Systematik siehe Schwanzlurche.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Mythos
Der Salamander soll nach antiken mythologischen Vorstellungen als eines der vier Elementarwesen auch im Feuer leben können (vergleiche: Feuersalamander).
[Bearbeiten] Mythos im Bereich der Alchemie
Die Alchemisten behielten das Sinnbild vom Salamander als Elementar des Feuers bei, jedoch stützt sich ihr Name weniger auf das Tier Salamandar, es wird eher angenommen, dass es sich um eine Beziehung zur Universität von Salamanca (Spanien) handelt.
Salamander galten als Geister der Wandlung und sollten den Alchemisten bei ihren Forschungen zu Diensten sein. Alchimisten hatten eine besondere Beziehung zum Feuer, dass sie als höchstes, alles beherrschendes Element betrachteten- wodurch Salamander von besonderer Bedeutung waren.
Ihre Form varriiert von einem Wurm über eine Schlange bis zu richtigen Salamandern, doch gibt es auch die Sage davon, dass besonders starke Salamander als rothaarige Frauen auftreten.
Diese Salamander wurden auch mit Verwesungs-, Reifungs- und Wandlungsprozessen in Verbindung gebracht. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass die Alchemisten die Veränderungen an Stoffen durch endotherme und exotherme Reaktionen den Salamandern zuschrieben.
[Bearbeiten] Salamandermythos im Aberglauben
Im Volk ging man davon aus, dass Salamander grundsätzlich überall sind, wo es brennt, wo der Blitz einschlägt, oder Ähnliches. Ja sogar hitzige Diskussionen und Wortgefechte sollten sie anlocken. So galten sie als äußerst zweischneidig - ohne einen Salamander konnte kein Herdfeuer entzündet werden, doch sie wurden auch für Brandstiftungen und daraus folgende Feuersbrünste verantwortlich gemacht.