Schloss Wiesenthau
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Koordinaten: 49° 42' 44,28" n. Br., 11° 8' 5,28" ö. L.
Das Renaissanceschloss Wiesenthau liegt am nordöstlichen Rand der gleichnamigen Gemeinde am Fuße des Walberla im Landkreis Forchheim, Regierungsbezirk Oberfranken.
Bei dem Bau handelt es sich um eine dreiflügelige Anlage mit vier Ecktürmen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Vorhanden sind ferner Reste einer Umfassungsmauer.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Ort wird urkundlich erstmals 1062 im Zusammenhang mit dem Königshof in Forchheim genannt. Die Herren von Wiesenthau sind urkundlich seit 1128 als Bamberger Ministeriale nachweisbar. Ob zu dieser Zeit bereits eine Burg existiert, ist nicht geklärt. Die Burg selbst wird urkundlich erstmals 1379 erwähnt.
Ursprünglich freieigener Besitz der Herren von Wiesenthau, wird am 25. Juni 1379 ein Teil der Burg an das Hochstift Bamberg verkauft. In der folgenden Zeit kommt die Burg vollständig unter Bamberger Lehnshoheit. Die Herren von Wiesenthau bleiben als Bamberger Lehnsleute weiter im Besitz der Burg.
1430 wird die Burg durch die Hussiten schwer beschädigt. Eine weitere Zerstörung erfolgt im Bauernkrieg 1525. Einen grundlegenden Umbau erfährt die Burg 1566. Abgesehen von einem kurzen Zeitraum ist die Anlage – oder zumindest ein Teil von ihr – bis zum Aussterben der Herren von Wiesenthau im Jahre 1814 immer im Besitz dieser Familie.
Nach einer umfassenden Sanierung in den Jahren 1985 bis 1992 wird die Anlage heute als Gasthof und Hotel genützt.
[Bearbeiten] Literatur
- Hellmut Kunstmann: Die Burgen der südwestlichen Fränkischen Schweiz
- T. Eckert u.a.: Die Burgen der Fränkischen Schweiz, ISBN 3-9803276-5-5
- Handbuch der historischen Stätten, Band VII, ISBN 3-520-27703-4