Smržovka
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Smržovka | |||
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Basisdaten | |||
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Staat: | Tschechien | ||
Region: | Liberecký kraj | ||
Bezirk: | Jablonec nad Nisou | ||
Fläche: | 1482 ha | ||
Geographische Lage: | Koordinaten: 50° 44' N, 15° 14' O50° 44' N, 15° 14' O | ||
Höhe: | 585 m n.m. | ||
Einwohner: | 3519 (3. Juli 2006) | ||
Postleitzahl: | 468 51 | ||
Struktur | |||
Gemeindeart: | Stadt | ||
Ortsteile: | 1 | ||
Verwaltung (Stand: 2007) | |||
Bürgermeister: | Marek Hotovec | ||
Adresse: | náměstí T. G. Masaryka 600 468 51 Smržovka |
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Website: | www.smrzovka.cz |
Smržovka (deutsch Morchenstern, früher auch Morchelstern) ist eine Stadt in der nordböhmischen Liberecký kraj im Isergebirge mit etwa 2.000 Einwohnern.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Siedlung ist 1568 zum ersten Mal erwähnt und gehörte zunächst der Familie Smiřický. Ab 1622 war sie im Besitz von Albrecht von Wallenstein, aber 1634 gehörte sie den Grafen Desfours. Lange Zeit war Smržovka ein Zentrum der Holzindustrie, ab dem 18. Jahrhundert auch der Textil- und Glasindustrie. 1868 wurde der Ort offiziell ein Marktflecken, 1905 erhielt er die Stadtrechte. Bis zum Zweiten Weltkrieg war die Stadt überwiegend von Deutschen bewohnt, die 1945 auch nur zum Teil vertrieben wurden und als Fachleute dablieben.
Die offizielle deutsche Bezeichnung für Smržovka lautet Morchenstern. Der deutsche Name ist bei der Bevölkerung etwas umstritten, weil bis etwa 1970 Morchelstern als deutsche Bezeichnung üblich war. Die Morchel ist im Stadtwappen enthalten und in der Bergregion im Isergebirge häufig anzutreffen. Im Mittelalter hatte Wallenstein der Stadt den Namen Morgenstern gegeben (nach der alten Waffe).
Smržovka liegt etwa 10 km östlich der Kreisstadt Jablonec nad Nisou (deutsch Gablonz an der Neiße) und ist die Heimatstadt des tschechischen Karikaturisten Petr Urban, der in dem Ort eine Kneipe betreibt, in der an Wänden und Decken seine Karikaturen zu sehen sind. Die Glasschleiferei hat Tradition im Ort, 'Gablonzer Bijouterie' wurde und wird in Smržovka und dem Nachbarort Tanvald in großen Mengen in Handarbeit überwiegend in familiären Schleifereien hergestellt. In der Stadt gibt es ein tschechisch-deutsches Begegnungszentrum.
[Bearbeiten] Weblinks
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