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Steueroase - Wikipedia

Steueroase

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Als Steueroasen werden Staaten oder Gebiete bezeichnet, die besonders niedrige Steuern erheben und so für Kapital aus Ländern mit höheren Steuersätzen attraktiv sind. Die Bezeichnung Offshore-Finanzplatz unterstreicht stärker regulatorische Besonderheiten, die allerdings auch in den meisten Steueroasen existieren: die Bankenaufsicht ist liberal und es wird Wert auf Diskretion gelegt. Die meisten Offshore-Finanzplätze sind Steueroasen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Charakteristika

Steueroasen sind in den meisten Fällen kleine Länder, die im Verhältnis zu den dort stattfindenden finanziellen Transaktionen und dem vorhandenen Kapital eine geringe Wirtschaftsaktivität aufweisen. Oft handelt es sich um ehemalige Dependenzen Großbritanniens. Sie zeichnen sich (auch wenn man ihre Prosperität in die Analyse mit einbezieht) durch Stabilität und gute Regierungsführung aus. Ihre wirtschaftliche Entwicklung war im Verhältnis zur restlichen Welt in den letzten Jahrzehnten sehr gut: zwischen 1982 und 1999 wuchsen sie um durchschnittlich 3,3%. [1]

[Bearbeiten] Methoden der Nutzung

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, die eigene Steuerlast unter Nutzung von Steueroasen zu optimieren. Herunterbrechen lassen sie sich auf das Ziel, Gewinne oder Einkommen, die in Hochsteuerländern erzielt werden, nicht dort versteuern zu müssen.

Privatpersonen können durch Verlagerung ihres Wohnsitzes Steuerzahlungen entgehen. V.a. Prominente wie Boris Becker, Michael Schumacher, Stefanie Graf, die sich für diesen Weg entscheiden, spielen in der öffentlichen Wahrnehmung eine größere Rolle, als ihnen in der Realität zukommt. Der Anteil der verlagerten Einkommen von Privatpersonen wird in den USA auf etwa 10% der gesamten verlagerten Einkommen geschätzt[1].

Für Unternehmen gibt es viele Wege, anfallende Gewinne zu verschieben:

  • das Unternehmen kann eine Tochterfirma für seine Auslandsgeschäfte in einer Steueroase gründen, um so Steuern auf repatriierte Gewinne zu vermeiden
  • das Unternehmen kann Investitionen in Hochsteuerländern mit Krediten von Töchtern finanzieren, die in Niedriglohnländern angesiedelt sind. Es fallen so im Hochsteuerland keine (oder weniger) Gewinne an, da Zinszahlungen an die Tochter zu leisten sind
  • Leistungen, die innerhalb des Unternehmens erbracht werden, können so verbucht werden, dass Gewinne aus Hochsteuerländern abgezogen werden. Zum Beispiel kann der Besitz an einem Patent in einer Steueroase liegen und das Unternehmen zahlt daraufhin Lizenzgebühren an seine Tochter. Dies ist ein legaler Vorgang, solange marktübliche Preise gezahlt werden. Allerdings ist dies in den meisten Fällen kaum zu überprüfen, da gehandelte Güter individuell sind und am freien Markt nicht gehandelt werden.[1]

[Bearbeiten] Problematik von Steueroasen

Als problematisch wird bei Steueroasen gesehen, dass sie größere Staaten in einen ungerechten Wettbewerb um niedrige Steuern verwickeln. Während diese ein komplexes Gemeinwesen aufrecht erhalten und Infrastruktur zur Verfügung stellen und damit Maßnahmen treffen, die für ein reibungsloses Funktionieren des Wirtschaftslebens unverzichtbar sind, halten sich Steueroasen aus diesen Bereichen heraus. Die NGO Tax Justice Network schätzt die durch Offshore-Finanzplätze verlorenen Steuereinnahmen auf weltweit etwa 255 Mrd. $ pro Jahr[2]. Die verlorenen Steuereinnahmen der USA werden auf etwa 70 Mrd. $ geschätzt[3]. Außerdem fördern sie durch ihre meist minimale Regulierung der stattfindenden Geschäftsaktivitäten Kriminalität und gefährden die Stabilität des Weltfinanzsystems (siehe dazu auch: Offshore-Finanzplatz).

Andererseits wird argumentiert, dass Steueroasen Druck auf die umliegenden Gebiete ausüben, ihre Steuern nicht zu sehr zu erhöhen, und sie so einen Nutzeffekt für die Bürger dieser Gebiete auch dann haben, wenn diese sich nicht der Steueroasen bedienen, um ihre Steuerlast zu senken. Diese Theorie geht davon aus, dass die Demokratie im Punkt der Steuerfestsetzung versagt und die Steuern tendenziell höher festgelegt werden, als dies für die Bürger optimal wäre.

[Bearbeiten] Initiativen

[Bearbeiten] Staatliche Initiativen

Als Reaktion auf die Steuerproblematik startete die OECD (zusammen mit einigen anderen Initiativen zur Regulierung von Offshore Finanzzentren) im Jahr 1998 die sogenannte "Harmful Tax Competition" Initiative. Es wurden insgesamt 41 Länder identifiziert, deren Steuergesetzgebung offensichtlich nicht konform mit einem fairen Wettbewerb war. Probleme gab es beim Start der Initiatve, weil die OECD Mitglieder Schweiz, Österreich, Belgien und Luxemburg ihr Bankgeheimnis gefährdet sahen. Nachdem die Forderungen etwas gelockert wurden, konnten allerdings die meisten identifizierten Länder zum Einlenken bewegt werden: im Februar 2007 befanden sich noch Andorra, Guatemala, Liberia, Liechtenstein, die Marschall-Inseln, Monaco und Nauru auf der Liste.[4]

Regulierungserfolge im Bereich des Steuerwettbewerbs wurden auch durch bilaterale Verträge erreicht. Vor allem die USA und die EU können in ihren wirtschaftlichen Einflussbereichen kleinere Länder zur Kooperation nötigen. Zum Beispiel wurden manche Länder gezwungen, ihre Ungleichbehandlung von In- und Ausländern aufzugeben (Inländer mussten höhere Steuern entrichten als Ausländer) was aber in einigen Fällen nicht zu höheren Steuern für Ausländer führte, sondern Inländern niedrigere Steuersätze bescherte.[4]

Im Jahr 2005 wurde die Europäische Richtlinie zur Zinsbesteuerung eingeführt, die allerdings wie auch die anderen Initiativen zur Bekämpfung von Steuerflucht kein durchschlagender Erfolg war. Die blockierenden Länder waren wiederum die Schweiz, Luxemburg, Belgien und Österreich die durchsetzten, dass statt dem Austausch von Informationen (Meldeverfahren) alternativ auch eine Quellensteuer auf Kapitalerträge abgeführt werden konnte (Rückbehalt). Da die Definition von "Kapitalerträgen" sehr eng gefasst war, ist die abgeführte Quellensteuer der betreffenden Länder bisher sehr gering (210 Mio. € bis 2007).[4]

Die Bundesregierung hat mit dem Strafbefreiungserklärungsgesetz den Versuch unternommen, Steuerflüchtlinge dazu zu motivieren, nach Deutschland zurückzukehren, und ihnen Straffreiheit zugesichert.

[Bearbeiten] Nicht-Regierungsinitiativen

Globalisierungskritische Organisationen wie attac, Oxfam und das Tax Justice Network fordern seit langem die „Schließung“ von Steueroasen, also international verbindliche Absprachen unter Staaten, dass nirgends Reiche steuerfrei leben können. Da aber gerade die Klein- und Kleinststaaten unter den Steueroasen ohne ihren Status als Oasen nur sehr schwer ihre Unabhängigkeit bewahren könnten und im Übrigen viele Großkonzerne, Wirtschaftsführer und insbesondere auch politische Entscheidungsträger der führenden Wirtschaftsnationen selbst zu den Nutznießern dieser Oasen zählen, ist dies politisch sehr schwer durchsetzbar.

[Bearbeiten] Bekannte Steueroasen

Bekannte Steueroasen sind (nach OECD[5] und Diamond und Diamond[6] ):

* - nur in der Liste der OECD enthalten [5]

** - nur in der Liste von Diamond und Diamond enthalten [6]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  1. a b c Dharmapala, Dhammika und Hines Jr., James R. (2006) Which Countries Become Tax Havens?
  2. TJN (2005) The Price of Offshore
  3. The Economist (2007) Places in the sun
  4. a b c The Economist (2007) All together now
  5. a b OECD (2000) 2000 Progress Report: Towards Global Tax Co-operation: Progress in Identifying and Eliminating Harmful Tax Practices
  6. a b Liste nach: Diamond, W. H. und Diamond, D. B. (2002) Tax Havens of the World. Matthew Bender Books. nach: Dharmapala, Dhammika und Hines Jr., James R. (2006) Which Countries Become Tax Havens?

[Bearbeiten] Weblinks

wikt:
Wiktionary
Wiktionary: Steueroase – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
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