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Bahnstrecke Zürich–Winterthur - Wikipedia

Bahnstrecke Zürich–Winterthur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Bahnstrecke ZürichWinterthur (Fahrplanfeld 750) wurde 1855 eröffnet. Sie führt von Zürich Hauptbahnhof über mehrere Streckenäste nach Winterthur und ist ein Nadelöhr im Schweizer Schienenverkeher. Praktisch alle Linien des Kernnetzes der S-Bahn Zürich befahren Teile dieser Strecke.

Der Hauptast Zürich-Winterthur ist ein Teil der Bodenseebahn der ehemaligen Schweizerischen Nordostbahn, die von Zürich über Winterthur, Frauenfeld und Weinfelden nach Romanshorn führt. Das erste Teilstück zwischen Winterthur und Oerlikon wurde 1855 eröffnet, die Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und Oerlikon 1856. Die Strecke war von Beginn an mehrheitlich doppelspurig. Sie führt von Zürich HB über Wipkingen nach Oerlikon und von dort über Wallisellen, Dietlikon und Effretikon nach Winterthur. 1902 ging die Strecke ins Eigentum der SBB über und wurde Anfangs der 1920er-Jahre elektrifiziert.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Streckenabschnitte

Einzig auf dem Abschnitt von Effretikon nach Winterthur gibt es keine Parallelstrecke. Zürich Hauptbahnhof und Oerlikon sind mittels zwei Tunnelstrecken verbunden. Eine dritte Strecke, die «Durchmesserlinie Altstetten/Wiedikon–Zürich HB–Oerlikon» ist in Planung. Von Oerlikon nach Effretikon gibt es drei Verbindungen: über Wallisellen, Kloten und den Flughafen. Die Zürichberglinie, die vom Hauptbahnhof über Stadelhofen nach Effretikon führt, wird von wenigen Ausnahmen abgesehen nur von S-Bahn-Zügen befahren.

Eine zusätzliche Verbindung durch den noch zu bauenden Weinbergtunnel ist in der Projektierungsphase.

[Bearbeiten] Wipkingerlinie (Zürich HB–Wipkingen–Oerlikon)

Dies ist die erste Verbindung zwischen Zürich HB und Oerlikon. Sie wurde 1856 eröffnet und führt heute über die Vorbahnhofsbrücke und den Wipkinger-Viadukt nach Wipkingen und von dort durch den Wipkinger-Tunnel nach Oerlikon. Der Abschnitt wird von einem Teil der Fernverkehrszüge und den Linien S2, S8 und S14 befahren

Aufnahme von 1898: Der Aussersihler Viadukt
Aufnahme von 1898: Der Aussersihler Viadukt
Zürich HB–Wipkingen–Oerlikon
-0,6 Zürich HB
Viadukt Aussersihl 834 m
Brücke Sihlquai Limmat 103 m
2,3 Zürich Wipkingen
Wipkingertunnel 959 m
Linie von Zürich HBHardbrücke
4,7 Zürich Oerlikon
Strecken nach Wallisellen/Seebach/Glattbrugg/Opfikon/Flughafen

[Bearbeiten] Käferberglinie (Zürich HB–Hardbrücke–Oerlikon)

Die Käferberglinie ist die zweite Verbindung zwischen Oerlikon und dem Hauptbahnhof. Sie wurde 1969 als Direktverbindung zwischen Oerlikon und Altstetten für Güterzüge gebaut. 1979 wurde die Doppelspurbrücke zum HB mit der Haltestelle Hardbrücke eröffnet. Nach einem Ausbau halten seit 1990 an der Hardbrücke auch die S-Bahn-Züge ins Limmattal. Die Käferberglinie wird von den Zügen der S5, S6, S7 und S16 befahren.

Zürich HB–Hardbrücke–Oerlikon
-1,7 Zürich HB
0,2 Linie nach Altstetten
0,2 Zürich Hardbrücke
Hardturmviadukt 1126 m
Verbindungslinie von Zürich Altstetten
Hardturmviadukt (Limmat) 1126 m
Käferbergtunnel 2119 m
Linie von Zürich HBWipkingen
4,7 Zürich Oerlikon
Strecken nach Wallisellen/Seebach/Glattbrugg/Opfikon/Flughafen

[Bearbeiten] Flughafenlinie (Oerlikon–Bassersdorf–Effretikon)

1980 wurde die Flughafenlinie zwischen Oerlikon und Bassersdorf eingeweiht. Sie schliesst den Flughafen Zürich an den Schweizer Schienenverkehr an. Der Flughafenbahnhof liegt unter dem Check-In 3. Sämtliche Fernverkehrszüge zwischen Zürich und Winterthur sowie die Linien S2 und S16 befahren diese Linie.

Oerlikon–Flughafen–Bassersdorf–Effretikon
Strecke von Zürich HB/Altstetten
4,7 Zürich Oerlikon
Glattalstrasse 92 m
5,4 Furttallinie nach SeebachWettingen
5,6 Verbindungslinie von Wettingen–Seebach
6,6 Strecke nach GlattbruggBülach
6,7 Strecke nach OpfikonKlotenBassersdorf
Opfikertunnel 299 m
Strecke Opfikon–Kloten
Flughafentunnel 1215 m
9,5 Zürich Flughafen
Hagenholztunnel 2837 m
Dorfnest, Abzweig der Linie von Oerlikon–Kloten
14,8 Bassersdorf
18,8 Hürlistein, Abzweig der Strecken von Wallisellen und Stettbach
20,3 Effretikon
Strecke nach Winterthur und Wetzikon

[Bearbeiten] Oerlikon–Wallisellen–Effretikon

Der Abschnitt Oerlikon–Effretikon ist die Fortsetzung der Wipkingerlinie und wurde 1855 von der Schweizerischen Nordostbahn eröffnet. Bis zur Eröffnung der Flughafenlinie trug dieser Abschnitt die Hauptlast des Fernverkehrs. In Wallisellen zweigt die Glatttallinie (Fahrplanfeld 740) nach DübendorfUsterRapperswil SG ab, in Dietlikon mündet die Zürichberglinie ein. Der Abschnitt wird von den Linien S3(ab Dietlikon), S8 und S14 (bis Wallisellen) befahren.

Oerlikon–Wallisellen–Dietlikon–Effretikon
Strecke von Zürich HB/Altstetten
4,7 Zürich Oerlikon
8,3 Wallisellen
Linie nach DübendorfUster
Zürichberglinie von StadelhofenStettbach
11,0 Dietlikon
15,3 Hürlistein
16,8 Effretikon
Strecke nach Winterthur

[Bearbeiten] Oerlikon–Kloten–Bassersdorf

Die ehemalige SNB-Strecke Bassersdorf–Kloten–Opfikon wurde 1877 eröffnet und in den 1920er Jahren elektrifiziert. Heute wird die Linie von der S7 befahren.

Oerlikon–Kloten–Bassersdorf
Strecke von Zürich HB/Altstetten
4,7 Zürich Oerlikon
Brücke Glattalstrasse 92 m
5,4 Linie nach SeebachWettingen
Schärenmoosviadukt 647 m bzw. 561 m
Verbindungslinie von Wettingen–Seebach
5,6 Linie nach GlattbruggBülach
6,7 Linie nach Zürich FlughafenBassersdorf
Opfikontunnel 257 m
7,2 Opfikon
Überwerfung und Glattbrücke ? m
8,8 Balsberg
10,0 Kloten
10,0
11,3
Dorfnest, Abzweig der Linie von Zürich Flughafen
14,8 Bassersdorf
Strecke nach Effretikon

[Bearbeiten] Zürichberglinie (Zürich HB–Stadelhofen–Dietlikon/Dübendorf)

1990 wurde die Zürichberglinie der S-Bahn Zürich zwischen Zürich HB und Dietlikon/Dübendorf eröffnet. Sie wird von den Linien S3, S5, S9 und S12 befahren.

Zürich HB–Stadelhofen–Stettbach–Dietlikon
Strecke von Hardbrücke
99,0 Abzweig der Gleise in die Haupthalle des Hauptbahnhofs
99,3 Vorbahnhoftunnel
99,9 Zürich-Museumstrasse
Hirschengrabentunnel 2148 m
101,0 Rämistrassetunnel
101,6 Zürich Stadelhofen
102,2 Kreuzbühlstrassetunnel
102,3 Linie nach Zürich Tiefenbrunnen–Meilen–Rapperswil
Zürichbergtunnel 4968 m
106,9 Stettbach
107,0 Sagentobelbachwegtunnel
Neugutviadukt 920 m
108,0 Linie nach Dübendorf
Föhrlibucktunnel 199 m
Weidenholzviadukt 550 m
109,4 Linie von Wallisellen
110,2 Dietlikon
Strecke nach Effretikon
Stettbach–Dübendorf
Strecke von Zürich HB-Stadelhofen
106,9 Stettbach
107,0 Sagentobelbachwegtunnel
Neugutviadukt 920 m
108,0 Linie nach Dietlikon
108,1 Linie von Wallisellen
109,7 Dübendorf
Strecke nach UsterRapperswil/Hinwil

[Bearbeiten] Effretikon–Winterthur

Der Abschnitt Effretikon–Winterthur ist die Fortsetzung der Linie von Zürich über Oerlikon, Wallisellen, Dietlikon, Effretikon und wurde 1855 von der Schweizerischen Nordostbahn eröffnet. 1862 wurde die Strecke mit einer zweiten Spur ergänzt. 1877 baute die konkurrierende Schweizerische Nationalbahn (SNB) ein weiteres Geleise neben der bestehenden Doppelspur für ihre Strecke von Baden Oberstadt über Wettingen–Seebach–Kloten nach Winterthur. Doch schon 1878 erfolgte wegen finanziellen Problemen die Zwangsliquidation der SNB und die Schweizerische Nordostbahn übernahm diese Gesellschaft. Im Jahre 1882 wurde darauf das dritte Geleise der ehemaligen SNB abgebrochen.

Heute wäre ein drittes Geleise von Nutzen, denn diese Strecke ist ein Nadelöhr der Verbindung von Zürich über Winterthur in die Ostschweiz und gilt als eine der meist befahrenen Doppelspurstrecken im Bahnnetz des Landes. Um die Streckenkapazität zu erhöhen, gab es schon viele verschiedene Projekte, so den Wiederaufbau des dritten Geleises durch die Enge bei Kemptthal, oder eine neue Linie unterirdisch als Fortsetzung der Flughafenlinie ab Dorfnest bei Bassersdorf nach Winterthur. Diese Bemühungen scheiterten aber bisher immer an der Finanzierung. Als Notlösung wurde bisher ein Dreispurausbau der Linie nach der Autobahnunterführung bei der Tössmühle bis in den Bahnhof Winterthur realisiert.

Effretikon–Winterthur
Strecke von Dietlikon/Bassersdorf
16,8 Effretikon
Linie nach IllnauWetzikon
20,5 Kemptthal
Autobahntunnel ? m
Tössbrücke 61 m
Abzweig der Linie von Bülach–Winterthur Töss
26,1 Winterthur
Strecken nach Schaffhausen/Stein am Rhein/Frauenfeld/Wil/Rapperswil

[Bearbeiten] Betrieb

[Bearbeiten] S-Bahn

Die Strecke wird zur Zeit von 10 S-Bahn-Linien und zwei Nacht-S-Bahn-Linien ganz oder teilweise befahren.

  • S2 Ziegelbrücke – Pfäffikon SZ – Thalwil – Zürich HB – Oerlikon – Zürich Flughafen – Effretikon
  • S3 (Olten –) Aarau – Lenzburg – Dietikon – Zürich HB – Stadelhofen – Effretikon – Pfäffikon ZH – Wetzikon
  • S5 Rafz/Niderweningen – Oberglatt – Oerlikon – Zürich HB – Stadelhofen – Uster – Rapperswil – Pfäffikon SZ
  • S6 Baden – Regensdorf – Oerlikon – Zürich HB – Stadelhofen – Küsnacht – Meilen – Uetikon
  • S7 Rapperwil – Meilen – Zürich Stadelhofen – Zürich HB – Hardbrücke – Oerlikon – Opfikon – Kloten – Winterthur
  • S8 Pfäffikon SZ – Thalwil – Zürich HB – Oerlikon – Wallisellen – Effretikon – Winterthur (ohne Halt zwischen Effretikon und Winterthur)
  • S9 Zug – Affoltern a.A. – Altstetten – Zürich HB – Stadelhofen – Dübendorf – Uster
  • S12 Brugg – Baden – Dietikon – Zürich HB – Stadelhofen – Stettbach – Winterthur – Seuzach/Seen (ohne Halt zwischen Stettbach und Winterthur)
  • S14 Zürich HB – Wallisellen – Dübendorf – Uster – Wetzikon – Hinwil
  • S15 Rapperswil – Wetzikon – Uster – Stadelhofen – Zürich HB – Altstetten – Birmensdorf ZH
  • S16 Herrliberg-Feldmeilen – Zürich Stadelhofen – Zürich HB – Hardbrücke – Oerlikon – Zürich Flughafen – Winterthur – Schaffhausen
  • SN1 Zürich HB – Stadelhofen – Dietlikon – Effretikon – Winterthur (ZVV-Nachtnetz)
  • SN5 Zürich HB – Stadelhofen – Dübendorf – Uster – Rüti – Rapperswil (ZVV-Nachtnetz)

Zu den Hauptverkehrszeiten verkehren zudem etliche Zusatzzüge.

[Bearbeiten] Fernverkehr

Neben den S-Bahn-Zügen wird die Strecke von sämtlichen Fernverkehrszügen in die Ostschweiz befahren. Täglich verkehrende Fernverkehszüge:

[Bearbeiten] Überiger Verkehr

Die Strecke wird von sämtlichen Güterzügen von/nach der Ostschweiz befahren.

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