Baschkiren
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Die Baschkiren (Eigenbezeichnung: Başqort, Pl.Başqorttar ) sind ein Turkvolk im russischen Uralgebirge. Sie sind das namensgebende Volk Baschkortostans.
Ca. 68% der Baschkiren leben als Titularnation in der russischen autonomen Republik Baschkortostan, der Rest in Tatarstan und den Nachbarrepubliken.
Die Baschkiren waren bereits Anfang des 10. Jahrhunderts als nomadisierende Viehzüchter zwischen Wolga, Kama und Ural ansässig, bis sie im 13. Jahrhundert von den Mongolen unterworfen wurden. Ab dem 16. Jahrhundert wurden sie mit der Eroberung der mongolischen Khanate durch Iwan IV. russische Untertanen. Im heutigen Russland sind sie das zweitgrößte muslimische Volk.
Sie sprechen die baschkirische Sprache. Zusammen mit den Tataren waren sie für ihre Bienenzucht bekannt. Sie züchten gelockte Ponys, die Baschkire genannt werden. Sie nutzen sie als Reit- und Zugtiere, zur Fleischproduktion und zur Milchgewinnung.
[Bearbeiten] Kopfzahlen
Insgesamt gibt es 1,8 Millionen Baschkiren auf der Welt, davon
- 1,673,389 (2002)[1] in Russland
- 41.000 in Usbekistan
- 24.000 in Kasachstan (1999) [2]
- 5.000 in Tadschikistan
- 4.300 in der Ukraine (2001) [3]
- 3.300 in Kirgisistan
- 2.600 in Turkmenistan
- 1.300 in Weißrussland
- 700 in Lettland
- 400 in Litauen
[Bearbeiten] Religion
siehe Islam in Russland
[Bearbeiten] Geschichte
siehe Geschichte der Republik Baschkortostan.