Battlezone (PC)
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Battlezone | ||
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Entwickler: | Pandemic Studios | |
Verleger: | Activision | |
Publikation: | 1998 | |
Plattform(en): | PC mit Windows | |
Genre: | Mix aus Echtzeit-Strategiespiel und Actionspiel | |
Spielmodi: | Singleplayer, Multiplayer | |
Thematik: | {{{Thematik}}} | |
Steuerung: | Tastatur, Maus | |
Systemminima: | Pentium PC mit 120MHz Prozessor, 16MB RAM, SVGA-Grafikkarte, 130MB auf der Festplatte, 2x CD-ROM-Laufwerk (empfohlen: Pentium PC mit 166 MHz Prozessor für 640 x 480 Auflösung und eingeschaltete Texturen) |
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Medien: | 1 CD | |
Sprache: | Deutsch | |
Altersfreigabe: | PEGI: Keine Klassifizierung |
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Information: | Aktuelle Version: 1.4 |
Battlezone ist ein Mix aus einem Echtzeit-Strategiespiel und einem Actionspiel. Es erschien 1998 für Windows und wurde von der Firma Pandemic Studios entwickelt, den Vertrieb übernahm die Firma Activision. Es gilt als Begründer eines neuen Subgenres in Form der Actionstrategie.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Allgemeine Informationen
Battlezone vereint erstmals zwei zuvor bestehende Genres in einem Spiel, das der Echtzeitstrategie, welches seit einigen Jahren durch Vertreter wie z.B. der Command & Conquer- und Warcraft-Reihen popularisiert wurde, und dem Actionspiel in Form von Egoshootern und Spielen, in denen Panzer oder Mechs (Beispiel: die Mechwarrior-Reihe) gesteuert werden.
[Bearbeiten] Handlung
In den fünfziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts ging über der Beringsstraße ein Meteoritenschauer nieder. Die Meteoriten enthielten ein geheimnisvolles Material, das Biometall, mit dem Raumschiffe gebaut werden konnten. Die Amerikaner gründeten darauf die National Space Defense Force (NSDF), auf sowjetischer Seite entstand die Cosmo Colonist Army (CCA). Beide führten einen von der Weltöffentlichkeit unbemerkten Krieg gegeneinander, der sie vom Erdmond aus zu mehreren Planeten und Monden des Sonnensystems führte, im einzelnen sind dies die Planeten Mars und Venus, die Jupitermonde Io und Europa, der Saturnmond Titan und als letzte Station der zur Handlungszeit des Spiel entdeckte, in Wirklichkeit fikitive Uranusmond Achilles. Im Laufe des Spiels trifft der Spieler, egal mit welcher Fraktion gespielt wird, auf die Urheber des Materials in Form von feindlich gesinnten Aliens, was schließlich die beiden irdischen Erzfeinde dazu zwingt sich gegen diese zu verbünden.
[Bearbeiten] Gameplay
Im Echtzeit-Strategieteil von Battlezone ergeben sich dieselben Aufgaben und Handlungsweisen wie bei den reinen Strategie-Vertretern, der Unterschied liegt in den verschiedenen Perspektiven, von denen dies aus geschehen kann. Es ist möglich, von der Vogelperspektive aus den Auf- bzw. Ausbau einer Basis zu betreiben, aber ebenso auch von der Egoperspekive aus, da es das Prinzip des Spiels ist, dass man eine festgelegte Person selbst von der Egoperspektive aus steuern und mit ihr beliebige Fahrzeuge übernehmen kann. Es ist möglich sowohl von innerhalb als auch außerhalb der Fahrzeuge den Auftrag zum Bau von Gebäuden zu geben, indem mit der Maus auf ein freies Gebiet gezeigt wird. Es wird die benötigte Fläche angezeigt und selbige grün markiert, sofern ein Bau möglich ist, oder rot, sofern kein ausreichender Platz vorhanden ist oder sich das Gebiet zu weit außerhalb befindet.
Die vom Spieler gesteuerte Einheit kann sich sowohl zu Fuß als auch mit einem Fahrzeug frei über die ganze Karte bewegen, soweit dies vom Gelände her möglich ist. Unbesetzte Fahrzeuge können umgehend übernommen werden, andernfalls wird bei Fahrzeugen der eigenen Fraktion der derzeitige Fahrer aussteigen und dem Spieler das Fahrzeug überlassen. Hierzu kann auch eigens ein Kamerad mit seinem Fahrzeug herbeigerufen werden. Sofern man sich außerhalb eines Fahrzeugs befindet lassen sich feindliche Fahrer mit einem Snipergewehr erledigen, um deren Fahrzeuge zu übernehmen. Damit ist es möglich unbemerkt in die gegnerische Basis zu gelangen. Der Einsatz des Snipergewehrs kann auch in dem Fall erforderlich sein, falls man in Ermangelung eines unmittelbar verfügbaren Begleiters in diesem Moment alleine zu Fuß unterwegs ist und auf einen Feind stößt.
Im Verlustfall des eigenen Fahrzeugs wird man per Schleudersitz hinausbefördert, ist dann allerdings zu Fuß (sofern nicht ein sofortiger Fahrzeugersatz organisierbar ist) verwundbar, was in derselben Situation dann allerdings gleichermaßen für den Gegner gilt, dessen zu Fuß fliehende Piloten getötet werden können. Entsprechend muss darauf geachtet werden, dass nicht zuviele eigene fliehende Piloten vom Gegner erledigt werden, da sonst keine Piloten mehr zur Verfügung stehen.
Das Herz der Basis ist der Recycler, der auf einem Geysir platziert werden muss. Alle anderen Gebäude werden innerhalb eines begrenzten Umkreises um dieses Gebäude herum platziert. Es lassen sich mobile Abwehrtürme erstellen, die nicht an diesen Bereich gebunden sind, sondern beliebig auf der Karte einsetzbar sind. Größere Abwehrtürme müssen allerdings im Basisbereich stehen. In der Fabrik, die ebenfalls auf einem Geysir platziert werden muss, lassen sich verschiedene Einheiten wie z.B. Panzer oder Mechs produzieren. Im Gegensatz zu den reinen Echtzeit-Strategiespielen ist die maximal produzierbare Menge auf 10 Fahrzeuge jeweils für die Offensive und Defensive begrenzt, da sonst die Übersicht verloren gehen würde. Den Fahrzeugen können einzeln oder als Gruppe zusammengefasst Befehle gegeben werden dem Spieler zu folgen oder den Gegner anzugreifen. Des weiteren gibt es eine Versorgungseinheit, die Reparatur- und Munitionskits auf beliebige Punkte der Karte katapultieren kann. Diese können von einem selbst aufgesammelt werden, zusätzlich kann man seine Begleiter anweisen diese aufzusammeln, indem man einen Begleiter auswählt und anschließend auf das Kit zeigt.
Das Biometall findet sich in begrenzter Menge auf den Karten und kann von speziellen Sammlereinheiten zum Recycler gebracht werden. Zerstörte feindliche Einheiten ergeben wieder neue Biometallvorkommen, womit auch auf längere Sicht von Zeit zu Zeit ein begrenzter Nachschub an Rohstoffen gewährleistet werden kann.
Das Spiel hat insgesamt 25 Missionen, wobei 17 auf die NSDF und 8 auf die CCA entfallen, die der CCA sind für fortgeschrittene Spieler konzipiert. Die Ziele variieren über die Zerstörung einer gegnerischen Basis über das Halten eines bestimmten Punktes bis hin zu Bergungs-, Eskortierungs- und Aufklärungsmissionen. Bei einigen Missionen ändern sich die Ziele oder werden im Laufe des Spiels ergänzt.
[Bearbeiten] Grafik
Es sind die Auflösungen 400 x 300, 512 x 384 und 640 x 480 möglich. 3D-Beschleunigung (über Direct 3D, 3D-Karte benötigt) ist optional, der Detailsgrad lässt sich einstellen. Die Darstellung der Planeten und Monde entspricht dem tatsächlichen Aussehen, soweit dieses von den 3D-Beschleunigern der damaligen Zeit technisch machbar ist. Zwischensequenzen erfolgen innerhalb der Grafikengine.
[Bearbeiten] Sound
Für die deutsche Version wurden die Synchronsprecher von Clint Eastwood und Jack Nicholson engagiert, die mit ihrer Stimme der Handlung eine dramatischere Note verpassen. Auf der russischen Seite spricht der Sprecher mit einem starken russischen Akzent, der dem Spiel durch seine beabsichtigte Überzogenheit eine leichte Selbstironie verleiht. Die Musik ist eher dezent und dem Spielszenario angepasst.
[Bearbeiten] Multiplayer
- Modem (bis zwei Spieler), Netzwerk und Internet (bis acht Spieler)
- Deathmatch
- Strategiemodus
- Jeder Spieler benötigt eine CD
[Bearbeiten] Rezeption des Spiels
Battlezone wurde in der Fachpresse als Revolution gefeiert und mit Höchstwertungen versehen, es erhielt vom bekannten englischsprachigen Onlinespieleportal Gamespot die Wertung 9,4 von 10 Punkten [1], eine der höchsten Wertungen dort überhaupt. Ein Wertungsdurchschnitt von 23 Publikationen, der direkt von dem vorgenannten Test aus aufgerufen kann, kommt noch auf einen Wert von 8,8 von 10 Punkten. In der deutschen Presse sah dies nicht anders aus, so vergab PC Player 90%, Gamestar 89%, PC Action 87% und PC Games 86%. Battlezone gilt als Musterbeispiel für die Diskrepanz zwischen Kritikerlob und Verkaufserfolg, da es zu einem Flop wurde. Der Hersteller sah einen möglichen Grund im Fehlen eines Kopierschutzes, allerdings stellte ein trotz Tutorial komplexes Spiel, das zuerst einmal selbst für erfahrene Spieler eine gewisse Umgewöhung auf ein neues Spielprinzip erfordert, von vornherein ein gewisses kommerzielles Risiko dar.
[Bearbeiten] Nachfolger
Anfang 2000 erschien mit Battlezone II ein ähnlicher Nachfolger, dem das gleiche Schicksal wie sein Vorgänger anhaftete: viel Kriktikerlob, aber kein Verkaufserfolg.