Beschleunigter Personenzug
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Der Beschleunigte Personenzug war eine Zuggattung der Eisenbahn, die in Deutschland von 1922 bis 1928 verkehrte.
Beschleunigte Personenzüge fuhren zuschlagfrei mit Wagen der zweiten bis vierten Wagenklasse über sehr weite Strecken (z.B. von Berlin nach Aachen, Frankfurt am Main, Köln, München, Ostpreußen oder Schlesien). Von der Reisegeschwindigkeit her waren sie mit Eilzügen vergleichbar. So benötigte der schnellste zuschlagpflichtige (FD-)Zug von Berlin nach Köln acht Stunden, der Beschleunigte Personenzug jedoch rund zwölf Stunden. Durch die niedrigen Fahrpreise in der vierten Wagenklasse sollte jedoch eine preiswerte Fahrgelegenheit für Fahrgäste mit geringem Einkommen geboten werden. Oft fuhren die BP-Züge nachts oder in Tagesrandlage, um den geringverdienenden Fahrgästen einen (unbezahlten) Urlaubstag zu ersparen.