Christian Joseph Jagemann
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Christian Joseph Jagemann (* 1735 in Dingelstädt; † 5. Februar 1804 in Weimar) war ein deutscher Gelehrter, Hofrat und Bibliothekar.
Jagemann wurde entgegen seiner Neigung von seinen Eltern dazu bestimmt, ein Mönch zu werden. 1752 tritt er in das Augustinereremitenkloster Konstanz ein, flieht jedoch schon bald nach Dänemark, wo er Hauslehrer wird. Um sich mit seinen Eltern zu versöhnen und wegen Heimweh kehrt er in seine Heimat zurück und muss zur Sühne als katholischer Priester nach Rom und Florenz gehen. Nach seiner Heimkehr wurde er vom Kurfursten von Mainz 1774 zum Direktor eines kirchlichen Gymnasiums in Erfurt ernannt. Nach dem Tod des Kurfürsten verlor er diese Stelle im folgenden Jahr. Er trat zum Protestantismus über und wurde 1775 Rat und Bibliothekar der Herzogin Anna Amalia in Weimar. Durch seine Veröffentlichungen förderte er die Kenntnisse des älteren Italienischen in Deutschland.Sein Nachfolger in diesem Amt wurde Karl Ludwig Fernow.
[Bearbeiten] Kinder
- Karoline Jagemann (1777-1848), Schauspielerin und Sängerin, Geliebte des Großherzogs Karl August von Sachsen-Weimar, der ihr das Rittergut Heygendorf schenkte
- Ferdinand Jagemann (1780-1820), Maler, Schüler von Kraus in Weimar und Füger in Wien, malte Bildnisse u.a. auch von Goethe
[Bearbeiten] Werke
- Geschichte der freien Künste und Wissenschaften in Italien, 5 Bände, 1777-1781
- Magazin der italienischen Literatur und Künste, 8 Bände, 1780-1785
- Italienisches Wörterbuch, 4 Bände, 1805
- Übersetzung: "Die Hölle" aus Dante's "Göttliche Komödie" 1780-1782 (elektronischer Text der Übersetzung auf www.dantealighieri.dk)
[Bearbeiten] Weblinks
Personendaten | |
---|---|
NAME | Jagemann, Christian Joseph |
KURZBESCHREIBUNG | deutscher Hofrat und Bibliothekar |
GEBURTSDATUM | 1735 |
GEBURTSORT | Dingelstädt |
STERBEDATUM | 5. Februar 1804 |
STERBEORT | Weimar |
Kategorien: Mann | Deutscher | Autor | Hofbeamter | Geboren 1735 | Gestorben 1804