Chrome SpecForce
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Chrome SpecForce | ||
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Entwickler: | Techland | |
Verleger: | Koch Media AG | |
Publikation: | 02.06.2005 | |
Plattform(en): | PC (Windows) | |
Genre: | Ego-Shooter | |
Spielmodi: | Einzelspieler und Mehrspieler | |
Thematik: | {{{Thematik}}} | |
Steuerung: | Maus und Tastatur | |
Systemminima: | 1,3 GHz CPU, 256 MB RAM, DirectX 9.0 64 MB Grafik, DirectX 9.0 Sound, 1,8 GB HDD-Speicher | |
Medien: | 2 CD-ROM | |
Sprache: | Deutsch | |
Altersfreigabe: | PEGI:![]() |
USK:![]() |
Information: |
Der Ego-Shooter Chrome SpecForce vom polnischen Entwickler Techland („Chrome“, „Call of Juarez“) wurde 2004 vom deutschen Publisher Koch Media veröffentlicht. Das Spiel basiert auf dem Vorläufer Chrome, ist jedoch kein Sequel, sondern erzählt eine Vorgeschichte zum Helden Bolt Logan. Ursprünglich war SpecForce als Add-On geplant, wurde aber dann als Stand Alone Spiel herausgebracht. Chrome SpecForce hat ähnliche Merkmale wie Chrome: riesige Level und gute Story. Grafisch gibt es im Vergleich zum Vorgänger kaum Neuerungen, die Story jedoch wird oft als ausgeprägter bewertet. SpecForce nutzt jetzt als Kopierschutz einen CD-Key und den unbeliebten Schutztreiber „Starforce“.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Technik
[Bearbeiten] Engine und KI
Das Spiel nutzt wieder die Chrome Engine, die immer noch große Gebiete ohne nachzuladen darstellt. Chrome SpecForce spielt jetzt auf einem einzigen Planeten, der fast nur aus Wäldern besteht. Daher herrschen hier vor allem die Farben Grün und Braun vor. Wüstenlandschaften wie im Vorgänger gibt es nicht mehr. Die Engine wurde leicht verbessert und stellt jetzt Wassereffekte besser dar, die Lichteffekte und Explosionen wirken immer noch sehr realistisch. Unter anderem wurde auch ein Fehler beseitigt: So konnte man in Chrome weder von Klippen stürzen, noch kleine Tümpel oder größere Gewässer durchwaten bzw. -schwimmen. Jetzt ist beides möglich, auch wenn Logan immer noch nicht schwimmen kann. Die gute Physik-Engine zeigt sich auch bei getöteten Gegnern, die von einer Klippe stürzen. Grafisch hat sich sonst im Vergleich zum Vorgänger nicht viel geändert: Texturen sehen nur noch etwas realistischer aus und die Animationen und das Ragdoll-System wurden verbessert. Jetzt fliegen tote Soldaten bei Explosionen meist noch weiter und noch realistischer durch die Luft. Auch fallen Leichen realistischer zu Boden und können durch weitere Schüsse noch „bearbeitet“ werden. Es gibt im Spiel nur noch eine einzige in der Engine erzählte Zwischensequenz, die noch dazu sehr kurz ist.
Die KI ist im Vergleich zu Chrome schlechter geworden. Das liegt nicht an der eigentlichen KI selbst, sondern an Scriptereignissen, die in SpecForce häufiger vorkommen als im Vorgänger. So sucht ein Bot, der unter Beschuss steht, der KI folgend Deckung hinter einigen Kisten oder Fässern. Dann jedoch überwiegen die Scripte und der Bot steht wieder auf, um dann vom Spieler niedergeschossen zu werden. Seltener kommt es vor, dass ein Bot sinnlos gegen eine Mauer rennt. Nur die tierischen Bewohner des Planeten – dinosaurierähnliche Echsen – versuchen, den Spieler oder seine Verbündeten auf geradem Weg zu erreichen und laufen dabei unter anderem gegen Felsen oder Bäume.
[Bearbeiten] Sounds und Musik
Die Soundqualität ist wie im Vorgänger immer noch hervorragend, man kann Geräusche genauso gut orten und die Umgebungssounds wurden noch leicht verstärkt, sodass sie besser zum Ausdruck kommen. Die Musik stammt wieder von Pawel Blasczak und ist hervorragend, egal ob ruhige Stücke oder harte Actionszenen gefragt sind. Wieder wurde Thorsten Münchow („Chrome (Computerspiel)“, „Gorky Zero“) engagiert, um dem Helden eine Stimme zu geben.
[Bearbeiten] Gameplay
[Bearbeiten] Story
Die Story von SpecForce spielt einige Jahre vor Chrome und ist ein wenig ausgeprägter. Sie stellt jetzt nicht das Lebenswerk Bolt Logans dar, sondern ein Abenteuer aus seiner Zeit als SpecForce-Agent. Als dieser wird er von Colonel Northwood ausgewählt, Mitglied eines geheimen Sondereinsatzkommandos zu sein. Der Auftrag des Kommandos ist es, einen Stützpunkt des Großkonzerns LoreGen zu untersuchen, in dem angeblich Drogen produziert werden. Nach einem kleinen Auffrischungskurs im Headquarter brechen Logan, sein Freund Robert „Pointer“ Herz, Northwood und einige andere SpecForce-Mitglieder zum Planeten Estrella auf. Dort begeben sich Pointer und Logan auf den Planeten, um die Produktionsstätte der Drogen zu vernichten. Die beiden erobern einen Vorposten, Logan dringt in die Fabrik ein, platziert die Sprengsätze und die beiden verschwinden wieder. Das ist der Plan und alles klappt hervorragend – bis auf das Verschwinden. Auf dem Rückweg zum Landungsschiff erfahren sie, dass Colonel Northwood von LoreGen-Raumjägern angegriffen wird. Das Mutterschiff wird vernichtet und die beiden Agenten wollen schnell mit ihrem Shuttle fliehen, doch das wird kurz vor dem Abflug in die Luft gesprengt und die beiden sitzen jetzt ohne Verbindung zu Außenwelt auf dem Planeten fest. Natürlich wollen die zwei Freunde wieder weg...
[Bearbeiten] Schwierigkeitsgrade und Missionen
Vor dem Starten wählt man wie in Chrome den Schwierigkeitsgrad, jetzt stehen jedoch nur noch drei zu Verfügung, von denen „Mittel“ ungefähr dem selben im Vorgänger entspricht.
Missionen verlangen in SpecForce nicht mehr so hohe taktische Fähigkeiten wie in Chrome. Sie verlaufen jetzt viel linearer, obwohl die Level immer noch genauso riesig wie im Vorgänger sind. Aber meistens gibt es nur einen Weg, den der Spieler nehmen kann, oder er wird von jemandem geführt und darf sich nicht zu weit vom Trupp entfernen. So nimmt der Entwickler Techland wieder vom Markt, was er mit Chrome gebracht hat: die taktische Komponente. Der Spieler muss sich nicht mehr anpirschen und lautlos töten, da es kaum noch Beobachtungstürme und auch keine Schleichmissionen mehr gibt. Auch muss man am Anfang auch nicht mehr die richtige Ausrüstung für die richtige Mission wählen. Man bekommt sie jetzt vorgegeben oder muss die der letzten Episode weiter benutzen, was aber auch realistischer ist, da die Geschichte komplett an einem Strang erzählt wird. Erzählt wird in SpecForce nur noch in kurzen Textbriefings, Zwischensequenzen fehlen fast völlig. Die Notwendigkeit des Poweranzuges ist dagegen gut umgesetzt, besonders der Neuralboost ist nützlich. Auch sind die Ziele vielfältiger als in Chrome und bieten mehr Abwechslung. So gibt es in SpecForce auch wieder das Minispiel „Hacken“, vergleichbar mit Memory. Wieder stehen dem Spieler Fahrzeuge zur Verfügung, die auch stärker ins Spielgeschehen eingebunden wurden. So muss man auf Speedern fliehen, um ein Raumschiff abzuhängen und darf dabei die ebenfalls fliehenden Freunde nicht aus den Augen verlieren; oder man muss zu zweit in Läufern – unterstützt durch zahlreiche Fußsoldaten – ein schwer bewachtes Gelände einnehmen. Bossgegner gibt es in SpecForce nur einen, dessen Bekämpfung sich durch 2 Episoden hindurchzieht. Dieser Bosskampf wird jedoch von vielen Chrome-Fans als zu einfach und nicht innovativ genug bezeichnet.
[Bearbeiten] Inventar
Das „Kästchen“-Inventar wurde beibehalten und nur leicht verändert: Es ist etwas vergrößert worden, damit der Spieler ein paar Gegenstände mehr mitnehmen kann. Jedoch muss der Spieler wie oben erwähnt nicht mehr selbst seinen Rucksack packen.
[Bearbeiten] Waffen
An Waffen stehen dem Spieler einige mehr oder weniger nützliche zu Verfügung. Schallgedämpfte Waffen fehlen jetzt, da es in SpecForce keine Schleichmissionen mehr gibt. Wie im Vorgänger sind ballistische Waffen vorherrschend, auch gibt es keine Energiewaffen mehr, da diese in Chrome schon nicht nützlich waren.
Verfügbare Waffen:
Kleine Pistole, schwach, geringe Reichweite.
Schwerer Revolver, durchschlagskräftig, mittlere Reichweite.
Schrotflinte, stark, große Streuwirkung, geringe Reichweite.
Leichte Maschinenpistole, schwach, geringe Reichweite.
Universalsturmgewehr, mäßig stark, mittlere Reichweite.
Scharfschützengewehr, mäßig stark, sehr hohe Reichweite.
Scharfschützengewehr, sehr stark, sehr hohe Reichweite. |
Schweres Maschinengewehr, sehr stark, hohe Reichweite.
Raketenwerfer, sehr stark, mittlere Reichweite.
Jagdgewehr, sehr stark, hohe Reichweite.
Granate, mäßig stark, niedrige Reichweite.
Granate, sehr stark, niedrige Reichweite.
Granate, elektromagnetischer Impuls, stark gegen Fahrzeuge, niedrige Reichweite. |
[Bearbeiten] Poweranzug
Da die Implantate ein wichtiger Bestandteil von Chrome waren, wurde ein ähnliches System auch in SpecForce eingebaut. Der Poweranzug ersetzt die Implantate, es gibt jetzt jedoch nur noch 4 Funktionen. Neu ist die Tarnung, die im Vorgänger nur als externes Gerät verfügbar war. Damit der Spieler nicht unbesiegbar wird, hat der Anzug eine Batterie, die im Gegensatz zum neuralen Nervensystem in Chrome wieder aufgeladen werden muss.
Verfügbare Funktionen:
Schild, schützt den Körper vor Schäden.
Implantat-/Booster-System, steigert Reaktionen und Reflexe (Zeitlupe).
Integriertes Exo-Skelett, erhöht die Bewegungsgeschwindigkeit.
Aktive Tarnungsmatrix, macht den Spieler aus gewisser Entfernung unsichtbar. |
[Bearbeiten] Ausrüstung
Es gibt in SpecForce wieder Ausrüstung, die vom Spieler dringend benötigt wird. Es fehlt das aus Chrome bekannte Fernglas, das in SpecForce aufgrund der dichten Bewaldung des Planeten jedoch überflüssig wäre.
Verfügbare Ausrüstung:
Klassisches Healthpack für die Gesundheit des Spielers.
Ladegerät für die Batterie des Poweranzuges.
Sprengstoff gegen kleinere und größere Ziele. |
[Bearbeiten] Fahrzeuge
Die Fahrzeuge spielen in SpecForce eine größere Rolle als im Vorgänger. Eine Mission verlangt zum Beispiel eine längere, halsbrecherische Hochgeschwindigkeitsjagd durch einen dichten Wald. Das erinnert an den Planeten Endor in Star Wars, wo die Helden auch auf Speeder-Bikes durch einen Dschungel rasen.
Verfügbare Fahrzeuge:
Vierrädriger Zweimanntransporter, integriertes Maschinengewehr.
Einmann-Anti-Gravitationsflitzer, behält Geschwindigkeit unabhängig vom Untergrund bei, unbewaffnet.
Vierrädriges Panzerfahrzeug mit Geschützturm.
Großer Laufroboter mit Raketenwerfern. |
Leichter Laufroboter, schwaches integriertes Maschinengewehr.
Langsamer Flugtransporter, auch ideal für große Entfernungen, manchmal bewaffnet.
Kurzstreckenflugzeug, geringe Reichweite, hohe Geschwindigkeit, meist bewaffnet. |
[Bearbeiten] Multiplayer
Es gibt in Chrome SpecForce wieder einen Multiplayer-Modus, der auch hier nicht den Hauptschwerpunkt des Spieles darstellt. Es sind alle Waffen und Fahrzeuge (ausgenommen Fluggeräte) verfügbar; der Spieler darf auch im Gegensatz zum Hauptspiel den Panzer ArmoBeatle steuern. Dennoch gibt es kaum SpecForce-Server im Internet und das Spiel bietet auch weniger Maps als der Vorgänger. Aus den selben Gründen wie bei Chrome – Unflexibilität und manchmal Problemen beim Spielbeitritt – ist das Spiel im Internet nicht sehr populär. Hier wieder ein Verweis auf reine Multiplayer-Shooter wie Battlefield 2, Unreal Tournament 2004 und Counter Strike.
[Bearbeiten] ChromEd
Der Map-Editor ChromEd wird in SpecForce ohne Tutorial geliefert und ist daher noch schwieriger zu bedienen. Das Tutorial ist nur bei Chrome dabei (332 Seiten). Unter anderem aus diesem Grund findet man im Internet noch weniger Maps zu SpecForce als zu Chrome.
[Bearbeiten] Programmfehler
Fehler sind in Chrome SpecForce noch seltener als in Chrome, manchmal gibt es jedoch Leichen, die halb im Raum und halb außerhalb des Gebäudes hängen, da sich eine Tür über ihnen geschlossen hat. Leichen wurden wie in Chrome nicht als Objekte registriert und sind daher nur Projektionen auf dem Boden, durch die man hindurchgehen und schießen kann.