Crossing Jordan – Pathologin mit Profil
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Seriendaten | |
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Deutscher Titel: | Crossing Jordan – Pathologin mit Profil |
Originaltitel: | Crossing Jordan |
Produktionsland: | USA |
Produktionsjahr(e): | 2001– |
Länge pro Episode: | ca. 42 Minuten |
Episodenzahl: | 117 (bisher 6 Staffeln) |
Originalsprache: | Englisch |
Musik: | verschiedene |
Idee: | Tim Kring |
Genre: | Drama, Krimi |
Erstausstrahlung: | 24. September 2001 (USA) |
Erstausstrahlung (D): | 15. April 2003 |
Besetzung | |
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Crossing Jordan – Pathologin mit Profil ist eine auf die Gerichtsmedizin konzentrierte Krimiserie, die seit 2001 vom amerikanischen Sender NBC ausgestrahlt wird. Hauptdarstellerin ist Jill Hennessy in der Rolle der schlagfertigen Kriminologin Dr. Jordan Cavannaugh.
In Deutschland wird die Serie seit 2003 bei VOX ausgestrahlt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
Jordan Cavannaugh kehrt nach Jahren in ihre Heimatstadt Boston zurück und bittet ihren alten Chef, den Gerichtsmediziner Dr. Garret Macy, um einen Job; einst verließ sie die Abteilung im Streit mit ihren Vorgesetzten, weil diese ihre ständigen Einmischungen in polizeiliche Ermittlungen nicht mehr duldeten. Gegen besseres Wissen stellt Macy, nach Jahren des Wartens endlich zum Chief Medical Examiner, dem Chef der Gerichtsmedizin, befördert, Jordan wieder ein.
So trifft Jordan auch wieder auf ihren Vater Max, mit dem sie von jeher eine komplizierte Beziehung hat; einst fand sie als 10-jährige ihre niedergestochene Mutter in der Küche des Elternhauses. Max, damals selbst Polizist, wurde als Verdächtiger verhaftet und behielt nur mit Mühe das Sorgerecht, obwohl er entlastet wurde. Später brachte er seiner Tochter eine gefährliche Methode der Verbrechensrekonstruktion bei: sie versetzten sich in die Mörder und die Opfer und kamen ihnen dabei psychisch oft gefährlich nah.
Nun beginnen die beiden erneut mit diesen Rückblenden, während Jordan auch der Gedanke an den nie gefundenen Mörder ihrer Mutter nicht loslässt.
Nach einiger Zeit bekommt Jordan immer mehr Hinweise auf ihre Kindheit, ihre Familie und den Mord an ihrer Mutter, doch ihr Vater Max hüllt sich in Schweigen was seine verstorbene Frau betrifft. Auch als Jordan herausfindet, dass sie kein Einzelkind ist, sondern einen psychopathischen Bruder namens James hat, macht er keine Anstalten, ihr beim Finden der Wahrheit eine Hilfe zu sein. Letztendlich findet sie den Mörder ihrer Mutter. Bevor dieser allerdings überführt werden kann, bringt James ihn um.
Bei ihren Fällen ist Jordan nie auf sich alleine gestellt. Ihre Kollegen Nigel, Bug, Lilly, Trey und auch ihr Chef Garret stehen stets hinter ihr und unterstützen sie, so gut sie können. Die Besetzung des Gerichtsmedizinischen Instituts wird durch Erfolge, Tragödien und auch Niederlagen mit den Jahren immer weiter zusammengeschweißt und schon bald sehen sie sich nicht mehr als bloße Arbeitskollegen, sondern als eine Familie, in der sich jeder auf jeden verlassen kann.
Der junge Detective Woody Hoyt spielt nach und nach eine immer größere Rolle in Jordans Leben. Er wird ihr bester Freund und rettet sie nicht selten aus unmöglichen Situationen. Seine Gefühle für sie erwidert Jordan auf Grund ihrer Beziehungsängste eine ganze Zeit lang nicht. Nach einiger Zeit, besonders als sie den Kontakt zu ihrem Vater erneut verliert und eine andere Frau, ihre Kollegin Devan McGuire, Interesse an Woody zeigt, merkt Jordan, dass er ihr mehr bedeutet, als sie vermutet hatte. Ihre endgültigen Gefühle für ihn werden ihr allerdings erst klar, als Woody angeschossen wird und in Lebensgefahr schwebt.
[Bearbeiten] Hintergrund
[Bearbeiten] Konzeption
Von Anfang an lebte Crossing Jordan vor allem von den spritzig-zynischen Dialogen der Akteure und der interessanten und vielseitigen Charakterdarstellung der Figuren: die Hauptfigur ist nicht als klassische Heldin konzipiert, sondern vielmehr eine rechthaberische Besserwisserin, die eigentlich nicht besonders sympathisch ist.
Die Konzeption des kriminologischen Aspektes der Serie veränderte sich im Laufe der Zeit: in der ersten Staffel waren in jeder Folge Jordan und mindestens ein anderer Charakter an dem „Hineinversetzungs-Ritual“ beteiligt, in dem durch Rückblenden und Special Effects die Realität und die erdachten Verbrechensabläufe vermischt wurden. Die Macher betrachteten die Idee aber ab Mitte der zweiten Staffel als ausgereizt und verlegten sich auf eine abwechslungsreichere Herleitung der Verbrechen.
[Bearbeiten] Trivia
- Der Titel „Crossing Jordan“ hat im Englischen eine makabere Doppelbedeutung: er bedeutet sowohl „Jordan in die Quere kommen“ als auch „über den Jordan gehen“.
- Der Beginn der dritten Staffel verzögerte sich im Jahr 2003, da Hauptdarstellerin Jill Hennessy mit ihrem Sohn Marco schwanger war. Auch nach der Geburt trat sie durch die Mutterschaft für den Rest der Staffel nur selten auf, was dazu führte, dass für die übrigen Folgen die anderen Darsteller und ihre Figuren in den Vordergrund traten. Dadurch wurden die einzelnen Charaktere in Crossing Jordan überdurchschnittlich stark beleuchtet und vertieft. Von Kritikern wurde der Erfolg der Besetzung, die Serie auch ohne die Hauptdarstellerin auf guten Quoten zu halten, vielfach gelobt.
- Obwohl Jerry O’Connell seit 2002 (genauer Episode 01x15) regelmäßige Gastauftritte als Woody Hoyt hat und praktisch in allen Folgen der dritten Staffel auftritt, gehört er erst seit der vierten Staffel zur Stammbesetzung.
- Als Jordans ebenso wandlungsfähiger wie verschlagener Halbbruder James hatte Michael Terry Weiss, Hauptdarsteller der Serie Pretender, vier Gastauftritte.
- Weitere Gastauftritte übernahmen Emy Coligado als Bürohilfe Emmy (24 Folgen), Jennifer Finnigan als Praktikantin Devan Maguire (zehnmal), Arija Bareikis als Detective Annie Capra (fünfmal), Susan Gibney als Distrikt-Staatsanwältin Renee Walcott (vierzehn Folgen), Lindsay Frost als Macys Ex-Frau Maggie (siebenmal), Sandra Bernhard in zwei Folgen als Roz Framus.
- Es gibt drei Crossover mit der Serie Las Vegas.
- Wie auch in CSI wird indirekt „Product Placement“ für verschiedene Firmen im Bereich der Labortechnik bzw. Analysesysteme betrieben, die sehr kurz in einer Szene zu sehen sind, unter anderem für Agilent Technologies.
- Crossing Jordan ist eine von vielen US-Serien, die zum CSI-Effekt beigetragen haben sollen.