Deadman (Comicserie)
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Deadman ist der Titel mehrerer amerikanischer Comicreihen, die von DC Comics veröffentlicht wurden, sowie der Name des Protagonisten dieser Reihen. Die Deadman-Comics waren in der Vergangenheit stets im Abenteuer- und Horrorgenre angesiedelt, wobei insbesondere der Aspekt des Makaberen betont wurde.
Thematisch kreiste Deadman um religiöse und religionsphilosophische Fragen, wobei naturgemäß vor allem eschatologische Probleme behandelt wurden, so die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Lebens, der Existenz eines Lebens nach dem Tod und nach der Gestalt dieses Nach-Lebens.
Nachdem die Figur in den letzten Jahren zunehmend in Vergessenheit geraten waren, brachte die Ankündigung der Time Warner Company, unter der Ägide von Gulliermo del Toro, Don Murphy und Susan Montford einen Deadman-Film zu produzieren, der Figur neue Aufmerksamkeit.
[Bearbeiten] Handlung
Der Protagonist der Deadman-Comics ist der Geist des Zirkusakrobaten Boston Brand. Brand wird während einer Trapeznummer von einem Mann namens Hook erschossen und stürzt tödlich getroffen in die Manege. Anstatt ins Jenseits einzugehen, wird Brands Geist jedoch von der hinduistischen Göttin Rama Kushna im Diesseits zurückgehalten und ihm überdies die Macht verliehen, sich in die Körper der Lebenden „einzunisten“ und diese vorübergehend zu kontrollieren. Der Sinn dieser "Gnade" Ramas ist vorgeblich, dass Brand die Möglichkeit haben soll, seinen Mörder der Gerechtigkeit zuzuführen. Wie die gesamte Reihe hindurch angedeutet wird, scheint Rama aber auch noch von anderen, nicht enthüllten, Motiven angetrieben zu werden. Die Suche Brands nach seinem Mörder bildet den losen Orientierungspunkt und Aufhänger der Deadman-Abenteuer.
Der erzähltechnische Trick, der sich dahinter verbirgt, ähnelt sehr der Struktur der amerikanischen Fernsehserie "Auf der Flucht": Auf der Suche nach einem Mörder gerät der Held in immer neue Situationen und erlebt kurzweilige Abenteuer, die mit der Suche nach dem Mörder eigentlich nichts zu tun haben und ihm der Lösung seines Falles auch nicht näher bringen. Anlass für diese Abenteuer ist zumeist das Zusammentreffen mit Hilfsbedürftigen, die Deadman dann unter Ausnutzung seiner speziellen Fähigkeiten aus ihrer Notlage rettet. Am Ende der Einzelabenteuer kehrt der Held dann wieder zum Status Quo - der Wanderschaft durch die Welt der Lebenden - zurück und die Suche nach dem Mörder geht weiter, um alsbald von neuen exkursartig eingeschobenen Abenteuern unterbrochen zu werden. Streng genommen ist diese Suche jedoch nur in etwa das, was Hitchcock in seinen Filme als McGuffin bezeichnet hat: der handlungstechnische Vorwand, um eine Situation herbeizuführen, in der bestimmte Begebenheiten und Wechselfälle stattfinden können, um den es an sich jedoch nicht geht.