Dekommodifizierung
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Unter Dekommodifizierung versteht man die Abkopplung Sozialer Sicherheit vom Arbeitsmarkt, bzw. die Verringerung der Marktabhängigkeit von Arbeitnehmern und Sozialleistungsempfängern. Dekommodifizierung umfasst zum einen Eingriffe in den Arbeitsmarkt, die der Arbeit den Charakter der „Ware“ (commodity), auf deren Verkauf sich die materielle Existenz des Arbeitnehmers gründet, nehmen sollen. Zum anderen bedeutet ein hoher Dekommodifizierungsgrad eine weitgehende Entkopplung von Sozialleistungen und (früherer) Erwerbstätigkeit, wie sie z.B. in einem Altersversorgungssystem mit steuerfinanzierten Grundrenten für alle Einwohner verwirklicht wird.
[Bearbeiten] Literatur
- Esping-Andersen, Gøsta: Three Worlds of Wellfare Capitalism, Cambridge 1990