Benutzer:Denis Bonn/Mahabharata
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Das Mahabharata (Sanskrit, n., महाभारत, Mahābhārata, maha="groß", bharata="Herrschergeschlecht der Bharatas", auch: "Indien", Abk. MBh ) ist neben dem "Ramayana" ("Rama's Reisen") das wichtigste und bekannteste hinduistische Epos aus dem antiken Indien und die zweitlängste epische Dichtung der Welt (nach dem tibetanischen Gesar-Epos). Es ist in 18 "Bücher" mit insg. 100 Kapiteln unterteilt, umfasst ca. 100.000 Doppelverse zu je 32 Silben und ist mit ca. 1,8 Millionen Worten in Sanskrit-Sprache mehr als 4-mal umfangreicher als das altgriechische Ilias-Epos oder die christliche Bibel. In seinem 6. Buch enthält das Epos einen zentralen spirituellen Text des Hinduismus, die "Bhagavad-Gita" ("Göttlicher Gesang").
Das Mahabharata gilt im Hinduismus als historischer Bericht. Das altindische Helden-Epos erzählt in seiner Haupthandlung ausführlich von einem großen Krieg zwischen zwei Prinzengruppen der nordindischen Herrscher-Dynastie der Bharatas, an dem 18 Königtümer bzw. Stämme teilnehmen. Während im Hinduismus die geschilderten Ereignisse zumeist auf das Jahr 3.137 v. Chr. datiert werden, schließen Historiker anhand der Beschreibungen und Archäologen anhand von Ausgrabungen auf eine mögliche Zeit zwischen 1.200 und 800 v. Chr.
Das Epos selber nennt als seinen Verfasser den mythologischen Vyasa, der auch an der Handlung teilnimmt. Nach Jahrhunderten der mündlichen Überlieferung wurde das Mahabharata erstmalig ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. in Indien aufgeschrieben und bis in das 6. Jahrhundert n. Chr. von Generationen schriftkundiger Brahmanen und Poeten weiterentwickelt. Manche Wissenschaftler nennen für seine schriftliche Zusammenstellung eine Zeit von 200 v. Chr. bis 200 n. Chr., Genaues ist nicht bekannt.
Heute gibt es über 1.000 verschiedene Versionen des Mahabharata, viele in unterschiedlichen regionalen Sprachen, die älteste erhaltene Sanskrit-Teilversion stammt aus dem 13. Jh. n. Chr. Das facettenreiche Epos ist mit seinen vielen Mythen und Sagen und seinen Botschaften von "Dharma" ("rechtschaffenes Handeln nach dem kosmischen Gesetz") auch heute noch ein lebendiger Teil aller hinduistischen Kulturen. Deshalb kann es - neben seiner Länge, Vielfalt und religiös-philosophischen Tiefe - als das bedeutungsvollste Epos der Welt angesehen werden.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Inhalt
Das Mahabharata ist als "Große Geschichte des großen Geschlechts der Bharatas" ein Sittengemälde aus dem antiken Indien - es erzählt detailliert die Geschichte einer Herrscher-Dynastie, die vom mythologischen König Bharat ("Wertgeschätzter") in Nordindien gegründet worden sein soll und auf indo-europäische Ursprünge hindeutet. Dabei stellt das Epos in unzähligen Episoden die Lebensweisen und Gepflogenheiten seiner Zeit dar, macht viele Angaben zum damaligen Rechts-, Politik- und Glaubenssystem sowie zum Verhältnis zwischen Männern und Frauen. Die handelnden Menschen und Götter werden mit ihren ethischen und moralischen Verstrickungen beschrieben, wobei es zumeist um Fragen von Rechtschaffenheit, Pflichten und Loyalität gemäß einem propagierten "Dharma"-Konzept geht.
Das Mahabharata schildert ein Weltbild mit den 4 Elementen:
- "Devas" ("Göttliche", "Himmlische") beeinflussen das Schicksal der Menschen,
- "Kshatriyas" ("Angehörige der Krieger-Kaste") regeln die weltlichen Angelegenheiten,
- "Rishis" ("weise, spirituelle Männer", "Seher") erkunden die religiösen Zusammenhänge und Verpflichtungen.
- "Dharma" ("rechtschaffenes Handeln gemäß der kosmischen Ordnung") wird diskutiert und neu interpretiert.
Das Epos will aufzeigen, dass das Zusammenspiel der ersten 3 Elemente nicht mehr funktioniert. Dementsprechend führt alles zu einem großen Krieg, in dem viele Regeln gebrochen werden und den fast niemand überlebt. In das zurückblickend erzählte Epos hinein gewoben ist eine neue Botschaft von Dharma, ihr Inhalt ist im 6. Buch als "Bhagavad-Gita" ("Gesang des Göttlichen") zusammengefasst. Diese Ausrichtung des Mahabharata wird als Bestreben der Brahmanen-Kaste gesehen, eine Vorrangstellung gegenüber der zunächst gleichgewichtigen Kshatriya-Kriegerkaste durchzusetzen, was sie in der Folgezeit in Indien auch erreicht hat. Es wird als Mission des berühmten Krishna als "Verkörperung des Allgemein-Göttlichen" beschrieben, den gesellschaftlichen Einfluss der Kriegerkaste zurückzudrängen und die neuen Dharma-Wertvorstellungen zum Wohle der Gesellschaft zu verkünden.
Hauptgeschichte:
Die Geschehnisse des Mahabharata spielen in der Region vor dem Himalaya-Gebirge zwischen den Flüssen Yamuna im Westen und dem oberen Ganges im Osten. Das Epos beginnt zunächst mit der Geschichte seiner eigenen Entstehung. Dann wird episodenhaft die Geschlechterabfolge der Bharata-Herrscher geschildert, bis hin zur Stammlinie der Kurus in der nordindischen Stadt Hastinapura (gegründet von König Hasti) am Oberlauf des Ganges-Flusses, deren Überreste in der Region der heutigen indischen Bundeshauptstadt Neu-Delhi gefunden wurden.
Nach dem Tod seines Vaters besteigt der junge Pandu ("Blasshäutiger") als zweitältester Prinz den Königsthron von Hastinapura, weil sein älterer Halbbruder Dhritarashtra ("Reichsumfasser") blind geboren und deshalb für die Thronfolge nicht qualifiziert ist. Nach einiger Zeit zieht sich Pandu mit seinen beiden Frauen zurück und übergibt den Thron an seinen blinden Halbbruder, der bereits Verwaltungsaufgaben wahrnimmt. Da Pandu selber zeugungsunfähig ist, empfangen seine beiden Frauen später von 5 verschiedenen Göttern insgesamt 5 Kinder, die als Pandava ("Pandu-Söhne") zu den göttlichen Helden des Epos werden. Der blinde König Dhritarashtra bekommt anschließend von seiner Gemahlin 100 Söhne, die Kaurava ("Kuru-Söhne"). Sie werden zu den Gegenspielern der fünf Pandavas, als diese nach Hastinapura kommen und als anerkannte Thronerben am Königshof aufgenommen werden. Nach einiger Zeit teilt Dhritarashtra das Königreich auf, wobei die Pandavas ein unkultiviertes und unbewohntes Gebiet erhalten, wo sie ihre schnell aufblühende Hauptstadt Indraprastha ("Indra-Stadt") am Platz des heutigen Delhi gründen.
Doch der älteste Kaurava-Bruder Duryodhana ("Unbesiegbarer") betreibt systematisch seine Anerkennung als alleiniger Erbe des Kuru-Throns, er stellt sich immer wieder gegen seine Pandava-Cousins und versucht sie sogar zu töten. Bei Gelegenheit nutzt er die ungezähmte Spielleidenschaft des ältesten Pandava-Bruders Yudhishthira ("Im Kampf Unerschütterlicher", Sohn des Gerechtigkeitsgottes Dharma) und bringt ihn dazu, in einem nicht ganz fairen königlichen Würfelspiel den gesamten Besitz der Pandavas inklusive ihrer gemeinsamen dunkelhäutigen Frau Draupadi einzusetzen - und zu verlieren. Ein zweites Würfelspiel führt dazu, dass die fünf Pandava-Brüder mit Draupadi in ein 13-jähriges Exil gehen müssen, bevor sie ihr Herrschaftsgebiet zurückerhalten können. Doch nach Ablauf dieser ereignisreichen Zeit verweigert der hintertriebene Duryodhana selbst die Rückgabe einer Nadelspitze voll Land an seine Cousins. Deren Bestimmung als Mitglieder der Kshatriya-Kaste ("Krieger-Stand") ist es jedoch, ein Land zu regieren und zu beschützen. Auch sehen viele am Kuru-Hof die Pandavas weiterhin als die legitimen Thronfolger an.
So kommt es zwischen beiden Cousin-Gruppen zum entscheidenden Krieg um das gesamte Kuru-Reich. In der 18-tägigen Schlacht auf der Ebene von Kurukshetra ("Kuru-Feld") stehen sich 18 Parteien (Stämme) mit riesigen Heeren gegenüber: der Ort wird zum heiligen "Dharma-Feld". Die Kauravas mit ihren Beratern vom Kuru-Hof verfügen über 10 Verbündete, die Pandavas haben 6 Verbündete gewinnen können. Zu diesen gehört der von beiden Seiten hoch geachtete König Krishna ("Schwarzer"), der im Mahabharata als "Avatar" ("Verkörperung") des hinduistischen Gottes Vishnu gezeigt wird. Er ist ein Cousin der Pandavas und gleichzeitig Schwager des drittältesten Pandava-Bruders Arjuna ("Silberner", "Weißer", Sohn des Donnergottes Indra). Diesen befallen als Kommandanten der Pandava-Truppen kurz vor dem Beginn der Kampfhandlungen moralische Skrupel, seine Streitkräfte gegen seine Familienangehörigen und Vertrauten auf der Gegenseite in die Schlacht zu führen. Da gibt ihm Krishna, der sich als Lenker seines Streitwagens zur Verfügung gestellt hat, eine tiefgehende Unterweisung ins "rechte Handeln nach dem kosmischen Gesetz" (Dharma): zielgerichtete Parteinahme und Aktion zum Wohle der Gerechtigkeit seien nötig, allerdings ohne dem Ziel verhaftet zu sein. Dabei solle das eigene Handeln selbstlos sein und jederzeit als Maßstab für alle gelten können. Diese als "Bhagavad-Gita" ("Gesang des Göttlichen") bekannte Episode des Mahabharata in 18 eigenen Unterkapiteln gilt auch heute noch als ein zentraler spiritueller Text des Hinduismus.
Die gewaltige Schlacht der 18 Heere überleben am Ende außer Krishna nur die fünf Pandavas. Diese treten daraufhin eine friedvolle und gerechte Herrschaft an, die von Arjunas Enkel Parikshit fortgeführt wird. Das Mahabharata endet mit der Erzählung der spirituellen Reise der Pandavas in den Himmel, die sie zuerst durch die Hölle führt und schlussendlich alle Erfahrungen bzw. das eigene Ich als "Maya" ("Illusion") deutet.
Zugefügt wurde in nachchristlicher Zeit ein weiterer Teil, die "Harivamsa" mit 16.374 Doppelversen, die von der Göttlichkeit Krishnas erzählt und den Umfang des kompletten Epos auf etwa 100.000 Doppelverse erhöht.
[Bearbeiten] Struktur & Übersicht
Das altindische Mahabharata-Epos ist in 18 Parva ("Bücher, Kapitel") unterteilt, von denen jedes wiederum Unterkapitel enthält, insgesamt 100:
- Adi-Parva ("Erstes") - "Buch der Anfänge":
- Entstehung des Epos, das große Schlangen-Opfer, Herrscherabfolge der Bharata-Dynastie bis zu den Kurus, Einführung der Hauptpersonen, Geburt und frühe Jahre der beiden Cousin-Gruppen der 100 Kauravas und der 5 Pandavas, letztere heiraten gemeinsam die Panchala-Prinzessin Draupadi.
- Sabha-Parva ("Halle") - "Buch der Versammlungshalle":
- Das Leben am Kuru-Königshof, Aufteilung des Reiches, die beiden tragischen Würfelspiele, in denen die Pandavas alles verlieren.
- Aranya(ka)-Parva, auch: Vana-Parva ("Wald") - "Buch des Wald-Exils":
- Virata-Parva (Königsname) - "Buch der Zeit bei Virata":
- Das 13. und letzte Exil-Jahr der Pandavas, in dem sie unerkannt als Diener am Hofe von König Virata leben.
- Udyoga-Parva ("Vorbereitung") - "Buch der Kriegsvorbereitungen":
- Der regierende Duryodhana verweigert den Pandavas die Rückgabe ihres Besitzes und jeglichen Anteil am Königreich, woraufhin beide Seiten Vorbereitungen für einen Krieg treffen, 16 weitere Stämme werden als Verbündete gewonnen.
- Bhishma-Parva (Name) - "Buch des Befehlshabers Bhishma":
- Erste 10 Tage der 18-tägigen Schlacht mit 18 Heeren, Bhishma als Kommandant der Kaurava-Truppen und ihrer 10 Verbündeten - Bhishma ("Grässlicher") ist der hoch angesehene Bruder des Großvaters beider Brüdergruppen, kämpft aber auf Seiten der Kauravas. Krishna übermittelt in diesem Buch vor Schlachtbeginn die Lehren des "Bhagavad-Gita" an den drittältesten Pandava Arjuna.
- Drona-Parva (Name) - "Buch des Befehlshabers Drona":
- Die nächsten 5 Tage der Schlacht, mit Drona als Kaurava-Kommandant - Drona ("Holzschalengeborener") ist der respektierte Waffenlehrmeister beider Brüdergruppen, der aus Verpflichtung die Kauravas unterstützt.
- Karna-Parva (Name) - "Buch des Befehlshabers Karna":
- Die nächsten 2 Tage der Schlacht, Karna als Kommandant der Kauravas - Karna ("Ohrberingter") ist als erstgeborener Sohn von Kunti und dem Sonnengott Surya der verleugnete älteste Halbbruder der Pandavas, steht aber immer auf Seiten der Kauravas.
- Salya-Parva (Name) - "Buch des Befehlshabers Salya":
- Letzter, 18. Tag der Schlacht, Salya als Kommandant der Kaurava-Truppen, der älteste Kaurava-Bruder Duryodhana erhält seine tödliche Verletzung - Salya ist der König des benachbarten Madra-Stammes und Bruder von Pandus zweiter Frau Madri, also Onkel der Pandavas, kämpft aber auf Seiten der Kauravas.
- Sauptika-Parva ("Schlaf") - "Buch der schlafenden Krieger":
- Die verbliebenen wenigen Kaurava-Krieger überfallen und töten die Pandava-Truppen in un-ritterlicher Weise nachts im Schlaf.
- Stri-Parva ("Frauen") - "Buch der trauernden Frauen":
- Gandhari, die Mutter der gefallenen 100 Kaurava-Brüder, und andere Frauen trauern um die vielen Toten der Schlacht.
- Shanti-Parva ("Frieden") - "Buch des Friedens":
- Krönung des ältesten Pandava-Bruders Yudhishthira (Sohn des Gottes Dharma), Bhishmas Tröstungen und ausführliche Unterweisungen über Rechten und Pflichten eines Königs.
- Anushasana-Parva ("Unterrichtung") - "Buch der Unterweisungen":
- Weitere Lehren des weisen Bhishma, der schließlich stirbt.
- Ashvamedhika-Parva ("Pferde-Ritual") - "Buch der königlichen Pferde-Zeremonie":
- Yudhishthira versammelt alle benachbarten Könige, lässt ein Pferd frei laufen und beansprucht jedes Land, das es betritt, bzw. Tribut und Anerkennung vom jeweiligen Herrscher.
- Ashramavasika-Parva ("Einsiedelei") - "Buch des Rückzugs in die Einsiedelei":
- Mausala-Parva ("Keule") - "Buch des Keulenkampfs":
- Mahaprasthanika-Parva ("große Reise, Tod") - "Buch der großen Reise":
- Yudhishthira dankt ab und begibt sich mit seinen vier Pandava-Brüdern und ihrer gemeinsamen Gattin Draupadi auf den Weg in den Himalaya zum heiligen Berg Meru.
- Svargarohana-Parva ("Himmel") - "Buch des Aufstiegs in den Himmel":
Wichtige Texte und Geschichten im Mahabharata:
- "Bhagavad-Gita" (im 6. Buch) - "Gesang des Göttlichen" oder "Göttliches Lied", die Verkündung der Dharma-Lehren des Krishna an den Pandava-Prinzen Arjuna.
- "Anu-Gita" (im 14. Buch) - "Nachgesang", Fortsetzung der Unterweisungen von Krishna an Arjuna nach dem Krieg, okkulter und mystischer.
- "Harivamsa" (als Anhang zu den 18 Büchern) - "Stammbaum des Gottes Hari" = Krishna vom Geschlecht der Yadavas als Avatar des Gottes Vishnu, siehe Harivamsa (engl. Artikel).
- "Ramopakhyana" (im 3. Buch) - eine Zusammenfassung des "Ramayana" ("Reisen des Rama").
- "Das Quirlen des Milch-Ozeans" (im 1. Buch) - bei der Herstellung von Amrita ("Lebenselixier") muss der Gott Shiva zuerst alle Gifte schlucken, dann erscheint die Göttin Lakshmi aus dem Urmeer, schließlich gewinnen die Devas ("Götter") gegen die Asuras ("Dämonen") im Kampf um das Amrita.
- "Nala und Damayanti" (im 3. Buch) - Liebesgeschichte zwischen einem jungen König und einer schönen Prinzessin.
- "Vishnu Sahasranama" (im 13. Buch) - eine rituelle Hymne mit der Auflistung der "1.000 Namen des Gottes Vishnu" - Krishna ist sein 57. Name.
[Bearbeiten] Bedeutung des Epos
Hinduistische Schriften |
Das Mahabharata macht mit vielen Schilderungen sehr genaue Angaben zum Stammbaum des Herrschergeschlechts der Bharatas, die sich zum Teil auch in anderen vedischen Texten finden. "Bhārat", der heutige offizielle Hindi-Name von Indien, bezieht sich auf diesen Urvater der Bharatas, der einen Mann aus dem Volk als seinen Nachfolger einsetzte und damit die Idee der Demokratie andeutete, die Indien bei seiner Unabhängigkeit 1947 einführte.
Mit seiner großen Anzahl an Geschichten und Motiven und seinen unzähligen religiösen und philosophischen Parabeln wird die Bedeutung des Mahabharata gerne mit dem Satz aus seinem 1. Buch "Adi-Parva" zusammengefasst:
- "Was in diesem Epos gefunden wird, kann woanders auch gefunden werden. Was hier nicht gefunden wird, kann nirgends gefunden werden."
Das Mahabharata ist für Hindus eine ihrer wichtigsten Dharma-Schriften und gilt für sie auch heute noch als wichtiger Leitfaden. Das Epos erhebt allerdings keinen Anspruch darauf, die absolute Wahrheit zu vertreten, sondern schneidet viele Aspekte der hinduistischen Ethik an. Es enthält einerseits orthodoxe Äußerungen z.B. über die Aufgaben der Kasten und Frauenpflichten, andererseits erhebt es an vielen Stellen heftige Proteste dagegen. Das Epos ist ein großes Buch der großen Diskussionen über die Bedeutung von rechtschaffenem Verhalten in den verschiedensten Situationen und Lebenslagen, wobei es oft genug keine eindeutigen Antworten vorhält. Es fordert die Zuhörer bzw. Leser geradezu heraus, sich eigene Gedanken zu den vielen Fragestellungen zu machen.
Genauso wie die Geschichten aus dem zweiten altindischen Volksepos "Ramayana" ("Reisen des Rama") flossen auch die mannigfaltigen Schilderungen aus dem Mahabharata in alle Kunst- und Kulturformen Indiens und anderer hinduistischer Regionen (Nepal, Kambodscha, Laos, Bali u.a.) ein. Sie finden sich in unzähligen Darstellungen in Tempeln und bilden bis zur Gegenwart eine Grundlage für Rituale, Tänze, Theater und Literatur. Auf den Straßen Indiens und selbst in der aktuellen Werbung werden fortwährend Motive und Personen aus den beiden jahrtausend-alten Epen aufgegriffen. Wegen der massenhaften Verbreitung von Comic-Heften mit Mahabharata-Episoden kennt heutzutage jedes indische Kind zahlreiche Figuren und Themen aus beiden Epen.
[Bearbeiten] Aktuelle Bezüge
Zunehmend erhalten die wichtigen Frauenrollen im Mahabharata-Epos mehr Aufmerksamkeit und werden unter aufgeklärten und modernen Gesichtspunkten betrachtet. Experten wie Prof. Alf Hiltebeitel (USA), Dr. Pradip Bhattacharya (Indien), Satya Chaitanya (Indien) u.a. haben dazu in ihren aktuellen Veröffentlichungen neue Zusammenhänge und Sichtweisen aufgezeigt, auch unter verstärkter Auswertung von regionalen Versionen der Mahabharata-Erzählungen. Die aktuellste und weltgrößte Zusammenstellung von Quellen zum Epos bietet Dr. A. Harindranath seit 2004 im Internet auf seinen umfangreichen Seiten zu "Mahabharata Resources".
Internationale Bezüge:
2007: Bollywood-Filmprojekt im Format von "Herr der Ringe"
2006: "Mahabharata. Eine Nacherzählung", Buch-Neuerscheinung
2005: "Mahabharata Utsav", 9-Tage Festival in Bangalore, Start der "Mahabharata Encyclopedia" und des "Digital Mobile Lab"
2005: "Epic Constructions: Gender, Myth & Society in the Mahabharata", internationale Wissenschaftskonferenz
2003: "The Mahabharata Project", indisches Tanzdrama, Deutschland-Premiere 2006
2001: "Die großen Rätsel / Myths of Mankind: Mahabharata", internationale TV-Dokumentation
1990: "The Mahabharata", 15-stündige Serie im britischen BBC-TV
1989: "The Mahabharata", 9-stündiger internationaler TV-Film
1988: "Mahabharat", 94-teilige Serie im indischen Doordarshan-TV
1985: "The Mahabharata", 12-stündige Theateraufführung beim Festival von Avignon
[Bearbeiten] Entstehung
Im Mahabharata selbst steht, dass es im Laufe der Zeit angewachsen ist, von zunächst einem kleinen Kernstück unter dem Namen "Jaya" ("Sieg") (8.800 Doppelverse?) auf 24.000 Doppelverse unter dem Namen "Bharata" ("Geschlecht der Bharatas"), bis hin zu einer größeren Version als "Maha-Bharata" ("Große Geschichte des großen Geschlechts der Bharatas"). Es fehlen aber genaue Grundlagen für die Zuordnung, welche Verse zu welchem Teil gehören. Da es keinen Hinweis auf die erste schriftliche Fassung des Epos gibt, gehen die meisten Wissenschaftler davon aus, dass es ab dem 3. vorchristlichen Jahrhundert aufgeschrieben und von (Familien-)Generationen von Schriftgelehrten bis ins 6. Jh. n. Chr. gesammelt und weiterentwickelt wurde bis hin zu dem Umfang und Inhalt, der uns heute überliefert ist. Andere Wissenschaftler nennen eine Zeitspanne von 200 vor bis 200 nach Christus für die schriftliche Zusammenstellung. Orthodoxe Hindus datieren auch die Schriftversion des Epos gerne auf das 2. oder gar 3. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zurück.
Viele Themen und Episoden des altindischen Mahabharata wurden bereits vor ihrem Aufschreiben über Jahrhunderte hinweg mündlich erzählt, von Barden, Poeten und Priestern gesammelt, ausgeschmückt und vorgetragen. Eine schriftliche Niederlegung kann aber frühestens ab dem späten 4. Jahrhundert v. Chr. stattgefunden haben, weil erst dann mit "Kharoshthi" und "Brahmi" die ersten Schriften in Nordwest-Indien eingeführt wurden. Die ältesten bisherigen Schriftfunde sind Inschriften des Königs Ashoka (268 - 232 v. Chr.). Die Brahmi-Schrift zeigt Ähnlichkeiten mit dem Aramäischen aus der Gegend des heutigen Syrien, der Schrift des "Alten Testaments", woraus geschlossen wird, dass diese mit Alexander dem Großen nach Indien kam und in die Entwicklung von Brahmi einfloss. Die Sprache des altindischen Mahabharata - Sans-krit ("veredelte Sprache") - ist allerdings sehr viel älter, gehört zur Familie der indogermanischen Sprachen und hat damit einen gemeinsamen Ursprung mit dem klassischen Griechisch und Latein sowie den meisten modernen europäischen Sprachen. Zwar sind aus der frühzeitlichen nordwest-indischen "Indus-Kultur" (bis max. 1.500 v. Chr.) auch Schriftzeichen auf Siegeln gefunden worden, diese konnten aber bisher weder entziffert noch eindeutig mit Sanskrit-Sprache oder einer Brahmi-Schrift in Verbindung gebracht werden.
Das Mahabharata hat eine vielschichtige Erzählstruktur in Form von zum Teil ineinander verschachtelten Dialogen, wobei meist ein "Rishi" ("weiser, spiritueller Mann", "Seher") einem oder mehreren Zuhörern eine Geschichte vorträgt. In dieser erzählten Geschichte kommen wiederum Episoden vor, in denen einer der Handlungsträger eine weitere Erzählung vorträgt, die oft dazu dient, den Hauptstrang der Geschichte zu erläutern und zu kommentieren. So beginnt das Epos zunächst damit, wie der Rishi Vaisampayana dem jungen König Janamejaya (Sohn von Parikshit, also Urenkel von Arjuna) von seinen Ahnen erzählen will, dem altindischen Herrschergeschlecht der Bharatas. Diese Erzählung hört ein anderer Rishi, der sie wiederum an einem anderen Ort anderen Zuhörern berichtet und dabei Teile und Kommentare zufügt, usw. Die 18-tägige Schlacht inklusive der Dialoge der Beteiligten z.B. wird komplett vom Barden und Seher Sanjaya im Dialog mit dem blinden Dhritarashtra geschildert.
Als seinen eigentlichen Autor gibt das Mahabharata selber Vyasa an, mit genauem Namen: Krishna-Dvaipayana Vyasa ("Schwarzer inselgeborener Gelehrter"). Das Wort "Vyasa" hat Bedeutungen wie "Sammler, Zusammenbringer, Aufteiler". Diese im Text auch "Veda Vyasa" ("Teiler der Veden") genannte legendäre Gestalt habe nach seiner Unterteilung der 4 klassischen Veda-Schriften das Mahabharata als "5. Veda" zusammengestellt: als "Lehrbuch der Geschichte", voller Reflexionen über Moral, Ethik, rechtes Handeln und übergeordnete Gesetzlichkeit bzw. Ordnung.
Das Mahabharata berichtet zu Beginn, wie Vyasa das ganze Epos schon fertig gedichtet im Kopf hat, aber jemanden finden muss, der es aufschreibt. Da zu seiner Zeit noch niemand schreiben kann, bittet Vyasa den elefantenköpfigen Gott Ganesha (auch: Ganapati, "Führer der Halbgötter") darum, seine in Versform erzählte Geschichte schriftlich festzuhalten. Ganesha, der Schutz und Weisheit verkörpert und meist mit einem Buch in einer Hand dargestellt wird, bricht sich seinen rechten Stoßzahn ab und schreibt damit das Werk auf Baumblätter. Vyasa stellt ihm allerdings 2 Bedingungen: Zum einen will er seine Dichtung ohne Unterbrechung vortragen. Hier wird das Problem angedeutet, eine mit damals ausgefeilten Methoden auswendig gelernte lange Geschichte aufzuschreiben, wobei der Erzähler seinen automatisierten Redefluss nicht Vers für Vers unterbrechen kann. Zum anderen darf Ganesha nur schreiben, wenn er das Gehörte auch verstanden hat, was als klare Anweisungen an spätere Generationen von Schreibern zu verstehen ist.
Vyasa tritt im Epos immer wieder als Erzähler auf, spielt aber auch selber eine aktive Rolle in der Handlung. So ist er der eigentliche Vater der beiden Prinzen Dhritarashtra und Pandu, die er als Halbbruder des verstorbenen Königs mit dessen beiden Witwen durch Stellvertreter-Begattung erzeugt, um die Stammlinie des Kuru-Geschlechts fortzusetzen. Er ist also der eigentliche Großvater sowohl der Kauravas wie auch der Pandavas - und er wohnt im Wald von Kurukshetra, direkt am Ort der großen Schlacht.
Drei Jahre will Vyasa für das Dichten des Epos gebraucht haben - diese Erwähnung bezieht sich höchstwahrscheinlich auf den ältesten Kernteil des Mahabharata unter dem Namen "Jaya" ("Sieg"), in dem die 18 Tage der Schlacht berichtet werden. Die erweiterte Version des Epos unter dem Namen "Bharata" wurde demnach von Vaisampayana, die dritte umfangreiche Version als "Maha-Bharata" von Sauti erstellt. Beide sollen Schüler von Vyasa gewesen sein. Ein weiterer Schüler, Jaimini, von dem nur die Ausgestaltung des 14. Buchs ("Ashvamedhika-Parva") erhalten ist, lieferte die Grundlage für das "Razmnama", die iranische Version des Mahabharata (siehe dazu ein WORD-Dokument in Englisch).
Hinter Vyasa als Autor des gesamten Epos verbirgt sich eine lange Abfolge von Lehrer-Schüler-Generationen, zumeist vom Vater an den Sohn weitergegeben. Wie auch heute noch in indischen Brahmanen-Familien üblich, mussten damals ganze Texte auswendig gelernt, verstanden, öffentlich vorgetragen sowie abgeschrieben werden, oftmals mit Kommentaren und Erweiterungen versehen. Dadurch wurde auch das Mahabharata gepflegt und verbreitet, wobei es im Laufe der Zeit zu verschiedenen Denkschulen kam, die sich regional und inhaltlich unterschieden. So haben z.B. die Anhänger des Vishnuismus ihrem Helden Krishna eine stärkere Bedeutung bei ihrer Wiedergabe des Epos zugewiesen.
Der älteste erhaltene Hinweis auf das Mahabharata ist eine Inschrift aus dem 5. Jh. n. Chr. Das älteste teilweise erhaltene Manuskript des Epos stammt aus dem 13. Jahrhundert. Schließlich wurde das epische Werk in einzelne Regionalsprachen hinduistischer Länder übertragen, wobei in der jeweiligen Fassung viele lokale Besonderheiten aufgegriffen wurden. Heute sind über 1.000 verschiedene Mahabharata-Versionen in unterschiedlichen Sprachen bekannt, die sehr viele regionale Mythen, Sagen und Bräuche enthalten und wiederum eigene Traditionen begründeten. Zusätzlich sind in Indien zu allen Zeiten Interpretationen des Epos und ausführliche Kommentare zu seiner (jeweiligen) Bedeutung geschrieben worden.
[Bearbeiten] Geschichtlichkeit der Handlung
[Bearbeiten] Hinduistisches Verständnis
Das Mahabharata gehört im Hinduismus zur Schriftgattung "Itihasa" ("was erinnert wird") und wird als Bericht über historische Tatsachen angesehen. Für viele Gläubige haben die (Haupt-)Personen des Epos wirklich gelebt und die "Dharma"-Botschaften des Mahabharata bilden auch heute eine Grundlage ihres Glaubens, den sie selber "Sanadhana dharma" ("rechtschaffenes Leben nach der ewigen kosmischen Ordnung") nennen.
3.137 v. Chr. als historisches Datum der großen Schlacht hat der berühmte indische Mathematiker und Astronom Aryabhata um 500 n. Chr. berechnet, anhand mehrerer Angaben im Mahabharata-Epos zu Planeten- und Sternenpositionen sowie von Sonnen- und Mondfinsternissen. Diese Datierung vertreten auch viele hinduistische Wissenschaftler und untermauern sie mit modernen Rück-Berechnungen der Himmelskörper sowie Auswertungen von Dynastie-Linien in nachchristlichen Purana-Schriften. Allerdings werden aus allen benutzten Daten und Hinweisen auch die möglichen Jahre 1.000, 1.924, 2.554 oder gar 5.561 v. Chr. errechnet (siehe z.B. Artikel in Englisch von Prof. Subhash Kak, Dr. K.N.S. Patnaik, S.Balakrishna, S.Kalyanaraman, P.V.Vartak).
Da im Epos gesagt wird, dass Krishna 36 (2x18) Jahre nach der Schlacht gestorben sei, wird dementsprechend der Beginn des "Kali-Yuga" ("Eisen-Zeit", "Schwarzes Zeitalter") - das unheilvolle letzte Zeitalter der Hindu-Mythologie - auf das Jahr 3.102 v. Chr. festgelegt. Somit beschreibe das Epos mit seinem großen Krieg den beginnenden Niedergang dieser Welt. Orthodoxe Hindus behaupten darüber hinaus, dass die "Arya" ("ehrenhafter Edelmann") ur-indischer Abstammung seien, also keine indo-europäischen Einwanderer waren. Diese auch von fundamentalistischen Hindutva-Vertretern propagierte Ansicht wird gekrönt mit der "Out of India"-Theorie, nach der Indien der Ursprung sämtlicher (arischen) Zivilisationen der gesamten Welt sei (siehe z.B. Artikel in Englisch bei hindunet.org).
Auch westliche Esoterik- und ScienceFiction-Fans beziehen sich gerne auf fantasievolle Altersangaben zum Mahabharata und interpretieren dann Hinweise auf Atlantis und die Verwendung von vorgeschichtlichen Atombomben und Flugzeugen in das Epos hinein.
[Bearbeiten] Wissenschaftliches Verständnis
In der im Mahabharata beschriebenen nordindischen Region vor dem Himalaya-Gebirge zwischen den Flüssen Yamuna im Westen und dem oberen Ganges im Osten wurden und werden viele archäologische Ausgrabungen gemacht. Dabei wird nach Überresten einer gemeinsamen Kultur gesucht, ausgehend davon, dass die im Epos erwähnten 54 Königtümer (Stämme) in regem Austausch miteinander standen und deshalb einen ähnlichen kulturellen Entwicklungsstand hatten. Gefunden wurden an vielen Orten der Mahabharata-Region ähnliche Ton-Scherben, die als "Painted Grey Ware" bezeichnet und wissenschaftlich datiert werden auf die Zeit zwischen 1.200 und 500 v. Chr.
1.200 - 800 v. Chr. als geschichtlicher Zeitrahmen für die Schilderungen des Mahabharata wird von vielen Archäologen, Historikern und Indologen vertreten. Dafür spricht auch die moderne Theorie, dass indo-europäische Volksgruppen wie die Arier erst ab 1.500 v. Chr. in Nordwest-Indien einsickerten und dabei ihre eigene patriarchalische ("am Anfang ein Vater") Viehzüchter-Kultur mitbrachten. Bis diese Halb-Nomaden zum Yamuna- und Ganges-Fluss vordrangen und sich dort als (Mit-)Herrscher über einheimische Ackerbau-Kulturen etablieren konnten, müssten dementsprechend einige Jahrhunderte vergangen sein. Das Mahabharata selber nennt als Urheimat der Kurus (Unterlinie der Bharata-Dynastie) an mehreren Stellen eine Region jenseits des Himalaya-Gebirges namens "Uttarakuru" ("Äußerstes, nördlichstes Kuru-Land") nördlich von Baktrien, die in der heutigen Republik Kirgisistan lokalisiert wird. Direkt daneben soll "Uttaramadra" liegen, die Urheimat des Madra-Stammes, der in Nordindien ein Nachbar der Kurus ist und dessen Prinzessin Madri die 2. Ehefrau des zurückgetretenen Kuru-Königs Pandu und Mutter zweier gottgezeugter Pandavas ist.
Für die Geschichtlichkeit des Epos spricht die Erwähnung von vielen Ortsnamen, die auch heute noch in Nordindien existieren: Kurukshetra (nahe Delhi), Indraprastha (Delhi), Mathura (in Uttar Pradesh), Viratanagar (Bairat in Jaipur), Paniprastha (Panipat), Sonaprastha (Sonipat in Haryana), Vrikaprastha (Baghapat in Uttar Pradesh), Tilaprastha (Tilpat in Haryana), Ahichchhatra (in Uttar Pradesh) u.v.a. So kann Hastinapura, die Königsstadt der Kurus am oberen Ganges, archäologisch bis in das 2. Jahrtausend v. Chr. zurückdatiert werden. Aber eine Besiedelung vor 1.500 v. Chr. konnte zumeist an den genannten Orten nicht nachgewiesen werden. In Kurukshetra allerdings, wo die 18-tägige Schlacht stattgefunden haben soll, wurden Kupfer-Waffen aus der Zeit von 2.800 v. Chr. gefunden.
Aufgrund einer aktuellen Ausgrabung der alten nordindischen Panchala-Königsstadt Kampilya (Farukkhabad in Uttar Pradesh, östliche Nachbarn der Kurus, Familie von Draupadi) wird als neue Theorie angenommen, dass die indo-europäischen Zuwanderer sowie die Übersiedler der älteren, untergegangenen Indus-Kultur (auch: "Sindhu-Sarasvati-Zivilisation") nebeneinander existierten (info) - die "Arier-Invasionstheorie" mit ihrer einhergehenden Zerstörung der Indus-Kultur gilt seit längerer Zeit als überholt. Im Mahabharata-Epos wird "Arya" nur einige Male und dann im Sinne von "nobler Charakter" benutzt - das Gegenteil davon ist die seltene und situative Bezeichnung als "An-arya".
[Bearbeiten] Sanskrit-Edition & Übersetzungen
In den Jahren 1919 bis 1966 wurde am Bhandarkar Oriental Research Institute (BORI) im indischen Puna eine sog. "Kritische Edition" des kompletten Mahabharata in Sanskrit in 24 Bänden erstellt, die als grundlegende Version des Epos anerkannt ist. Dafür wurden Hunderte von Manuskripten ausgewertet, kommentiert und jeweils verschiedene oder zusätzliche Versionen neben dem gewählten Sanskrit-Text angeführt. Die komplette korrigierte und aktuellste Version findet sich zum Downloaden bei Prof. John Smith in Cambridge.
Es gibt keine Übersetzung des Mahabharata ins Deutsche, aber mehrere ins Englische, von denen zwei auch komplett im Internet stehen.
Als "Klassische Übersetzung" ins Englische wird nach wie vor "The Mahabharata of Krishna-Dwaipayana Vyasa" von Kisari Mohan Ganguli (Kolkata, Indien 1883-1896) anerkannt, 2004 als 4-bändiges Taschenbuch (ISBN 8121505933) nachgedruckt, aber auch als e-Text komplett online im "Internet Sacred Texts Archive" zu finden. Dort gibt es auch die verwendeten Sanskrit-Originale in Devanagari- und in romanischer Schrift. In früheren Veröffentlichungen von Ganguli's Übersetzung wurde als Autor Pratap Chandra Roy genannt, aber er war nur der erste Herausgeber.
Die einzige andere komplette Übersetzungen ins Englische stammt von Manmatha Nath Dutt (Kolkata, Indien 1895-1905) und basiert auf der Version von Kisari Mohan Ganguli, wobei er im Wesentlichen sprachliche Nachbesserungen gemacht und dabei in seiner viktorianischer Gesinnung einige "unmoralische" Teile weggelassen hat. Die ebenfalls bekannte Übertragung in Versform von Romesh Chunder Dutt (Indien 1898) lässt größere Teile des Original-Epos aus (e-Text).
Die "Kritische Edition" wird zurzeit in den USA an der Universität von Chicago in modernes Englisch übersetzt und editiert. Begonnen wurde diese Arbeit von Prof. J.A.B. van Buitenen im Jahre 1973, seine 3 fertig gestellten Teile (ISBN 0226846636, ISBN 0226846644, ISBN 0226846652) sind in der Fachwelt höchst respektiert. Der 7. Band (ISBN 0226252507) wurde von Prof. James L. Fitzgerald übersetzt und 2004 publiziert, andere Bände sind in Vorbereitung.
Die "Clay Sanskrit Library", von John & Jennifer Clay in England gegründet, publiziert seit 2005 unter Mitarbeit von 44 internationalen Wissenschaftlern original Sanskrit-Texte aus Indien mit der englischen Übersetzung auf der gegenüberliegenden Buchseite. Es wurden schon 6 Teile der "Vulgate"-Version des Mahabharata veröffentlicht, weitere sind in Vorbereitung (ISBN 0814794068, ISBN 0814742785, ISBN 081473183X, ISBN 0814767230, ISBN 0814799817, ISBN 0814757065).
Teilweise bereits erschienen und in Fachkreisen hoch gelobt ist die sehr gut verständliche Vers-für-Vers-Nacherzählung ("transcreation") von Prof. P. Lal (Indien ab 1968), "The Mahabharata of Vyasa", die fortlaufend bei seinem "Writers Workshop" in Kolkata (Kalkutta, Westbengalen) erscheint, allerdings (noch) keine ISBN-Nummern hat.
Das 10. Parva ("Buch") des Mahabharata wurde separat von Prof. W. J. Johnson 1999 in den USA Vers für Vers übersetzt unter dem Titel "The Sauptikaparvan of the Mahabharata: The Massacre at Night" (ISBN 0192823612).
Als "Klassische Übersetzung" ins Hindi gilt die Gita Press Edition, Gorakhpur Indien, daneben existieren zahlreiche (alte) Übersetzungen in regionale indische Sprachen. Es existiert je eine aktuelle Übersetzung ins Französische, ins Russische sowie ins Chinesische.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Abhimanyu - Sohn des drittältesten Pandava-Bruders Arjuna.
- Arier - in Indien eingewanderte Volksstämme indo-europäischer Abstammung.
- Arjuna - drittältester Pandava-Bruder, empfängt die Lehren der "Bhagavad-Gita" von Krishna.
- Bedeutung des Veda - "das Wissen der Weisen", Grundlage des Hinduismus.
- Bhagavad-Gita - "Gesang des Göttlichen", wichtiger spiritueller Text des Hinduismus.
- Dharma - "kosmische Ordnung", "heiliges Gesetz", Grundlage der hinduistischen Ethik.
- Epos - erzählerische Dichtung in Versform.
- Glossar hinduistischer Begriffe - Kurzerklärungen und Übersicht zu Artikel in der deutschen Wikipedia.
- Hinduismus - Religion Südostasiens, drittgrößtes Glaubenssystem der Welt, ca. 900 Millionen Anhänger.
- Indische Mythologie - eine Übersicht über die mythologischen Vorstellungen des Hinduismus.
- Indus-Kultur - vor-vedische Zivilisation am Indus-Fluss im Nordwest-Indien bzw. heutigen Pakistan.
- Kali-Yuga - "Eisen-Zeit", "Schwarzes Zeitalter", das gegenwärtige, sehr langdauernde Zeitalter.
- Kaste - "gesellschaftlicher Stand", eigentlich: "Varna", Unterteilung nach gesellschaftlichen Aufgaben.
- Krishna - Avatar bzw. Inkarnation des Gottes Vishnu.
- Kshatriya - "Krieger-Kaste", regelt die weltlichen Angelegenheiten (Krieger, Fürsten und Könige).
- Maya - "Illusion", auch: die Verblendetheit des eigenen Ichs.
- Peter Brook - Theater-Regisseur, berühmter internationaler Film "The Mahabharata" (London 1989).
- Rishi - ("weiser, spiritueller Mann", "Seher"), Priester, Autoren, Heilige, Asketen, Propheten und Einsiedler.
- Sanskrit - alte indo-europäische Sprache, z.B. der Arier in Indien.
- Veda - altindische Schriften des Hinduismus, zusammengestellt von Vyasa.
- Vyasa - mythologischer Autor des Mahabharata-Epos und der 4 Veden.
[Bearbeiten] Filme & Videos
- 2007 Indien: Bollywood-Filmproduzent Bobby Bedi plant internationalen Mahabharata-Film im Format von "Herr der Ringe" (IMDb)
- 2001 Niederlande/International: "Myths of Mankind - The Mahabharata" von Roel Oostra & Paul William Roberts, 55 Min., Dokumentation, CTC Cresset Communications B.V., keine weiteren Informationen verfügbar, 2004 auf Hessen-TV: "Die großen Rätsel: Mahabharata"
- 1990 England: "Mahabharat" von B.R. Chopra & Ravi Chopra, in Englisch, digital überarbeite verkürzte 15-stündige Version auf BBC-TV 1990-91, 5 DVDs, Arrow Film Distributors Ltd. 2003, ASIN B0000BV1J9
- 1989 England/International: "The Mahabharata" von Peter Brook, 312 Min., plus "Making of", DVD Box in Englisch (andere Sprachen oder Untertitel unbekannt), Bfi Video Publishing 2005, ASIN B00092ZE64 (IMDb), 2006 auf ARTE-TV als Kurzfassung
- 1988 Indien: "Mahabharat" von B.R. Chopra & Ravi Chopra, (Low-Budget-Produktion, schlechte Sound-, Bild- und Untertitel-Qualität), 70 Stunden, alle 94 Episoden vom indischen Doordarshan-TV 1988-90, 16 DVDs, in Hindi-Sprache, mit englischen, französischen and spanischen Untertiteln, New Certified Original Box Edition, Arrow Film Distributors Ltd. 2002, ASIN B00023JH72 (IMDb, Inhaltsangabe, Drehbuch, Besprechung)
- 198? Indien: "Mahabharata - The Indian Classic" von Devotional Drama Series, 125 Min., DVD, Hindi mit englischen Untertiteln, keine weiteren Angaben verfügbar
- Weitere ältere indische Filmversionen finden sich in der "Internet Movie Database" (IMDb).
[Bearbeiten] Literatur
Siehe auch Bücher unter "Bhagavad-Gita".
Nacherzählungen:
- Gitta Haselbacher (Österreich 2006), Mahabharata. Eine Nacherzählung, Yantra Verlag, Wien 2006, ISBN 3901226397
- Otto Abt (Deutschland 2001), Von Liebe und Macht. Das Mahabharata, Horlemann Verlag, Bad-Honnef 2001, ISBN 3895021245
- Biren Roy (England 1958), Mahabharata (Übersetzung des britischen Originals von 1958), 10. Auflage, Diederichs, München 1998, ISBN 3424005762
- Prof. Vladimir Miltner, Hrsg. (Polen 1988), Mahabharata. Eine altindische Sage, Übersetzung aus dem Polnischen, K. Müller Verlag, Erlangen 1992, ISBN 3860702866
- Samhita Arni (Indien 1996), Das Mahabharatha von einem Mädchen erzählt, Reihe Baobab, Nagel & Kimche Zürich, Schweiz 1999, ISBN 3312005167
Studien:
- Anette Mangels (Deutschland 1994), Zur Erzähltechnik im Mahabharata, "Poetica - Schriften zur Literaturwissenschaft" Band 7, Verlag Dr. Kovac, Hamburg 1994, ISBN 3860641239
- Wilfried Huchzermeyer (Deutschland 2003), Die heiligen Schriften Indiens - Geschichte der Sanskrit-Literatur, Huchzermeyer Verlag, Karlsruhe 2003, ISBN 3931172228
- Heino Gehrts (Deutschland 1975), Mahabharata. Das Geschehen und seine Bedeutung, Bouvier, Bonn 1975, ISBN 3416010728
- Prof. Adolf Holtzmann, Hrsg. (Deutschland 1892-1895), Das Mahabharata und seine Teile : Monographie, literarhistorische Abhandlung, 4 Bände, Verlagsgruppe Zeller, Oldenburg 1892-1895, Nachdruck Wagener Edition, Melle 1971, ISBN 3764803878
Englischsprachige Nacherzählungen:
- Dr. A. Harindranath (Indien, aktuell), Mahabharata retellings in English - bibliography: http://www.geocities.com/harindranath_a/maha/retoldm.html
- Meera Uberoi (Indien 2005), The Mahabharata, Penguin Books, India 2005, ISBN 0143033581
- Krishna Dharma (England 1999), Mahabharata : The Greatest Spiritual Epic of All Time, New Edition, Torchlight Publishing, USA 2006, ISBN 1887089136
- Chakravarthi V. Narasimhan (Indien 1973), The Mahabharata, An English Version Based on Selected Verses, Revised Edition, Columbia University Press, USA 1997, ISBN 0231110553
- R.K. Narayan (Indien 1972), The Mahabharata, reprint by South Asia Books, USA 2006, ISBN 8170944937
- William Buck (USA 1963), Mahabharata, reprint by University of California Press, USA 2000, ISBN 0520227042
Englischsprachige Studien:
- Dr. A. Harindranath (Indien, aktuell), Mahabharata inspired studies / creative insights in English - bibliography: http://mahabharata-resources.org/inspired_english.html
- Prof. T.S. Rukmani, editor (Kanada 2005), The Mahabharata : What is not here is nowhere else (Yannehasti na Tadkvacit), edited anthology (proceedings of international conference at Concordia University Montreal, May 2001), Munshiram Manoharlal Publishers Delhi, India 2005, ISBN 8121511305
- Prof. Alf Hiltebeitel (USA 2001), Rethinking the Mahabharata : A Reader's Guide to the Education of the Dharma King, University of Chicago Press, USA 2001, ISBN 0226340546
- Arvind Sharma, editor (1991), Essays on the Mahabharata, Motilal Banarsidass Publishers Delhi, India 2005, ISBN 8120827384
- Edwin Bryant (USA 2001), The Quest for the Origins of Vedic Culture : The Indo-Aryan Migration Debate, Oxford University Press, USA 2001, ISBN 0195137779
- Prof. John L. Brockington (Schottland 1969-95), The Sanskrit Epics, Brill Academic Publishers Leiden, The Netherlands 1998, ISBN 9004102604
- Prof. Bruce M. Sullivan (USA 1987), Seer of the Fifth Veda : Krsna Dvaipayana Vyasa in the Mahabharata - A New Interpretation, 132 p., 2nd edition: South Asia Books USA 1999, ISBN 8120816765
- Buddhadeva Bose (Indien 1971), The Book of Yudhisthir : A Study of the Mahabharat of Vyas, translated, Sangam Books Mumbai, India 1986, ISBN 0861314603 (excerpts)
- Irawati Karve (Indien 1969), Yuganta : The End of an Epoch, translated, essays on the Mahabharata, reprint by Sangam Books Ltd. India 1991, ISBN 0863110983
[Bearbeiten] Weblinks
Commons: Denis Bonn/Mahabharata – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
Dr. A. Harindranath (Indien, seit 2004), "Mahabharata Resources" (Quellen-Sammlung): http://mahabharata-resources.org/
Sanskrit-Versionen zum Downloaden:
- Prof. John D. Smith (England 2006), "Electronic text of the Mahabharata" (Critical Edition from BORI, based on John Smith's revision of Prof. Muneo Tokunaga's version, University of Cambridge - Download nach kostenloser Registrierung): http://bombay.indology.info/
- Thomas Malten (Köln 2003), "Cologne Digital Sanskrit Lexicon - Sanskrit, Tamil and Pahlavi Dictionaries" (Online-Übersetzer): http://webapps.uni-koeln.de/tamil/
- hindunet.org (Indien 2000), "e-text of Mahabharata" (in Devanagari-Schrift): http://www.hindunet.org/mahabharata/
Zusammenfassungen:
- Andreas Markt-Huter (Innsbruck 2005), "Mahabharata: Der große Kampf zweier indischer Königsdynastien": http://www.lesen.tsn.at/index.php?&con_id=1069&archiv=all#maha
- Hare-Krshna-Homepage, Hauptgeschichte aus dem Mahabharata (nach Ganguli): http://www.harekrsna.de/mb/index.htm
- W. Dörge-Heller (Karlsruhe 2004), "Drei Szenen des Mahabharata mit Kommentierung" ("Ar Gwyr" Nr. 36): http://www.lebensraeume-var.de/mahabh/inhalt.html
- Bernhard Peter (Koblenz 2005), "Die Helden der Mahabharata" (grafische Stammbäume): http://www.kultur-in-asien.de/Indien/Sonstige/seite402.htm
Übersetzung ins Englische:
- Kisari Mohan Ganguli (Indien 1883-1896), "The Mahabharata of Krishna-Dwaipayana Vyasa" (komplett online): http://www.sacred-texts.com/hin/maha/index.htm
- Duncan Watson (1992), "A Chapter by Chapter summary of the great Indian epic, as an aid to finding passages within the original 18 volumes" (Kapitelüberschriften zu Ganguli's Übersetzung, PDF-Datei, 128 kb): http://mars-news.de/mbh/mbh-watson.pdf
Englischsprachige Zusammenfassungen:
- Chakravarthi Rajagopalachari (Indien 1951), "Mahabharata retold by Rajaji" (komplette Nacherzählung online): http://www.switzerinstrument.com/Rajaji-Original/mahabharata/index.htm
- Jay Mazo (USA), "Mahabharata retold by C. Rajagopalachari" (komplett in einer PDF-Datei, 755 kb): http://www.wesleyan.edu/ccst/courses/spring06/Shrinivasan_Online_Text.pdf
- Dr. Larry A. Brown (USA 2001), "The Mahabharata - a synopsis of the great epic of India": http://larryavisbrown.homestead.com/files/xeno.mahabsynop.htm
- Aneesh Patel (USA 1999) "The Hypertext Mahabharata" (summary): http://www.shelterbelt.com/RELIT/MAHAB/Mahabharata.html
- Prof. Norman Prinsky (USA 2004), "Notes and Questions on Mahabharata and Bhagavad Gita" (summaries & annotations): http://www.aug.edu/~nprinsky/Humn2001/bhaggita-nq.htm
- Harsh Nevatia (Indien), "Hindu Mythology : Mahabharata (8 Lessons)": http://www.suite101.com/lesson.cfm/18770/2183
- Gloria Floren (USA 2003), "The Mahabharata Family Chart": http://www.miracosta.cc.ca.us/home/gfloren/mahabharata_chart.htm
- Gilles Schaufelberger (Frankreich 2004), "Genealogies" (from Mahabharata, detailed, small pdf file, 69 kb): http://www.geocities.com/harindranath_a/maha/GENEALOGIES.01.pdf
Englischsprachige Studien:
- Satya Chaitanya (Indien), "The Puzzle of Pandu" (2006): http://www.boloji.com/hinduism/121.htm
- "": "Yudhishthira : A Game of Dice with Dharma" (2006): http://www.boloji.com/hinduism/123.htm
- Dr. Pradip Bhattacharya (Indien), "Enigmas in the Mahabharata" (2004): http://www.boloji.com/hinduism/086.htm
- "": "Panchkanya - Women of Substance" (2001): http://www.boloji.com/hinduism/panchkanya/pk01.htm
- School of Oriental and African Studies (SOAS, London 2005), "Epic Constructions : Gender, Myth & Society in the Mahabharata" (international conference, abstracts): http://www.soas.ac.uk/Religions/mbhconf/abstracts.htm
- Elaine Fisher (USA 2004), "The Devious God, Mythological Roots of Krishna’s Trickery in the Mahabharata": http://csr.uchicago.edu/content/1-2-fisher.html
- Sitansu S. Chakravarti (Kanada), "Bhishma and Sri Krishna - The New Value System in the Mahabharata" (2000): http://www.infinityfoundation.com/mandala/h_es/h_es_chakr_bhishma.htm
- "": "A follow-up on 'The New Value System in the Mahabharata' " (2002): http://www.infinityfoundation.com/mandala/i_es/i_es_chakr_value_frameset.htm
- Buddhadeva Bose (Indien 1971), "The Book of Yudhisthir : A Study of the Mahabharat of Vyas" (excerpts): http://www.parabaas.com/translation/database/translations/essays/book_of_yudhisthir.html
- Dr. S.P. Gupta, K.S. Ramachandran, editors (Indien 1976), "Mahabharata : Myth and Reality - Differing Views" (discussion of 41 historians & archeologists, complete book online, plug-in needed): http://abob.libs.uga.edu/bobk/maha/mahafr.html
- Cie Sharp (USA 2003), "More Hindu Themes in the "Star Wars" Saga": http://boards.theforce.net/message.asp?topic=11178560