Diamantoide
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Die Diamantoide (Diamantartige, engl. diamondoids) sind eine Stoffgruppe von mineralischen Cycloalkanen, bei denen das Kohlenstoffgerüst gleich dem eines Diamanten ist, sowie deren Substuienten. Der einfachste Diamantoid ist das Adamantan. Einige Diamantoide kommen in geringen Mengen im Erdöl sowie in Bergkristallen vor. Die Diamantoide sollen in der Nanotechnologie eingesetzt werden, zur Herstellung von Pharmazeutika sind sie schon im Gebrauch. Außerdem werden sie dem Erdöl zur Erhöhung der Oktanzahl beigemengt. Die Diamantoide lassen sich als Diamantensplitter auffassen, an deren Außenfläche sich Wasserstoff angelagert hat. Es gibt auch mineralische, diamantartige Cycloalkene, die einfachste Verbindung dieser ist das Adamanten.
Die homologen des Adamantans bilden eine homologe Reihe mit der allgemeinen Summenformel C4n+6H4n+12.
Einige Diamantoide:
- Adamantan (C10H16)
- Icean (C12H18)
- BC-8 (C14H20)
- Diamantan (C14H20) (auch Diadamantan)
- Triamantan (C18H24) (auch Triadamantan)
- Isotetramantan (C22H28)
- Cyclohexamantan (C26H30)
- Super-adamantane (C35H36)
Alan Marchand konnte cis- und trans-1,2-Di(1-adamantyl)ethen herstellen, das aufgrund seiner sterischen Abstoßung interessant ist.