Donautrajekt Gombos-Erdöd
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Das Donautrajekt Gombos–Erdöd lag im früheren Südungarn als Eisenbahnfähre.
Dort überquerte die Alföld-Fiumaner Eisenbahn ab 1872 in einem Flussbogen auf einem Trajekt die Donau. 1910 wurde eine sechsbogige Stahlbrücke fertiggestellt, die das Trajekt seither ersetzte. Heute ist die Donau hier Grenzfluss zwischen dem in der serbischen Vojvodina liegenden Bogojevo, dem früheren Gombos, und dem in Ostkroatien nahe Vukovar gelegenen Erdut (Erdöd).
Bilder dieser Trajektanstalt zeigen bei den Ponten, den Landebrücken und den Leitseilen eine volle Übereinstimmung mit den Trajektgeräten der Rheinischen Eisenbahn. Auch hier benutzte man die vom Rhein her bekannten Zwischenwagen, um die Ponten nicht mit dem Gewicht der Lokomotiven zu belasten. Die beiden Ponten trugen hier die Namen „Duna“ und „Drava“.
Nach der Einstellung des Trajekts von Rheinhausen nach Hochfeld hatte die Rheinische Eisenbahngesellschaft 1877 Geräte dieser Trajektanstalt zum Verkauf angeboten. Für den Bahntransport an die Donau müssen die 63 Meter langen Ponten völlig zerlegt worden sein.
[Bearbeiten] Literatur
- Scharf, Hans-Wolfgang: Eisenbahn-Rheinbrücken in Deutschland, Freiburg, 2003.