Dreidärrischenhöhle
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Dreidärrischenhöhle | |
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Lage: | Anninger im Wienerwald bei Gaaden, Niederösterreich |
Schauhöhle seit: | 1926 - 1939 |
Beleuchtung: | ehem. elektrisch |
Gesamtlänge: | 230 m |
Besonderheiten: | heute teilw. eingestürzt |
Die Dreidärrischen-Höhle (oder Siebenbrunnentalhöhle, in früheren Zeiten auch "Saulucke" oder "Niklashöhle") ist die größte Höhle des Wienerwald und befindet sich im Siebenbrunnental das sich den Osthang des Anningers im Gemeindegebiet von Gaaden hinaufzieht.
Zu Herkunft des Namen gibt es mindestens zwei Vermutungen:
- Die drei oberhalb des Höhleneinganges bizarren aufragenden Felsen, sehen versteinerten Menschen ähnlich, die der Sage nach taub ("törisch") sind.
- Die Felswand um die Höhle gibt angeblich kein Echo.
Die Höhle mit einer Ganglänge von ca. 230m und einem Höhenunterschied von 19m ist der einheimischen Bevölkerung sicher seit dem 19. Jahrhundert oder noch länger bekannt. Mit elektrischer Beleuchtung und künstlich geschaffenem Zusatzeingang versehen wurde sie von 1926 bis 1939 als Schauhöhle geführt. Seit Beginn des Zweiten Weltkriegs besteht kein öffentliches Interesse mehr an der Höhle. Um 1980 ist ein Teil der Höhle eingestürzt.
Heute fordern Naturschützer eine Sperre, um das empfindliche Ökosystem der Höhle zu schützen.
Die Dreidärrischenhöhle dient als natürlicher Unterschlupf und Rückzugsgebiet für seltene Tierarten wie Fledermäuse: Beobachtet wurden Kleine Hufeisennase, Großes Mausohr, Mopsfledermäuse, Zwergfledermaus und andere, die auf der roten Liste gefährdeter Arten stehen.
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