Esperantoland
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Esperantoland (Esperantio, Esperantolando, traditionell auch Esperantujo) bezeichnet (mit leicht humoristischem Unterton) den Sprachraum von Esperanto; ein Land, das nicht existiert, aber von dem man dennoch sagen kann, dass in ihm die Sonne niemals untergeht.
Wenn Menschen, die Esperanto sprechen, sich auf Esperanto-Veranstaltungen (z.B. beim alljährlichen Esperanto-Weltkongress) begegnet sind, sagt man oft: sie haben sich im "Esperantoland" getroffen, auch wenn sie sich geografisch in Spanien, Russland oder in Kanada befanden. Wo also liegt "Esperantoland"? Überall dort wo Esperanto gesprochen wird.
Im Esperanto werden die Namen von Ländern (teilweise) aus einem Stammwort gebildet, der dem Namen der Einwohner entspricht. Dieses wird entweder mit dem ursprünglichen Suffix "-uj", mit dem Suffix "-i" und in einigen Fällen mit "lando" zusammengesetzt gebildet: beispielsweise "Franco" ("Franzose") => "Francujo", "Francio" (oder "Franclando").
Der Name des "erfundenen" Esperantolandes wird analog gebildet, obgleich der Wortstamm hier kein Volk anzeigt, sondern der Name einer Sprache verwendet wird: "Esperantujo", "Esperantio" oder "Esperantolando".
Bei vielen Ländern sind die "-i"-Formen verbreiteter als die "-uj"-Formen, aber im Fall von Esperantoland, ist die "-uj"-Form die traditionell bevorzugt verwendete. Bei manchen jüngeren Esperanto-Sprechern ist "Esperantio" populärer - so benutzt beispielsweise das Verzeichnis Pasporta Servo die "-io"-Form.
Es gibt auch einen Verein EsperantoLand e. V. mit der Website www.esperantoland.org. EsperantoLand e. V. veranstaltet internationale Esperantotreffen und betreibt einen Buchversand.