Fehlerklasse
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Die Fehlerklasse (unpräzise auch Genauigkeitsklasse) eines Messgerätes gibt den maximalen zu erwartenden Teil der Abweichung einer Messung vom wahren Wert der gemessenen Größe an, bedingt durch das Messgerät selbst. Jedes Messgerät hat einen Messgerätefehler.
Die Fehlerklasse dient der Beurteilung der Qualität eines Geräts, ist in den technischen Daten, bei analogen Zeigerinstrumenten auch auf der Skala angegeben und in der EN 60051 geregelt.
Genauigkeitsklasse 1 bedeutet etwa eine maximale Abweichung von 1 Prozent der Messbereichsendwertes (Grenze des Messbereiches).
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[Bearbeiten] Fehlerklasse des Geräts
Bei analogen Zeigermessgeräten ist der relative Fehler bei kleinen Werten groß, da der vom Hersteller des Messgerätes angegebene Fehler, die Fehlerklasse, sich auf den Maximalwert des Messbereiches bezieht. Bei digitalen Messgeräten findet man oft Angaben zur Fehlergrenze, die aus einem relativen, auf den aktuellen Messwert bezogenen Wert und aus einem absoluten, auf den Messbereichsendwert bezogenen Wert bestehen. Man braucht also bei digitalen Geräten nicht im gleichen Maße auf die Ausnutzung der Messbereiche achten wie bei analogen Messgeräten.
[Bearbeiten] Messgerätefehler und Messfehler
Diese Messfehler sind trotz Normierung (z.B. Eichung) der Geräte nicht zu vermeiden: Ziel jeder Messung ist es, den wahren Wert einer Messgröße möglichst genau zu erfassen. Das ist praktisch aber nicht möglich, denn keine Messung ist völlig ohne Messfehler und absolut genau durchzuführen (Die Fehlerklasse beschreibt nur den durch das Messgerät bedingten Teil des Messfehlers! ).
Die Fehlerklasse eines Messgerätes wird in Prozent, bezogen auf die Messbereichsendwert, angegeben.
Die Fehlerklasse gibt eine Orientierung über den zu erwartenden Messgerätefehler einer Messung unter den Nennbedingungen zur Messung (etwa Lage des Gerätes, Umgebungstemperatur u.a.) und daher direkt einen Anhaltspunkt für die Qualität des Geräts, nicht aber über weitere Arten von Messfehlern (etwa zufällige, näheres siehe im Artikel Messfehler.
- Beispiel um den bei einer Messung zu erwartenden maximalen Messgerätefehler zu errechnen
- Bei einem Spannungsmessgerät mit einem Messbereich von 500 Volt und Fehlerklasse 1,5 ergibt sich eine maximal Abweichung von 7,5 Volt allein bedingt durch das Messgerät .
[Bearbeiten] Fehlerklassen nach VDE 0410
Übliche Fehlerklassen nach der Vorschrift VDE 0410 Bestimmungen für elektrische Messgrößen:
- Präzisionsmessgeräte: 0,001 – 0,002 – 0,005 – 0,01 – 0,05
- Feinmessgeräte: 0,05 – 0,1 – 0,2 – 0,5
- Betriebsmessgeräte: 1 – 1,5 – 2,5 – 5
[Bearbeiten] Siehe auch
- Fehler, Fehlerrechnung
- Messunsicherheit, GUM, Experiment - zur Theorie der Messvorgänge