Grube Silberhardt
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Die Grube Silberhardt in Windeck-Öttershagen ist ein altes, stillgelegtes Bergwerk, welches am 13. September 2003 als Besucherbergwerk wieder eröffnet wurde.
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[Bearbeiten] Geschichte
Aufgefahren wurde die Grube schon im 13. Jahrhundert. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Grube 1752 erneut ausgefahren.
1808 erwarb Bürgermeister Rumpe von Altena das verlassene Bergwerk. 1810 verkauft er diese weiter an den Gewerken Metzler, kauft sie aber nach teilweisem Einsturz zurück. 1819 werden große Mengen silberhaltigen Bleies gefördert, die Bröler Eisenhütte wird für die Erschmelzung von Blei- und Silbererz umgebaut und 1824 sogar erweitert. 1824 wird auch die Wasserkunst eingebracht. 1825 wird das Pochwerk in Rosbach aufgebaut.
1831 finden erste Untersuchungen der Sieg bezüglich der Verunreinigungen statt. 1833 kam es zu einem Arbeiteraufstand und 1834 wurde die Förderung eingestellt. Nach dem Erwerb der Grube durch Kleingewerke 1859 wird 1861 der Abbau wieder eingestellt und der Besitzer wechselt.
1863 wird in Amsterdam die Gründung einer AG Silberhardt en Jucht genehmigt, 1873 eine AG Ertsdelveriy Amsterdam gegründet. 1874 werden Aktien mit dem Nennwert von 150.000 Gulden ausgegeben. Vorerst 1881, endgültig 1882 stellt die Grube ihren Betrieb wieder ein. 1884 gründet ein Hr. Dahm die 100 Kuxe Gewerkschaft Silberhardt, 1892 erfolgt auch die Konsolidierung und 1900 die Wiedereröffnung, aber keine Produktion. 1914 erbaute ein Hr. Flothmann eine zweite Aufbereitungsanlage, die aber 1915 wieder zwangsversteigert wurde. 1920 übernahmen die Hüttenbetriebe Thyssen die Grube, die mit anderen zur Konsolidation Eisenberg vereinigt wurde. 1924 übernahm ein Hr. Käsgen die Aufbereitungsanlage und die Grube, musste aber 1925 viele Mitarbeiter entlassen und wurde 1926 zwangsversteigert. 1926 erwarben die Vereinigten Stahlwerke die Grube und produzierten von 1930 bis 1936. 1953 erwarben die Erzbergbau Siegerland die Grube, 1965 die Barbara Rohstoffbetriebe.
[Bearbeiten] Bergbaumuseum
1997 wurde begonnen, den zugeschütteten Oberen Neuen Stollen wieder zu öffnen. 1999 konnten erste Besucher hineingeführt werden, 2000 fuhr die erste Lok im Stollen. 2001 wurde ein den Bergbau begleitender Wanderweg eingeweiht. Auf diesem sind verschiedene Stolleneingänge, ein Rennfeuerofen und ein Holzkohlemeiler zu sehen. 2002 wurde ein spezieller Förderverein für das Besucherbergwerk gegründet.
[Bearbeiten] Literatur
Patzke, Harald: Die Grube Silberhardt: Ein Besucher-Bergwerk lädt ein. Martina-Galunder-Verlag, Nümbrecht. 2003. ISBN 3-89909-024-1