Helmut Frisch
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Helmut Frisch (* 1. Oktober 1936 in Wien; † 8. Juli 2006 bei Siena in Italien) war ein österreichischer Wirtschaftswissenschaftler und Vorsitzender des Staatsschuldenausschusses.
Helmut Frisch absolvierte von 1954 bis 1960 ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaft in Graz, bevor er am Institut für Höhere Studien als Assistent tätig war. In Linz wurde er 1970 Hochschulprofessor, ein Jahr später Universitätsprofessor an der Technischen Universität Wien. In Wien war er zugleich Ordinarius für Volkswirtschaftslehre.
Als Finanzexperte und Jurist verdiente er sich international Anerkennung. Seine Forschungsarbeiten führten ihn unter anderem zu Gastprofessuren in Florenz (European University), New York (Columbia University) und Los Angeles (University of California). Seit 1978 leitete er den Vorsitz des Staatschuldenausschusses in Österreich und veröffentlichte in dieser Eigenschaft jährlich den Staatsschuldenbericht. Als Haushaltsexperte hatte er wiederholt die Finanzpolitik in Österreich kritisiert. Darüber hinaus machte er sich als Autor von Fachpublikationen einen Namen.
Er wurde als Nachfolger von Finanzminister Ferdinand Lacina gehandelt, was er aber von sich aus ablehnte.
Am 8. Juli 2006 starb er im Alter von 69 Jahren während eines Kongresses nahe Siena an einem Herzinfarkt.
[Bearbeiten] Werke (Auswahl)
- Schumpeterian Economics. Praeger, New York 1982, ISBN 0-03-062766-4
- Slovenia and Austria. Bilateral Economic Effects of Slovenian EU Accession Leykam, Graz 2004, ISBN 3-7011-7498-9
- Theories of Inflation. CUP, Cambridge, Mass. 1990, ISBN 0-521-29512-2 (zusammen mit Bernhard Böhm)
[Bearbeiten] Weblinks
- Wiener Zeitung
- Offizieller Internetauftritt des Staatsschuldenausschusses Österreich
- ORF.at Helmut Frisch gestorben
Personendaten | |
---|---|
NAME | Frisch, Helmut |
KURZBESCHREIBUNG | Wirtschaftswissenschaftler und Vorsitzender des Staatsschuldenausschusses in Österreich. |
GEBURTSDATUM | 1. Oktober 1936 |
GEBURTSORT | Wien (Österreich) |
STERBEDATUM | 8. Juli 2006 |
STERBEORT | Monterriggioni, Siena, Italien |