Keferloh
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Der Weiler Keferloh ist ein Ortsteil von Grasbrunn im östlichen Landkreis München (Oberbayern). Er verdankt seine Existenz dem Erfolg des Grafen Eberhard von Ebersberg bei der Schlacht auf dem Lechfeld 955. Dessen tapferen Hauptleuten Niklas und Baldhauser wurde es angeblich nach der Schlacht gestattet, die herrenlosen Tiere der besiegten Magyaren zusammenzutreiben. Insgesamt 17.531 Tiere sollen so zusammengekommen sein. König Otto der Große persönlich sicherte ihnen das Recht zu, auch in den folgenden Jahren am Laurentius-Tag einen Rossmarkt abzuhalten. Dieser Brauch ist heute noch im Keferloher Antiquitätenmarkt lebendig.
Die Kirche St. Ägidius in Keferloh aus dem 12. Jahrhundert zeigt heute wieder ihre, bei Restaurationsarbeiten entdeckte, romanische Innenbemalung.
Im Jahr 1180 wurde der Ortschaft vom bayerischen Herzog Otto I. von Wittelsbach das Marktrecht gewährt.
Kulinarische Bekanntheit erlangte der Ort durch den sogenannten „Keferloher“ Bierkrug. Diesem Steingutkrug wird beim Brennvorgang eine Prise Salz beigefügt, so dass sich eine raue Oberfläche bildet. An dieser Haut bleiben die Kohlendioxidbläschen hängen und halten das Bier auf diese Weise frisch. Aus der Form des Keferlohers entwickelte sich die heute typische Form des Maßkrugs.
Heute ist Keferloh vor allem für die größte Tennisanlage der Welt mit 70 Tennisplätzen bekannt.
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Koordinaten: 48° 5' 46" N, 11° 43' 39" O