Kiel-Schönberger Eisenbahn
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Kiel-Schönberger Eisenbahn | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Kiel-Schönberger Eisenbahn (KSE) – im Volksmund als Hein Schönberg bezeichnet – ist eine von Lenz & Co GmbH erbaute und 1897 in Betrieb gegangene Kleinbahn. Sie verbindet die Landeshauptstadt Kiel mit dem Ostseebad Schönberger Strand. Ihre Länge beträgt heute ca. 24 km.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Streckenbeschreibung
Der Streckenverlauf ist von Kiel über Haltepunkte in Gaarden Süd, Ellerbek, Wellingdorf, Oppendorf, Schönkirchen, Landgraben, Muxall, Trensal, Hagen, Probsteierhagen, Passade, Fiefbergen, Schönberg (Holstein) nach Schönberger Strand. In den ersten Betriebsjahren endete die Bahn in Schönberg im alten Bahnhof, dessen Zufahrt heute bei km 19,6 von der Strecke abzweigt. Die Verlängerung der Strecke um 4km von Schönberg (Holstein) zum Schönberger Strand ging am 18. Juni 1914 in Betrieb.
Nennenswerte Kunstbauten gibt es auf der Strecke bis auf die Schwentinequerung mittels einer 12m hohen und 75m langen Brücke bei km 6,4 zwischen Wellingdorf und Oppendorf keine.
[Bearbeiten] Anschlußbahnen
Am 22. Juli 1910 ging die 4,2km lange Anschlußbahn zum Ostufer in Betrieb. Diese zweigt bei km 6,9 am Haltepunkt Oppendorf ab und diente in früheren Zeiten der Belieferung der Howaldtswerke sowie des Marineöldepots in Mönkeberg. Nach der Schließung der Diedrichsdorfer Werftbetriebe versorgt die Anschlußbahn ab 1970 das Kohlekraftwerk und seit den 80er Jahren den neuerbauten Ostufer-Containerhafen.
Eine in der Literatur nur selten erwähnte zweite, mit ca. 5km etwas längere Anschlußbahn exisiterte vom Haltepunkt Trensal bis zum Marineartillerie Arsenal Laboe. Darüber hinaus wurden während des Zweiten Weltkrieges mehrere Flugabwehrstellungen in der Probstei mit der Bahn erschlossen. In Stakendorf und Fiefbergen waren dafür Gleisanschlüsse vorhanden. Die daraus resultierende militärische Wichtigkeit der Bahn führte zu größeren Zerstörungen, so das der Betrieb 1945 zeitweise zum erliegen kam.
[Bearbeiten] Die KSE in der Nachkriegszeit
Ab 1953 wurde der Dieselbetrieb mit von MaK beschafften Dieseltriebwagen von Typ GDT aufgenommen, ab 1954 auch wieder der Kieler Hbf. als Endstation angefahren. Zuvor endeten die Züge seit 1911 im gemeinsam mit der Kiel–Segeberger Eisenbahn genutzen Kleinbahnhof in Gaarden Süd.
1963 wurde die Bahn von Kleinbahn Kiel–Schönberg AG umbenannt in Kiel–Schönberger Eisenbahn KSE (KSE war bis 1961 die Abkürzung für die Kiel–Segeberger Kleinbahn) und 1966 in eine GmbH umgewandelt, an der die DEG keine Anteile mehr gehalten hat (der Betriebsführungsvertrag mit der DEG wurde allerdings noch einige Jahre fortgeführt). Kurz darauf wurde die Verwaltung und Betriebsleitung der KSE mit dem 1965 gegründeten Busunternehmen VKP zusammengelegt.
Der reguläre Personenverkehr mit den MaK Triebwagen endete am 31. Mai 1975, das danach noch verbliebene werktäglich verkehrende Zugpaar mit Diesellok V61 und Beiwagen 181 (ein zum Beiwagen umgebauter GDT der ehemaligen Kiel–Segeberger Kleinbahn) verkehrte noch bis zum 16. Januar 1981.
Danach wurde durch die VKP nur noch Güterverkehr zum Ostuferhafen durchgeführt und die Strecke Schönkirchen–Schönberg bis zum Jahre 2006 für Lokleerfahrten zum Depot in Schönberg genutzt. Mit Übernahme der Verkehrsleistungen zum Ostuferhafen durch die Seehafen Kiel (SK) trennte sich die VKP 2006 von ihrem letzten Eisenbahnfahrzeug, der V155 (G1205BB).
[Bearbeiten] Verein Verkehrsamateure und Museumsbahn e.V.
Auf dem Streckenabschnitt Schönberg–Schönberger Strand verkehrt seit 1976 in den Sommermonaten der VVM als Museumseisenbahn. Am Endbahnhof Schönberger Strand wurde 1993 zusätzlich eine Museumstraßenbahn errichtet. Der VVM ist heute der Eigentümer des Streckenabschnittes Schönberg - Schönberger Strand. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikel laufen Vehandlungen mit der VKP betreffend einer Übernahme/Pachtung der Strecke durch den VVM von Schönberg bis Schönkirchen.
[Bearbeiten] Literatur
- Harald Elsner: 100 Jahre Kiel-Schönberger Eisenbahn. Band 14 Schriftenreihe des VVM, 1997, ISBN 3-923999-14-3.