Kleinbahn Neuhaus-Brahlstorf GmbH
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die Kleinbahn Neuhaus-Brahlstorf GmbH betrieb eine Kleinbahnstrecke, die den Mittelpunkt des rechts der Elbe gelegenen Amtes Neuhaus, mit der Station Brahlstorf an der Hauptstrecke Berlin – Hamburg verband. Je ein Drittel des Gesellschaftskapitals übernahmen der preußische Staat, die Provinz Hannover und der Kreis Bleckede, denen das Amt verwaltungsmäßig unterstand.
Die fast 11 km lange vollspurige Strecke wurde am 17. April 1912 eröffnet und seit 1. Juni 1923 zusammen mit weiteren Bahnen im Landkreis Lüneburg und seinen Nachbarkreisen vom Landeskleinbahnamt Hannover betrieben.
Schon vor dem Zweiten Weltkrieg nahm die Zahl der Reisenden derart ab, dass der Personenverkehr am 5. November 1934 stillgelegt und erst 1939 wieder aufgenommen wurde. Nach Kriegsende wurde die Elbe zur Grenze zwischen beiden deutschen Staaten, und das Amt Neuhaus teilte bis zur Wende das Schicksal der angrenzenden mecklenburgischen Kreise. In den Kursbüchern taucht die Strecke erst wieder um das Jahr 1950 mit drei täglichen Zugpaaren auf.
Das Land Mecklenburg-Vorpommern enteignete die Kleinbahngesellschaft und übergab den Bahnbetrieb den landeseigenen Bahnen in Demmin. Seit 1. April 1949 war die Deutsche Reichsbahn zuständig und hielt den Personenverkehr bis zum 29. September 1968 aufrecht. Mit der Aufgabe des Güterverkehrs zum Jahresende 1972 war das Ende der ehemaligen Kleinbahn gekommen und die Strecke wurde abgebaut.