Klinisches Arbeitsplatzsystem
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Ein Klinisches Arbeitsplatzsystem stellt den zentralen EDV-Arbeitsplatz in seiner gesamten Funktionalität für das Krankenhauspersonal bereit. Zu beobachten ist eine Weiterentwicklung des Funktionsumfangs von der reinen Dokumentation bis hin zur aktiven Prozessunterstützung.
Definiert man ein Krankenhausinformationssystem als "die Gesamtheit aller informationsverarbeitenden Einheiten zur Bearbeitung medizinischer und administrativer Daten im Krankenhaus", so schließt dies alle Computerprogramme, Personen und nicht edv-basierte Informationssysteme eines Krankenhauses ein. Das KAS ist demnach ein Bestandteil des KIS.
Neben der akademischen Definition von KIS und KAS werden die Begriffe von der Industrie für die verschiedenen klinischen Informationssysteme unscharf verwendet. Dabei wird der Begriff KIS heute eher für ein Patienten-Daten-Verwaltungs-System verwendet, während der Begriff KAS für das Frontend auf Station eingesetzt wird. Früher würden KAS auch als Stationssysteme oder Arztarbeitsplatzsysteme bezeichnet.
In der akademischen Definition sind klinische Informationssysteme oder Abteilungssysteme wie Patientendatenmangementsystemen (PDMS), Pflegedokumentatinossysteme oder Befundserver Bestandteil eines Klinischen Arbeitsplatzsystems.
Bei der Bezeichnung der Softwaresysteme zeichnen sich Klinische Arbeitsplatzsysteme vor allem durch eine Querschnittsfunktionalität für eine flächendeckenden Einsatz in einem Krankenhaus aus, während z.B. PDMS in speziellen Funktionsbereichen wie z.B. der Intensivmedizin oder der Anästhesie eine möglichst umfangreiche Funktionalität anbieten.