Kofferdamm (Brückenbau)
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Beim Brückenbau ist ein Kofferdamm ein System, das im Wasser einen von oben zugänglichen trockenen Bereich auf dem Wassergrund schafft. Beispielsweise kann er als großer offener Zylinder ausgeführt werden, der auf dem Grund eines Flusses aufgesetzt wird. Nach Leerpumpen des senkrecht stehenden Zylinders kann so in einem Fluss ein Brückenfundament hergestellt werden – eine Methode, die von den Römern vielfach zum Brückenbau genutzt wurde.
Eine andere Bezeichnung für Kofferdamm ist „Fangedamm“.
Im Talsperrenbau ist ein Koffer- oder Fangedamm ein provisorisches Dammbauwerk, das der Wasserhaltung während der Bauarbeiten dient, z.B. für einen Staudamm, um den Fluss umzuleiten oder eine Flutung der Baugrube bei Hochwasser zu verhindern. Beispiele für mögliche Ausführungen sind: Schüttdamm, Kastenfangedamm, Zellenfangedamm und Spundwand.