Komet (Hilfskreuzer)
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Bild:Komet schiff.jpg | ||
Schiffsdaten | ||
Schiffstyp: | Fracht-Motorschiff | |
Auftragsvergabe: | ??? | |
Kiellegung: | ??? | |
Stapellauf (Schiffstaufe): | 1937 | |
Indienststellung: | als HSK 7 2. Juni 1940 | |
Bauwerft: | Deschimag A.G. Weser, Bremen | |
Umbau zum HSK: | Howaldtswerke 1939/40 in Hamburg | |
Reederei: | Norddeutscher Lloyd | |
Besatzung: | 274 Mann | |
Baukosten: | ??? Mio Reichsmark | |
Technische Daten | ||
Vermessung: | 3287 BRT | |
Verdrängung: | 7.500 t | |
Länge: | 115,5 m | |
Breite: | 15,3 m | |
Tiefgang: | 6,5 m | |
Maschinenanlage: | Zwei 6-Zylinder 2-Takt MAN-Dieselmotoren | |
Anzahl der Wellen: | 1 | |
Leistung an den Wellen: | 3.900 PS (Wellenpferdestärke) | |
Höchstgeschwindigkeit: | 14,5-16 kn | |
Fahrbereich: | ??? sm bei ?? kn | |
Brennstoffvorrat: | maximal ?? t | |
Bewaffnung | ||
Seezielartillerie: | 6 x 15 cm | |
Anhaltekanone | 1 x 7,5 cm | |
Zwillings-Flak: | 1 x 3,7 cm | |
Flak: | 4 x 2 cm | |
Torpedorohre Ø 53,3 cm: | 4 über und 2 unter Wasser | |
1 Leichtes Schnellboot: | Typ LS2 (11,5 t) Name Meteorit, |
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Minenkapazität | 30 Minen | |
Flugzeuge | ||
1 Katapult | 2 Arado 196 A1 | |
Kommandant | ||
Kapitän zur See Konteradmiral Robert Eyssen |
Erste Fahrt | |
Kapitän zur See Ulrich Brocksien |
Zweite Fahrt |
Die Komet war ein für den Handelskrieg umgerüstetes und bewaffnetes deutsches Handelsschiff im Zweiten Weltkrieg. Es war von der Kriegsmarine als Schiff 45 für den Kriegseinsatz vereinnahmt worden. Unter der Bezeichnung Handelsstörkreuzer 7 (HSK 7) wurde es als Hilfskreuzer eingesetzt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Erste Fahrt
Die Komet stach am 3. Juli 1940 von Gotenhafen aus in See. Ihr Weg führte sie, mit Hilfe russischer Eisbrecher, durch die Nordmeerpassage in den Pazifik. Danach kreuzte das Schiff im Pazifik, machte einen Abstecher in die Antarktis, und marschierte schließlich um Kap Hoorn in den Atlantik. Via Westfrankreich ging es dann durch den Ärmelkanal zurück nach Hamburg, wo die Komet, nach 516 Tagen und 100.000 sm, am 30. November 1941 eintraf.
Auf ihrer ersten Kaperfahrt versenkte die Komet die folgenden Schiffe:
- Holmwood (GB) 546 BRT, 25. November 1940
- Rangitane (GB) 16.712 BRT, 27. November 1940
- Triona (GB) 4.413 BRT, 6. Dezember 1940
- Vinni (NOR) 5.181 BRT, 7. Dezember 1940
- Komata (GB) 3.900 BRT, 7. Dezember 1940
- Triadic (GB) 6.378 BRT, 8. Dezember 1940
- Triaster (GB) 6.032 BRT, 8. Dezember 1940
- Beschießung der Phosphatlager auf Nauru 27. Dezember 1940
In Zusammenarbeit mit der Orion operierend versenkte die Komet:
- Australind (GB) 5.020 BRT, 14. August 1941
- Devon (GB) 9.036 BRT, 19. August 1941
- dazu: Kota Nopan (NL) 7.322 BRT, als Prise nach Bordeaux 17. August 1941.
Dies ergibt für die Kampfhandlungen der Komet und der Orion zusammen eine Versenkungs- bzw. Aufbringungsziffer von 64.540 BRT für die gemeinsame Unternehmung, bzw. 43.162 BRT für die Komet allein.
Diese vergleichsweise geringe Zahl von Versenkungen erklärt sich daraus, dass die Komet von der Seekriegsleitung im Stillen Ozean eingesetzt wurde, der eine weit geringere Verkehrsdichte als der Indische und Atlantische Ozean aufwies, in denen z.B. Atlantis, Pinguin und Thor eingesetzt waren.
[Bearbeiten] Zweite Fahrt
Die Komet lief Anfang Oktober 1942 unter dem Kommando von Kapitän zur See Brocksien und mit einer fast vollkommen neuen Besatzung zu ihrer zweiten Fahrt aus. Nur eine Woche nach dem Auslaufen aus Hamburg, am 14. Oktober 1942, wurde die Komet bei Kap de la Hogue von dem britischen Schnellboot MTB 236 versenkt. Kein Mitglied der Besatzung überlebte den Untergang.
[Bearbeiten] Literatur
- Robert Eyssen: HSK Komet - Kaperfahrt auf allen Meeren, Koehlers Verlagsgesellschaft Hamburg, ISBN 3-782-20856-0
- Jochen Brennecke: Die Deutschen Hilfskreuzer im Zweiten Weltkrieg, Koehler Verlag, ISBN 3-782-20828-5
- Schiffe-Menschen-Schicksale: Hilfskreuzer Komet - Eine sibirische Eisfahrt im Zweiten Weltkrieg, Band 139.