KKND 2: Krossfire
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KKND 2: Krossfire | ||
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Entwickler: | Beam Software | |
Verleger: | Melbourne House, Infogrames | |
Publikation: | 1998 | |
Plattform(en): | PC mit Windows | |
Genre: | Echtzeit-Strategiespiel | |
Spielmodi: | Singleplayer, Multiplayer | |
Thematik: | {{{Thematik}}} | |
Steuerung: | Tastatur, Maus | |
Systemminima: | Pentium PC mit 133MHz Prozessor, 16MB RAM, SVGA-Grafikkarte, 100MB auf der Festplatte, 4x CD-ROM-Laufwerk (empfohlen: Pentium PC mit 166 MHz Prozessor, 32 MB RAM) |
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Medien: | 2 CDs | |
Sprache: | Deutsch | |
Altersfreigabe: | PEGI: Keine Klassifizierung |
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Information: | Aktuelle Version: 1.2 |
KKND 2: Krossfire ist ein Echtzeit-Strategiespiel und der Nachfolger von KKND. Es erschien 1998 für Windows und wurde von der Firma Beam Software entwickelt, den Vertrieb übernahmen die Firmen Melbourne House und Infogrames.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
KKND 2 schließt in der Handlung direkt an den Vorgänger an. Dieser spielte nach einem nuklearen Weltkrieg, der zwei Fraktionen hervorbrachte: die Überlebenden, das sind Menschen, die nicht von der radioaktiven Strahlung betroffen waren und konventionelle Waffen und Fahrzeuge einsetzen, und die Evolutionäre, die durch die Strahlung im Aussehen verändert wurden und (im ersten Teil noch nicht ausschließlich) Tiere als Kampfeinheiten verwenden. Beide Fraktionen sind auch diesmal wieder vertreten, als dritte Gruppierung hat die Series 9 ihren Einstand, einstige Agrarroboter, die sich durch die vom Weltkrieg verursachte Vernichtung ihrer Ernte um ihren Existenzsinn gebracht sehen und nun Rache nehmen. Ziel aller drei Fraktionen ist das Erreichen der Herrschaft über die Erde durch die vollständige Vernichtung der beiden anderen Fraktionen.
Das ganze Geschehen spielt sich auf Karten ab, die sich in drei Szenarien unterteilen:
- urbanes Szenario - verlassene Städte mit verfallenen Gebäuden, rostige Fahrzeuge im Wasser und in seltenen Fällen auch ebenso verfallene Sehenswürdigkeiten (Sydney-Oper, Eiffelturm)
- Wüstenszenario - Dünenlandschaften mit deutlichen, oft strategisch entscheidenden Höhenunterschieden
- Waldszenario - grüne Wiesen, reichlich Bäume und Gewässer
Im Vorgänger gab es noch nicht diese deutliche Differenzierung, es fanden sich häufiger Levels in denen die obigen Szenarien miteinander vermischt wurden und daher nicht so ausgeprägt waren.
Die Handlung wird nicht von Mission zu Mission und innerhalb der Missionen selbst durch geskriptete besondere Ereignisse und Zwischensequenzen weitergesponnen, sondern dient nur als ein der Atmosphäre dienlicher Hintergrund für die inhaltlich unzusammenhängenden Missionen, die mit einer kurzen Einleitung versehen sind. KKND 2 legt damit weniger Wert auf einen handlungsbasierten Spielverlauf als andere Vertreter des Genres wie z.B. Starcraft.
[Bearbeiten] Gameplay
Wie auch sein Vorgänger und viele andere Titel des Echtzeit-Strategie Genres ist KKND 2 ein vom Gameplay her an Command & Conquer angelehntes Spiel, wodurch sich die Eingewöhnugszeit für Spieler, die mit Echtzeit-Strategiespielen zumindest halbwegs vertraut sind, in Grenzen hält. In den meisten Missionen müssen alle gegnerischen Basen und Einheiten vernichtet werden, wozu Aktionen wie das Errichten oder Ausbauen von eigenen Basen, Ressourcengewinnung und Truppenaushebungen erforderlich oder hilfreich sind. Gelegentlich sind Missionen ohne Basisbau zu absolvieren, die man mit einem festen Truppenkontingent antreten muss, es stehen allenfalls festgelegte Verstärkungen und begrenzte Ressourcen zur Verfügung. Vom (ob mit oder ohne Basisbau) Vernichtungsprinzip abweichende Missionsziele (z.B. Eskortierung oder Gefangenenbefreiung) sind deutlich in der Minderheit, meist liegen die Unterschiede eher in der sich aus dem Terrain ergebenen Vorgehensweise, mit ausreichend Einheiten zur gegnerischen Basis gelangen zu können, um mit der richtigen Taktik die Verteidigung zu durchbrechen. Höhenunterschiede auf der Karte können dahingehend genutzt werden, dass Einheiten und Geschütztürme von einer höheren Ebene nach unten, der Gegner aber nicht (mit Ausnahme einer Artillerieeinheit) nach oben feuern kann.
Es herrscht ein "jeder gegen jeden" Prinzip, folgerichtig kommen bisweilen Missionen vor, in denen alle drei Gruppierungen zugange sind und sich die beiden computergesteuerten Opponenten nicht nur gegen den Spieler wenden, sondern auch untereinander bekämpfen. In einigen Missionen wird dem Spieler eine verbündete Basis der eigenen Fraktion zur Seite gestellt, die völlig unabhängig agiert und vom Spieler nicht gesteuert werden kann - oft ist diese Basis ziemlich schwach und kann sich ohne Unterstützung nicht lange halten. Ein Sonderfall beider Missionstypen zugleich stellt eine Mission dar, in der die Überlebenden durch die Eroberung eines Technologiebunkers eine gegnerische Series 9 Basis zu ihren Verbündeten umpolen können, um zusammen mit diesen die Evolutionäre zu bekämpfen anstatt beide für sich vernichten zu müssen. Die Unterschiede zwischen den Fraktionen sind im Gegensatz zu Starcraft, wo dies ein Hauptmerkmal ist, eher unbedeutend und hauptsächlich optischer Natur - ein Merkmal, das KKND 2 mit vielen Command & Conquer-Verschnitten teilt.
Zum Gewinn der Kampagnen, die jeweils 17 Missionen für jede Seite umfassen, müssen jeweils die zwei anderen Gruppierungen besiegt werden. Die Missionsziele sind fix vorgegeben und ändern sich weder im Verlauf, noch werden diese ergänzt, was beispielsweise im einige Monate zuvor erschienenen Battlezone bereits gang und gäbe war. KKND 2 bietet noch nicht die Variabilität des Missions- und Kampagnenverlaufs späterer Echtzeit-Strategiespiele wie z.B. alternative Missionsziele (Starcraft: Brood War) oder ein echtes Verzweigen des Spielverlaufs (Battlezone 2), die Missionswahl ist allerdings etwas weniger linear als zuvor gestaltet worden, außerdem ist es möglich zu wählen, welchen Gegner man zuerst besiegen will.
KKND 2 führt im Großen und Ganzen keine revolutionären Änderungen im Vergleich zum Vorgänger ein, sondern konzentriert sich eher auf eine ganze Reihe von Detailverbesserungen, die sich hauptsächlich in neuen Einheiten und Gebäuden, besserer Technik, variablerem Missionsdesign und einem erhöhten Spielkomfort niederschlagen. Teilweise dienen diese schlichtweg dem Anschluss an den Featurestandard, der durch Spiele wie z.B. Dark Reign oder Total Annihilation gesetzt wurde, die zeitlich zwischen KKND 2 und seinem Vorgänger erschienen. Ein 1:1 vom Vorgänger übernommenes Feature ist die auf den Karten sporadisch verteilten Bunker, die den Spieler für das Auffinden mit Supereinheiten oder einem Geldbonus belohnen. Die hervorstechendste Neuerung besteht hingegen im optionalen Baukastensystem, mit dem man eigene Truppentypen (im Spiel Prototypen genannt) zusammenstellen kann. Es ist möglich eine verschieden stark gepanzerte Chassis mit einem funktionalen Überbau zu kombinieren. Dadurch sind Funktionen mobil verfügbar, die sonst nur stationär in Form von Gebäuden einsetzbar wären. Radar-, Reparatur- und Flakeinheiten, oder auch Sondereinheiten in Form eines Schutzschildgenerators oder Kampfkraftverstärkers umstehender Einheiten können nun mittels dieses Baukastenprinzips erstellt werden, das im übrigen bereits ein Jahr zuvor in ähnlicher Art und Weise vom Echtzeit-Strategiekonkurrenten Akte Europa eingeführt wurde.
Ein Karten- und Einheiteneditor wird mitgeliefert. Es können Single- und Multiplayermissionen erstellt und abgespeichert werden. Beispiele hierzu finden sich u.a. auf Portalseiten zum Spiel, siehe Weblinks.
[Bearbeiten] Multiplayer
[Bearbeiten] Hervorstechende Merkmale von KKND 2 und seiner Konkurrenten im Vergleich[Bearbeiten] Besonderheiten von KKND 2
[Bearbeiten] Features, die KKND 2 im Gegensatz zu bereits erschienenen Konkurrenten nicht aufbot
[Bearbeiten] Misserfolg des Spiels und dessen AuswirkungenKKND 2 konnte sich im Gegensatz zum Vorgänger nicht mehr gegen die Konkurrenz im Echtzeit-Strategie Genre behaupten. Dazu waren andere Spiele bereits grafisch spektakulärer (Total Annihilation mit seiner 3D-Polygongrafik) oder konnten unterschiedlichere Rassen und eine richtige Handlung vorweisen (Starcraft). In Print- und Onlinepublikationen wurde KKND 2 häufig bescheinigt ein solides, aber im Vergleich zu den vorgenannten Spielen innovationsarmes Spiel zu sein, und erhielt daher auch nicht die Wertungen im Bereich dieser Konkurrenten - eine Wertungsübersicht auf Gamespot [1] kommt zu einem Mittelwert von 6,4 von maximal 10 Punkten. Ironischerweise erhielt KKND auf Gamespot selbst eine höhere Wertung als der Nachfolger, obwohl letzterer vom Tester für besser befunden wurde - dies wurde damit begründet, dass sich beide Bewertungen auf die von den Referenzen der Echtzeit-Strategie gelegte Messlatte zu ihrer Zeit beziehen. Diese lag seit dem Erscheinen von Dark Reign, Total Annihilation und Starcraft für KKND 2 höher, als dies noch für KKND der Fall war, hatte KKND doch die zum Standard gewordene Innovation des Stapelns von Bauaufträgen beigetragen und selbstheilende Veteranen eingeführt, während KKND 2 nur noch Evolution statt Revolution war. Der Misserfolg von KKND 2 und des im gleichen Jahr veröffentlichten futuristischen Rennspiels DethKarz mündete 1999 im Kauf von Beam durch Infogrames, die jedoch schon kurz darauf das Studio schlossen und damit das Ende des traditionsreichen australischen Studios besiegelten. [2] |
[Bearbeiten] Dies und Das
- Eine Mission der Evolutionäre, Mauern des Jenseits, geriet den Entwicklern unbeabsichtigt so schwer dass sie später eine Schritt für Schritt Lösung auf die offizielle Webseite setzten
- Einige Missionseinleitungen der Roboter werden von einem Imitat des im Film 2001 vorkommenden Bordcomputers HAL 9000 (nur dessen Auge ist zu sehen, dieses aber 1:1 nachgestellt) gesprochen. Der Film wird mehrmals referenziert, so z.B. mit "...das könnte die Mission gefährden, aber das kann ich nicht zulassen, Dave."
- Fans der KKND Reihe riefen eine Online-Petition für ein KKND 3 ins Leben, ein weiteres KKND Spiel ist jedoch nicht in Sicht
- Das sehr aufwändige Intro entstand auf einer Renderfarm mit 8 Prozessoren, jedes Frame brauchte 2 Stunden Rechenzeit [3]
- Die Musik liegt im WAV-Format, also in voller CD Qualität vor, allerdings nicht als CD-Tracks, da sie in einem Unterordner abgelegt ist
[Bearbeiten] Weblinks
- http://melbournehouse.kknd2.com/index2.html offizielle Seite
- http://planet.kknd2.com - Portalseite zum Spiel
- KKND2 bei MobyGames (englisch)