Kunstdarm
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Kunstdärme werden in der Wurstherstellung als Ersatz für Naturdärme verwendet. Sie werden aus verschiedenen, teils essbaren, teils nicht essbaren Materialien hergestellt.
- Naturindärme sind essbare Collagenhüllen verschiedenen Durchmessers für die Herstellung von Brühwürsten, Bratwürsten und Rohwürsten. Sie erzeugen beim Produkt einen knackigen Biss. Sie sind wasserdampf- und rauchdurchlässig.
- Fasergerüstdärme sind hoch wasserdurchlässige, meist nicht essbare Därme, die vor allem bei Rohwürsten wie z.B. Salami Verwendung finden, da sie die Eigenschaft besitzen, beim Räuchern mitzuschrumpfen, so dass die Hülle danach nicht unansehnlich aussieht.
- Kunststoffdärme sind Därme aus reinem Kunststoff und nicht essbar. Sie finden bei dickerer, großkalibriger Brühwurst, Leberwurst und Sülze Verwendung.
- Schäldärme sind eine meist bei Brühwürstchen wie Wienern anstelle von Schafsaitlingen verwendete Darmart. Die Hülle wird nach dem Räuchern durch Abschälen entfernt. Zurück bleibt die sogenannte Eigenhaut, die sich nach dem Brühen und Räuchern aus dem Fleischeiweiß an der Oberfläche gebildet hat.
1863 wurden in Ellwangen vom Fabrikanten Carl Brandegger erstmals künstliche Wurstdärme aus Pergamentpapier fabriziert.