Kurzohrrüsselspringer
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Kurzohrrüsselspringer | ||||||||||||||
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Systematik | ||||||||||||||
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Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||
Macroscelides proboscideus | ||||||||||||||
(Shaw, 1800) |
Der Kurzohrrüsselspringer, manchmal auch als Kurzohr-Elefantenspitzmaus bezeichnet (Macroscelides proboscideus) ist eine Säugetierart aus der Familie der Rüsselspringer (Macroscelididae).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Beschreibung
Wie alle Rüsselspringer sind diese Tiere durch die lange, rüsselartige Schnauze charakterisiert. Ihr langes, weiches Fell ist an der Oberseite rötlichbraun bis graubraun gefärbt, die Unterseite ist heller, meist weißlich oder hellgrau. Wie der Name andeutet, sind die Ohren kürzer und runder als bei anderen Rüsselspringern. Die Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 10 bis 11 Zentimetern, eine Schwanzlänge von 10 bis 14 Zentimetern und ein Gewicht von 30 bis 50 Gramm, sie zählen also zu den kleineren Vertretern ihrer Familie.
[Bearbeiten] Lebensraum und Verbreitung
Kurzohrrüsselspringer leben in Namibia, dem südliches Botswana und dem westlichen Südafrika. Ihr Lebensraum sind aride Regionen, meist Wüsten und Halbwüsten.
[Bearbeiten] Lebensweise
Diese Tiere leben in sandigen und schotterigen, mit Dornbüschen bestandenen Gebieten. Sie graben kurze Baue unter Büschen, die aus Sicherheitsgründen oft mehrere Ausgänge besitzen. Manchmal beziehen sie auch Baue anderer Tiere, vorrangig die von Nagetieren. Sie leben einzelgängerisch, es sind territoriale Tiere, deren Reviere rund 1 km² groß sind. Kurzohrrüsselspringer sind vorwiegend tagaktiv, wenn viele Fressfeinde vorhanden sind, begeben sie sich eher in der Dämmerung auf Nahrungssuche.
Die Behauptung, dass Kurzohr-Rüsselspringer tagaktiv sind, ist unrichtig. Die Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv. Literatur: Unger R. (1999): Verhalten, Aktivität und Ernährung von Kurzohr-Rüsselspringern, Macroscelides proboscideus, im Tiergarten Schönbrunn. Diplomarbeit am Institut für Zoologie, Universität Wien.
Sie sind Allesfresser, zum Teil nehmen sie Insekten wie Ameisen und Termiten zu sich, zum Teil auch Wurzeln und Beeren.
[Bearbeiten] Fortpflanzung
Die Hauptpaarungszeit liegt in den feuchten Monaten August und September. Nach rund zweimonatiger Tragzeit bringt das Weibchen meist zwei Jungtiere zur Welt. Diese sind bei der Geburt gut entwickelt, schon nach 16 bis 25 Tagen werden sie entwöhnt und sind mit 45 Tagen geschlechtsreif. Die Lebenserwartung in freier Natur liegt bei ein bis zwei Jahren, in menschlicher Obhut bis zu vier Jahren.
[Bearbeiten] Bedrohung
Zwar bewohnen Kurzohrrüsselspringer ein relativ kleines Gebiet, dennoch sind sie häufig und zählen nicht zu den bedrohten Arten.
[Bearbeiten] Literatur
- Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. Johns Hopkins University Press, 1999 ISBN 0801857899
[Bearbeiten] Weblinks
Commons: Kurzohrrüsselspringer – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |