Löhlitz
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Löhlitz ist ein Ortsteil von Waischenfeld im oberfränkischen Landkreis Bayreuth.
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[Bearbeiten] Geographie
Löhlitz liegt in einem alten Kerbtal etwa 3,5 km südwestlich der Quelle des Schmierbachs, der am Talausgang bei Nankendorf in die Wiesent mündet.
[Bearbeiten] Lage
Die Eisensandstein-Höhen sind zumeist mit Kiefernwald bedeckt. Der Hüllberg ist die südliche Verlängerung des dunkel bewaldeten Appenbergs, dessen Nordstirn durch das Truppachtal vom Plankenstein getrennt wird. Der Löhlitzer Wald hat mehrere Reviere, deren Namen vielfach die dort durchlaufende Grenze zwischen den Landkreisen Ebermannstadt und Bayreuth bezeichnen, die mit der alten bambergischen und bayreuthischen Grenze identisch ist.
Am Löhlitzer Anger, östlich Nankendorf, beginnt ein Territorium, das den im östlichen Franken noch mehrfach vorkommenden Namen "Landsgemeinde" trägt und sich über die Waldberge hinweg bis Weiher, Eichig und Kirchahorn im Ahorntal erstreckt. An der Landsgemeinde waren nur ganz bestimmte "Rechtsdörfer" zur Nutzung anteilig. Die Landsgemeinde ist ein Markwald mit einst genossenschaftlicher Nutzung der in der Centene bzw. Forestis Waischenfeld und Nankendorf auf ursprünglichem Königsboden angesiedelten Leute.
Der Ansitz "Vorstube" (Forsthube) scheint eine nördliche Entsprechung in Löhlitz selbst gehabt zu haben, wo ein Turmhügel nahe dem Schmierbach stand und ein mauerumgürtetes Schloss, am westlichen Hang, beim heutigen Wirtshaus gelegen. Die Turmhügel-Anlage in der Aue steckt teilweise in einem später darauf errichteten Haus mit Wirtschaftsgebäude und Backofen. Dass es sich um einen Rundturm handelte, kann an den noch vorhandenen Resten beobachtet werden. Aus einem Rinnsal, von der östlich anschließenden Aue her, wurde der Graben gespeist. Der Schmierbach fließt nahe vorbei. Vom Ringwall sind noch Reste sichtbar. Die bei Dorfbewohnern geläufige Bezeichnung "Schlosshof" bezieht sich allerdings auf den Ortsteil am Westufer des Baches, während die Turmhügel-Anlage in der Aue gewöhnlich als "Wasserschloss" bekannt ist.
[Bearbeiten] Geschichte
Das Dorf Löhlitz ist 1380 als Lelaycz erstmals urkundlich genannt. Um 1500 hatte es 20 steuer- und zinsbare Leute, darunter auch einen Hintersassen der Bayreuther Stadtkirche auf einer Selde.
Das Wasserschloss war noch 1453 der Ansitz eines Contz von Christanz (ein Zweig der Groß von Trockau; Christanz im Ahorntal war ebenfalls ein Turmhügel mit Wassergraben und Wall, inmitten des Ortes noch in Resten erkennbar). Auf dem Ansitz des westlichen Hanges dagegen saß ein Lehenmann der Egloffsteiner, von denen das Rittergut 1682 an das Hochstift Bamberg heimfiel; bis zur Säkularisation (1803) befand sich darin der bambergische Jäger ("Jägerhaus"). Zum Rittergut gehörte ferner noch der etwa ein Kilometer südwestlich gelegene Schafhof.
[Bearbeiten] Name
Der Ortsname war bis 1692 einem ständigen Wandel unterworfen und die genaue Deutung gilt als umstritten.. Von im Jahr 1380 Lelaycz, über 1398 Lelaz, 1422 Leleitz oder Leletz, über 1452 Lelicz besteht seit 1692 der als Löhlitz auch urkundlich überlieferte Name bis heute. Er ist slawischen Ursprungs und bedeutet "Leute, Angehörige des Lelek". Er stammt vermutlich von slawischen Rodungsbauern, die dort im Mittelalter mit ihren Familien angesiedelt wurden.
[Bearbeiten] Weblinks
Koordinaten: 49° 52' N, 11° 22' O