Lawotschkin La-160
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Die La-160 Strelka ("Pfeil", NATO-Codename "Type 6") war das erste sowjetische Strahlflugzeug mit gepfeilten Tragflügeln.
Die 35°-Pfeilflügel wurden an einer La-152 - Zelle angebracht, worauf man, bedingt durch die Schwerpunktverlagerung, den Rumpf verlängern musste, das Leitwerk war ebenfalls gepfeilt. Als Antrieb war das RD-10-Triebwerk, ein Nachbau des deutschen Jumo 004 - Aggregats, vorgesehen. Da diese Turbine relativ leistungsschwach war, entwickelt das OKB Merkulow einen passenden Nachbrenner, die so entstandene Kombination erhielt die Bezeichnung RD-10F. Die Flugerprobung wurde von Juni bis September 1947 unter anderem von Testpilot Fjodorow durchgeführt, der dabei erstmals mehr als 1.050 km/h in 5.700 m Höhe erreichte. Im Laufe der weiteren Tests lieferte die La-160 wichtige Erkenntnisse über die Aerodynamik bei hohen Geschwindigkeiten sowie den statischen Aufbau von Pfeilflügeln, die in die Entwicklung modernerer Flugzeugmuster einflossen. So wurden die bei der La-160 erstmals verwendeten zwei Grenzschichtzäune sowie die Pfeilflügel ins Entwicklungsprogramm der gerade entstehenden MiG-15 eingefügt. Zwar wurde die Strelka nicht in Serie gebaut, doch diente sie zur Schulung von ausgewählten Piloten, um sie an die propellerlosen Düsenflugzeuge zu gewöhnen.
[Bearbeiten] Technische Daten
Lawotschkin La-160 (Лавотчкин Ла-160) | |
Kenngröße | Daten |
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Länge | 10,06 m |
Spannweite | 8,95 m |
Flügelfläche | 15,90 m² |
Leermasse | 2.738 kg |
Startmasse | 4.040 kg |
Triebwerk | ein RD-10F (Startschub 13,24kN) |
Höchstgeschwindigkeit | 1.050 km/h |
Reichweite | 500 km |
Gipfelhöhe | 11.000 m |
Bewaffnung | zwei 37-mm-MK N-37 |