Marienborn-Beendorfer Kleinbahn-Gesellschaft
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Die Marienborn-Beendorfer Kleinbahn-Gesellschaft AG eröffnete am 17. September 1899 im damaligen Landkreis Neuhaldensleben in der preußischen Provinz Sachsen eine 5 km lange normalspurige Kleinbahn.
Sie begann im Bahnhof Marienborn an der Hauptstrecke Magdeburg – Braunschweig und führte in nordwestlicher Richtung nach Beendorf am Lappwald. Damit wollte die Gewerkschaft Burbach, die Hauptaktionärin, ihren dortigen Kalibergbau verkehrsmäßig erschließen. Den Bau und Betrieb der Bahn übernahm zunächst die Vereinigte Eisenbahnbau- und Betriebs-Gesellschaft. Ab 1. Januar 1921 führte den Betrieb die Gewerkschaft Burbach und ab 1. Januar 1936 die Bahngesellschaft selbst. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Kleinbahn den Sächsischen Provinzbahnen GmbH und 1949 der Deutschen Reichsbahn unterstellt.
Der Güterverkehr erfüllte die Erwartungen der Gründer, während der Personenverkehr sehr gering war. Das Maximum waren vier Zugpaare im Jahr 1914; in den dreißiger und vierziger Jahren beschränkte man sich auf einen werktäglichen Zug. In der DDR war es vor allem die Lage im Grenzgebiet, die den Verkehr nicht wachsen ließ, so dass der letzte Personenzug am 30. September 1962 fuhr. Güterverkehr wurde noch bis 26. Mai 1968 bedient. Als endgültiger Stillegungstermin gilt der 31. Juli 1970.