Diskussion:Nahverkehr im Landkreis Darmstadt-Dieburg
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Auch in den von DaDiNa betriebenen Landkreisen liegt vieles im Argen im Nahverkehr. Einige Beispiele:
1. viel zu teure Fahrpreise des RMV bei den Einzelfahrscheinen
2. derzeit (Januar 2007) schlechtes Angebot der RB/RE 60 Ffm - Darmstadt - Heidelberg
3. schlechte Anbindung Dreieich/Rodgau an das Mümlingtal
4. drohende Serviceverschlechterung auf der Odenwaldbahn mit Inbetriebnahme des elektronischen Stellwerkes (Estw) in Wiebelsbach
1. Der Preis spielt eine große Rolle, angesichts der Einkommensverhältnisse eines inzwischen großen Bevölkerungsteil verständlich. Die bei den Einzelfahrausweisen besonders teuren Tarife des RMV sind insgesamt vollkommen ungeeignet, den Marktanteil der öffentlichen Verkehrsmittel endlich richtig zu erhöhen. Kilometerpreise von 20-30 Cent sind denbar ungeeignet Neukunden zu gewinnen und bestehende Kunden auf freundliche Art zu halten. Dafür dürfen Kontrolleure das allegmein schlechte Image des RMV durch eine inzwischen rüde Art unterstützen helfen.
Die Tarifgestaltung des RMV mißachtet marktwirtschaftliche Gesetze seit dem Bestehen dieses Verkehrsverbundes. Diese traurige Tradition hat durch die Tariferhöhung im Dezember 2006 um ca. 6,8% eine klare Verschärfung erfahren, gemäß dem Motto:
Alles wird teurer, der RMV war, ist und bleibt es!
So bleibt vieles beim Alten, auch bei der DaDiNa. Volle Strassen und ein ÖPNV, der trotz aller Verbesserungen noch nicht wirklich punkten kann.
2. Eine Zumutung stellt der aktuelle Betrieb der RE/RB 60 Ffm-Darmstadt-Heidelberg dar. Zwar wird ganztägig ein 1h -Takt angeboten, da RE und RB (im 2h-Takt angeboten) im stündlichen Wechsel verkehren. Durch die Angleichung des RE an die RB stellt diese Zugtype einen krassen Etikettenschwindel dar: 90 Minuten benötigt auch der RE für die rund 85 Bahnkilometer von Heidelberg nach Frankfurt Hbf. Mit dem Auto dauert es bei freier Autobahn etwa 45-60 Minuten.
Wie lahmarschig der Nahverkehr seit rund 10 Jahren auf der Main-Neckarbahn ist, beweist der Vergleich mit dem in ähnlicher Relation verkehrenden Intercity -Zügen, die schaffen z.B die Strecke 52 Minuten von Frankfurt nach Heidelberg.
Im Extremfall warten Halteabstände von gerade mal 2 Kilometern auf die Reisenden der REs...... , da lohnt es sich weiß Gott nicht mehr, den schweren lokbespannten Zug auf mehr als 50 km/h zu beschleunigen, um die trotz sparsamer Fahrweise berbastelte Energie ist es trotzdem schade, aber das ist für das Management der DB und des RMV mal wieder Grund um über gestiegene Energiepreise zu jammern.
Wenn es schon lange dauert, dann soll es abend noch länger dauern:
In 3 von 5 Fällen verpasste der RE abends im November/Dezember den Anschluss in Darmstadt Hbf an die S3. (planmässige Übergangszeit 7 min.). Besonders ärgerlich,wenn das dann nicht einmal in Langen mit dem Umstieg auf die S 3 klappt (übergangszeit normal ca. 8 min)... und besonders nachts, dann schafft man nicht mehr den Umstieg auf die letzte Dreieichbahn.
Leichte Triebwagen wären die Lösung des Problems, damit könnten kostengünstig RE und RB entflechtet werden und auch abends ein attraktiver Verkehr angeboten werden. Die Fahrzeuge gibt es, aber keinen Verstand bei den Verantwortlichen.....
Zu den Punkten 3. und 4. erfolgt in den nächsten Tagen der Eintrag.
Viele Grüße , Thomas Schüller (Kleinlok@yahoo.de)