Neustadt-Gogoliner Eisenbahn-Gesellschaft
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Die Neustadt-Gogoliner Eisenbahn-Gesellschaft (NGE) wurde am 7. Oktober 1895 durch den Eisenbahnunternehmer Friedrich Lenz gegründet. Sie erbaute eine normalspurige Nebenbahn von 42 km Länge, die von der Kreisstadt Neustadt in Oberschlesien am Fuße der böhmischen Randgebirge in nordöstlicher Richtung zur Oder bei Krappitz im Kreis Oppeln führte. Nach Überquerung des Flusses erreichte sie den Endbahnhof Gogolin im Kreis Groß Strehlitz. Sie verband damit zwei Staatsbahnstrecken , die von der Oberschlesischen Eisenbahn-Gesellschaft errichtet worden waren, nämlich die Linien Neiße – Neustadt – Kosel – Gleiwitz (1876) und Oppeln – Gogolin – Ratibor (1845).
Der erste Abschnitt von Neustadt bis Zülz nahm den Betrieb am 22. Oktober 1896 auf, der zweite bis Gogolin folgte am 4. Dezember 1896. Die Betriebsführung der Bahn übernahm die Firma Lenz & Co GmbH, die in Zülz eine Bahnverwaltung einrichtete. Dieses Unternehmen war eine Tochter der AG für Verkehrswesen (AGV), die bis 1945 fast 100% der Aktien besaß. Neben der Beförderung landwirtschaftlicher Produkte war für den Güterverkehr vor allem die Papierfabrik in Krappitz bedeutsam. Beide Faktoren machten die NGE zu einer der erfolgreichsten Bahnen des Lenz-Konzerns. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges übernahm die Polnische Staatsbahn die Strecke in ihr Netz.