Nordwestdeutscher Fahrzeugbau
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Die Firma Nordwestdeutscher Fahrzeugbau GmbH - abgekürzt NWF - war ein Nutzfahrzeughersteller mit Sitz in Wilhelmshaven, der sich in seiner kurzen Geschichte vor allem durch den außergewöhnlichen Schienen-Straßen-Bus, auch kurz Schi-Stra-Bus genannt, einen Namen gemacht hat.
NWF wurde 1946 gegründet und beschäftigte sich zunächst mit der Produktion sowie Reparatur von Transportfahrzeugen, Anhängern und Eisenbahnersatzteilen. Ab 1948 entstanden Omnibusse auf Fahrgestellen von Ford, Borgward und Büssing. Ein Jahr später beteiligte sich Krauss-Maffei an der Firma und man präsentierte 1951 den Leichtmetall-Omnibusse NWF FS in Stromlinienform. Der Markterfolg dieses Typs war jedoch nur von kurzer Dauer.
Für die Deutsche Bundesbahn baute man im selben Jahr zwei Prototypen eines Omnibusses als Zweiwegefahrzeug unter dem Namen Schi-Stra-Bus. Diese zweiachsigen Busse konnten normal auf der Straße fahren. Durch das hydraulische Anheben des Fahrzeugs und dann Untersetzen je eines Drehgestells mit Eisenbahn-Radsätzen vorne und hinten war es zusätzlich schienentauglich. Der Antrieb auf der Schiene erfolgte über die Reifen der Hinterachse, während die Lenkung der Vorderachse arretiert wurde. Es wurden 50 Stück bestellt. Da sich die Konzeption in der Praxis allerdings nicht bewährte, kamen tatsächlich nur 15 als Zweiwegefahrzeug vorübergehend zum Einsatz.
Die Firma Krauss-Maffei trennte sich wieder von der Beteiligung und wenig später musste NWF im Jahr 1955 Konkurs anmelden.