Nukleinsäurebase
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Als Nukleinsäurebasen (oder auch Nukleinsäure-Basen) [ lat. Nukleus= Kern] bezeichnet man den basischen Anteil der Desoxyribonukleinsäure (DNA) bzw. der Ribonukleinsäure (RNA).
Es gibt fünf Basen, die als Hauptkomponenten in allen Lebewesen vorkommen. In der DNA sind das die Basen Adenin (A), Thymin (T), Cytosin (C) und Guanin (G), in der RNA ist Thymin durch Uracil (U) ersetzt. Neben diesen fünf Basen kommen vor allem in der tRNA weitere abgewandelte Basen vor. In allen Fällen leiten sich die Nukleinsäurebasen aber von Purin oder Pyrimidin ab.
Die Basen können Wasserstoffbrückenbindungen untereinander ausbilden, wobei Adenin und Thymin durch 2 H-Brücken und Cytosin und Guanin durch 3 H-Brücken verbunden sind. Diese Wasserstoffbrücken führen in der DNA zur Ausbildung einer antiparallelen Doppelhelix. Die Abfolge der Basen auf der DNA, die man auch als Sequenz bezeichnet bildet die Grundlage des genetischen Codes.
RNA liegt meist einzelsträngig vor, kann aber intramolekulare Doppelstrangbereiche ausbilden, die dann meist regulatorische Funktionen besitzen.
[Bearbeiten] Literatur
Koolman und Röhm, Taschenatlas der Biochemie, Thieme Verlag, ISBN 3-13-759402-2