Oxcarbazepin
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bezeichnungen | |
---|---|
Freiname | Oxcarbazepin |
IUPAC-Name | 10,11-Dihydro-10-oxo-5H-dibenz(b,f)azepin-5-carboxamid |
Summenformel | C15H12N2O2 |
CAS-Nummer | 28721-07-5 |
Strukturformel | |
![]() |
|
Chemisch-physikalische Daten | |
Molmasse | 252,268 g/mol |
Schmelzpunkt | 215,5 °C |
Siedepunkt | – |
Oxcarbazepin zählt chemisch zur Klasse der Dibenzazepine und ist ein Abkömmling des Carbamazepins. Es ist ein Arzneistoff, der zur Dauerbehandlung bestimmter Formen der Epilepsie als Antikonvulsivum verwendet wird. Es wird unter den Handelsnamen Trileptal® und Timox® vertrieben.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Pharmakologie
Oxcarbazepin wird rasch und vollständig zu einem Hydroxy-Metaboliten umgewandelt, welcher die eigentlich wirksame Substanz darstellt. Durch diesen anderen Stoffwechselweg gibt es weniger Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln[1]
[Bearbeiten] Anwendungsspektrum
Entsprechend dem Wirkspektrum von Carbamazepin ist Oxcarbazepin bei Epilepsien mit fokalen und sekundär generalisierten Anfällen bei Erwachsenen und Kindern angezeigt. Wegen der gegenüber Carbamazepin besseren Verträglichkeit wird es mittlerweile vielfach als Mittel der ersten Wahl bei diesen Anfallsleiden eingesetzt, obwohl bisher noch keine Darreichungsform in retardierter Form auf dem Markt ist.
[Bearbeiten] Nebenwirkungen
Dosisabhängig können Müdigkeit, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Kopfschmerzen (seltener als bei Carbamazepin) und vorübergehende leichte Erhöhung der Leberenzyme ohne klinische Bedeutung auftreten. Idiosynkratisch/allergisch (also dosisunabhängig) können, ebenfalls seltener als bei Carbamazepin, Hautausschläge auftreten. Allerdings gibt es in etwa einem Viertel der Fälle eine sogenannte Kreuzreaktion. Das heißt, Patienten, die auf Carbamazepin mit einem Hautausschlag reagieren, bekommen diesen auch nach Gabe von Oxcarbazepin. Bei längerfristiger Einnahme kann es zu einer Hyponatriämie (Elektrolytverschiebung mit Verminderung des Gehaltes an Natrium-Ionen im Blut) kommen, die allerdings in den seltensten Fällen zu klinischen Symptomen führt.
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ H. Siemes, B. F. D. Bourgeois: Anfälle und Epilepsien bei Kindern und Jugendlichen. Thieme, Stuttgart-New York 2001;259
[Bearbeiten] Weblinks
![]() |
Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen! |