Positive Psychologie
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In den ersten Jahrzehnten seit Ihrer Entstehung beschäftige sich die Psychologie insbesondere mit der Therapie und Heilung psychischer Störungen.
Seit Mitte der 90er Jahre legen die Neurowissenschaften Forschungsergebnisse vor, die Glück und Unglück als gänzlich unterschiedliche Systeme darstellen. Martin E.P. Seligman erkannte früh, welche Bedeutung diese Ergebnisse hatten und begründete die Positive Psychologie als neuen Zweig der akademischen Psychologie. Er bezeichnet eine Bewegung innerhalb der Psychologie, die sich auf die positiven Eigenschaften der Menschen konzentriert, anstatt sich mit ihren Fehlern und Schwächen zu beschäftigen.
Das Ziel ist die Verlagerung weg von der Erforschung negativer Aspekte hin zur Forschung darüber, was ein Leben lebenswert macht. Seither beschäftigt sich die Positive Psychologie auf wissenschaftlich fundierter Basis mit folgenden Schwerpunkten:
- die Erforschung der positiven Emotionen
- die Erforschung des positiven Charakters, d.h. der Stärken und Tugenden, deren regelmäßige Ausübung positive Emotionen hervorbringt
- die Erforschung der positiven Strukturen (weniger durch Psychologen, sondern vor allem durch Soziologen, Politikwissenschaftler, Anthropologen und Wirtschaftswissenschaftler) mit der Fragestellung: Welche größeren Strukturen, die auf den einzelnen Menschen wirken, unterstützen den positiven Charakter, der wiederum positive Emotionen hervorbringt.
Die Positive Psychologie beschäftigt sich unter anderem mit folgenden Themen:
Aufgegriffen wird die Positive Psychologie mittlerweile im Bereich der Organisationsforschung unter dem Label Positive Organizational Scholarship.