Prettin-Annaburger Kleinbahn AG
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Die Prettin-Annaburger Kleinbahn AG, die ab 1943 als Prettin-Annaburger Eisenbahn AG firmierte, wurde am 7. Februar 1901 gegründet. Mitgründer und Hauptaktionär war die Firma Paul Löser & Co in Berlin, die 77,4% der Aktien übernahm. Das übrige Kapital besaß die Stadt Prettin. Nach dem Ersten Weltkrieg waren 95% (1923) der Aktien in Händen der Provinz Sachsen.
Auf der 12,5 km langen, normalspurigen Strecke - Streckennummer 6828 - wurde der Güterverkehr am 15. Juni 1902 eröffnet; der Personenverkehr begann am 17. April 1903. In Annaburg an der Hauptbahn Wittenberg – Falkenberg lag der Kleinbahnhof Annaburg West 600 m vom Staatsbahnhof entfernt. Von hier führte die Strecke in westlicher Richtung bis zur Kleinstadt Prettin an der Elbe. Dort verband ein 1,7 km langes Anschlussgleis, das nur der Güterbeförderung diente, den Bahnhof mit dem Hafen.
Den Betrieb führte ab 12. Juli 1920 die Kleinbahnabteilung des Provinzialverbandes Sachsen in Merseburg. Mit Jahresbeginn 1947 folgten ihm die Sächsischen Provinzbahnen GmbH, am 15. August 1948 die VVB des Verkehrswesens Sachsen-Anhalt und schließlich ab 1. April 1949 die Deutsche Reichsbahn. Diese stellte den Personenverkehr im Mai 1961 ein; der Güterverkehr wurde - offiziell - noch bis zum 1. Juni 1996 bedient.
Im Jahre 1939 standen für das bescheidene Verkehrsaufkommen eine Dampflokomotive, ein Dieseltriebwagen, drei Personen-, ein Pack- und neun Güterwagen zur Verfügung.
Stationen 1957 – Kursbuch Nr. 177s
- 0,0 Annaburg West
- 2,5 Eichenhalde
- 4,6 Naundorf (b Prettin)
- 6,9 Plossig
- 9,7 Hohndorf
- 12,5 Prettin
[Bearbeiten] Literatur
List / Röper /Zieglgänsberger: Archiv deutscher Klein- und Privatbahnen - Sachsen-Anhalt, Stuttgart 1998